Güma´s interaktive Motorradzeitschrift 2019

GiMZ

Drittes Vierteljahr 2019

Juli - September

Diese Motorradzeitschrift erscheint monatlich und soll für alle Bundesländer informieren. Mitarbeit erwünscht. Beiträge bitte per eMail zusenden, Bilder als .jpg in der Größe ca. 720 x 540 pixel = ca.1 MB, 25 x 28 cm (Bilder können auch von uns in der Größe geändert werden). Allen Texte müssen der Name und die Adresse des Autors beigefügt sein (an den Beitrag wird nur der Name oder das Kürzel des Autors angehängt). Beiträge werden redaktionell überprüft. Die Haftung für den jeweiligen Beitrag incl. der Bilder obliegt dem Autor.

(Sollte sich dieses Projekt in vernünftigem Rahmen aufbauen, kann ohne weiteres die Grundlage aus dem privaten Bereich herausgenommen und als eigenständig Internetseite  geführt werden!)

Zeitnahe Berichte - von Motorradfahrern

für Motorradfahrer

(Ich kann natürlich nicht immer selbst bei allen  Veranstaltungen sein. Deswegen meine Bitte, schickt Text und ein oder zwei Fotos von Veranstaltungen, die ihr besucht habt. Das ist wichtig! Und ihr unterstüzt damit die GiMZ.)

Bitte Eure Berichte mit ein bis drei Fotos über eMail:

G.Machalett@gmx.de

oder per Post  an:

Redaktion für Motorrad-Infos in Niedersachsen,

Postfach 43, 38316 Hornburg

zusenden

als Betreff bitte angeben: Beitrag für GiMZ (Veranstaltung)

Bilder können durch anklicken vergrößert werden!

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Achtung! Wichtiger Hinweis:

Auf Grund der vielen und umfangreichen Beiträge mussten wir die Ausgabe der GiMZ in 4 Ausgaben  teilen.

Erste Ausgabe ist die GiMZ von Januar bis März, zweite Ausgabe April bis Juni, dritte Ausgabe von Juli bis September, vierte Ausgabe von Oktober  bis Dezember.

Zu den vorherigen Ausgaben der GiMZ bitte links in der Navigation anklicken!

15.09.2019

Erfolgreiche Bitumenrallye der Biker Union e.V. im Ostalbkreis

Der BU-Stammtisch Schwäbisch Gmünd setzt sich für sichere Straßen ein

Marode Straßen, unsachgemäße Bitumen-Reparaturen und Leitplanken ohne Unterfahrschutz können zu Todesfallen für motorisierte Zweiradfahrer werden. Der Stammtisch Schwäbisch Gmünd der Biker Union e.V. setzt sich seit Jahren aktiv gegen solche Mißstände ein und hat dazu auch in diesem Jahr eine Bitumen- und Straßenzustandsrallye im Ostalbkreis durchgeführt.

Auf einer gemeinsamen Motorradtour der Stammtisch-Mitglieder durch das Kreisgebiet wurden Problemstellen für motorisierte Zweiradfahrer fotografiert und auf den Meldebögen des Instituts für Zweiradsicherheit dokumentiert. Wenige Tage später wurden die Ergebnisse im Rahmen eines Gesprächs der Kreisverwaltung vorgestellt und über Lösungsmöglichkeiten diskutiert.

Keine zwei Wochen später bekam Bernhard Feifel, der Verantwortliche für den BU-Stammtisch Schwäbisch Gmünd, in einem offiziellen Schreiben mitgeteilt, daß ein Teil der beanstandeten Stellen bereits repariert wurden, wenn auch z.T. zunächst provisorisch. Weitere Mängel würden in den Folgewochen behoben. Meldungen, die nicht in den Verantwortungsbereich des Kreises fallen, wären an die jeweils zuständige Behörde zur Bearbeitung weitergeleitet worden.

„Schon nach unserer ersten Bitumenrallye vor einigen Jahren haben wir ein offenes Ohr für unsere Anliegen in der Kreisverwaltung gefunden“, so Bernhard Feifel. „Die verantwortlichen Mitarbeiter haben erkannt, daß unsere Bitumenrallyes eine wertvolle Ergänzung ihrer Arbeit sind. Denn den Kollegen in den Straßenmeistereien, die für die Straßenunterhaltung zuständig sind, fehlt häufig der Blick für die spezifischen Gefahren für Einspurfahrzeuge, was man ihnen nicht vorwerfen kann. Wir erleben schließlich immer wieder, daß selbst erfahrene Motorradfahrer(innen) kritische Stellen im Straßennetz nicht sofort erkennen. Wir füllen diese Lücke mit unseren Bitumen- und Straßenzustandsrallyes als sogenannte „Bestandsaudits aus Sicht der Nutzer“. Bereits zu Jahresbeginn kam die Anfrage aus der Kreisverwaltung, wann es denn wieder losgeht“.

Das Konzept der Bitumenrallyes wurde bereits vor ca. 15 Jahren von der Biker Union e.V. entwickelt. Im Jahr 2013 wurde das Konzept vom Bundesverkehrsminister mit dem ersten Preis im Ideenwettbewerb „Sicher auf Landstraßen“ ausgezeichnet

„Nach einem ersten, erfolgreichen Testlauf haben Bitumenrallyes in ganz Deutschland stattgefunden, durchgeführt nicht nur von unseren BU-Stammtischen“, sagte Michael „Hoecker“ Musche, als Vorstandsmitarbeiter der BU für das Thema Straßeninfrastruktur zuständig. „Denn die Informationen und Unterlagen, die zur Durchführung einer Bitumenrallye benötigt werden, stehen kostenfrei im Internet zur Verfügung. Die Ergebnisse werden zum einen an die zuständigen Straßenbauverwaltungen weitergeleitet. Sie werden aber auch in einer Datenbank gespeichert. Damit stehen sie bei Bedarf für die Durchsetzung von Schadensersatzforderungen zur Verfügung, falls eine Bikerin oder ein Biker an einer nicht beseitigten Gefahrenstelle einen Unfall hat.“

„Natürlich werden wir nicht alle Straßen im gesamten Bundesgebiet begutachten können“, so Musche weiter. „Unsere ganz konkrete, ehrenamtliche Sacharbeit hat uns aber viele Türen in der Politik und den Behörden geöffnet. Das hat dazu geführt, daß die BU heute der Ansprechpartner in Sachen motorisiertes Zweirad in Deutschland ist. Deshalb schreiben wir auch an Regelwerken für den Straßenbau mit, die in der gesamten Republik verbindliche Vorgaben werden. In Abwandlung eines bekannten Werbespruchs kann man also sagen: „Biker Union, die tun was“.“

Details zu den Bitumen- und Straßenzustandsrallyes der BU finden sich im Internet unter www.bu-bitumen.de.

Aktuelle Infos zur Biker Union e.V. und zu den weiteren Erfolgen unserer Arbeit stehen im Internet unter http://www.bikerunion.de zur Verfügung.

Biker Union e.V.
Mediendienst
Wolf Klepsch
Fuchstanzweg 19 * 65760 Eschborn
www.bikerunion.de * mailto:mediendienst@bikerunion.de 
Tel.:
0178-4478456

Textüberarbeitung: Güma

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13.09.2019

 

 

 

Bastien Mackels in Assen erfolgreich in der IDM Superbike - BoxerCup liefert abermals erfolgreiche Show

Das erste Mal in der Saison 2019 sind wir mit der neuen BMW S1000RR K67 in der IDM Superbike in Assen an den Start gegangen und landeten sofort auf dem Podium.

Bastien Mackels hat als feste Größe im Team „Wilbers-BMW-Racing“ nichts verlernt und stand schon am Freitag auf P1 im ersten und zweiten Training.

Leider kam es am Samstag in der Qualifikation bei Nässe zu einem harten Sturz und Bastien hat sich richtig weh getan. Von dem Moment an lief er mit einem schmerzverzerrten Gesicht durch das Fahrerlager. P3 war erste Startreihe und somit gar nicht so schlecht.

Sonntagmorgen war, mit wesentlich besserem Wetter, die Stimmung gut. Der Gang von Bastien war allerdings noch sehr langsam, es ging ihm nicht gut. Er wollte aber unbedingt Punkte für das Team holen und schaffte es auf das Podium P2 und im zweiten Rennen immerhin noch auf P4.

Auch unser BMW Motorrad BoxerCup ging unter Aufsicht von Cup Manager Thomas Beyer in Assen an den Start und wie immer mit viel lautem „Donnern“.

Der US Racer Nate Kern, als fester Bestandteil unseres BMW Motorrad BoxerCup, hatte zwei Landsleute zur Teilnahme animiert und diese drehten auch mit Freude ihre Runden in der „Kathedrale der Snelheid“ in Assen.

Leider fiel am Samstag das Rennen 1 durch Regen und eine ölverschmierte Strecke aus. Dafür fand am Sonntag unter der Sonne Hollands das Rennen 2 statt. Das gewann „Fifty“ Christof Höfer. Ihm kann der Titel in Hockenheim kaum noch genommen werden.

In Hockenheim gehen vom 27. bis 29. September erstmals 25 Teilnehmer im BMW Motorrad BoxerCup an den Start. Ein volles Feld zeigt die große Beliebtheit des BMW Motorrad BoxerCup … Sehen wir uns?

Wilbers Products GmbH, Frieslandstraße 10, 48527 Nordhorn, Deutschland

Tel.: (+49) 05921 72 71 70, mailto:info@wilbers.de, http://www.wilbers.de/

Textüberarbeitung:Güma

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12.09.2019

6. Oldtimertreffen Autos, Motorräder

usw.  für alles ab 30 Jahren,

am 8.09.2019 in 21502 Geesthacht

Zum zweiten Mal fand das Treffen (das 6.) auf dem ehemaligen Ladeplatz vor dem alten Geesthachter Bahnhof statt. Gleichzeitig machte die Museumseisenbahn Karoline ihre Fahrten.

Beginn  10 Uhr. Dieses 6. Oldtimertreffen, veranstaltet von Axel Einfeld übertraf wieder mal alle Erwar-tungen. Waren im vorigen Jahr ca. 120 Fahrzeuge, darunter 30 Motorräder gekommen, so schätzte man in diesem Jahr sehr viel mehr Teilnehmer.  Und das, obwohl im Umkreis von einer Stunde Fahrzeit noch drei weitere solcher Treffen, alle grösser als das in Geesthacht,  abgehalten wurden. Dazu gab es noch einen schlechten Wetterbericht, aber es blieb warm und trocken.

Zirka 130 Autos kamen und auch eine ganze Anzahl von Motorrädern, aber meist waren - wohl durch das trockene Wetter verursacht, nie mehr als 10 Stück auf dem Platz - die fuhren dann wohl doch lieber, als nur so herumzustehen. Das älteste Motorrad war ein Engländer von der Insel, Baujahr 1938. Bei den Autos war ein echter Hingucker ein  Ford T Speedster von 1915 (siehe Bild) .

Es gab auch einen Imbisstand und ein Flohmarktteilemensch war ebenfalls vertreten.

Man brauchte sich zu diesem Treffen nicht anmelden und es gab auch keine Kosten.

Nach diesem schönen und gut gefüllten Treffen freuen sich schon alle auf

das 7. Oldtimertreffen bei Axel im nächsten Jahr. Es wird am 13.09.2020 stattfinden.

Dieses Treffen ist das 1. Oldtimertreffen welches als rollendes technisches  Denkmal anerkannt wurde.

Infos dazu kann man sich über Veranstalter Axel Einfeldt Tel.: 0160-91687819 und über E-Mail: axelklassik@gmail.com geben lassen.

Güma + Axel

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11.09.2019

15. Sonnenhofroute des MC Hermsdorf

Am 2. September-Sonntag wurde auf Initiative des Motorradclubs MC Hermsdorf e.V. Berlin die 15. Sonnenhofroute zugunsten der Björn Schulz Stiftung ausgefahren. Mit dieser Biker-Demo soll auf das Wirken der Stiftung bei der Betreuung von schwerstkranken Kindern und Jugendlichen sowie deren Familien aufmerksam gemacht werden. Die Arbeit der Stiftung ist auf Spenden und ehrenamtliche Tätigkeit angewiesen.

Gestartet wurde nach einem deftigen Frühstück auf 211 Motorrädern bei 260 Teilnehmern auf dem Clubgelände des MC Hermsdorf e.V. in Richtung Nauen. Jeder Teilnehmer zahlte eine Gebühr von 10 €uro aufwärts, konnte ein Los für 5 €uro erwerben und wenn er bei der Auslosung Glück hatte, einen Fallschirmsprung oder andere nützliche Dinge gewinnen. Die Spenden gehen gänzlich an die Björn Schulz Stiftung. Der älteste Biker zählte über 80 Jahre und die weiteste Anfahrt hatte ein Teilnehmer von der Insel Rügen. Angefahren wurde der Ort Kuhhorst zum Mittagessen sowie als letztes Ziel der TÜV-Rheinland in Lehnit

Zurück auf dem Clubgelände gab es nochmal eine Stärkung mit Kuchen und Gegrilltem, die Auslosung der Tombola und der Vertreterin des Sonnenhofes konnte eine Spendensumme von 5500 €uro übergeben werden.

Es war insgesamt eine gelungene Veranstaltung und der MC Hermsdorf bedankt sich bei den zahllosen Helfern aller Couleur, ohne die das Event nicht durchzuführen wäre.

Übrigens kann man an den Sonnenhof ganzjährig spenden: www.bjoern-schulz-stiftung.de; http://www.mchev.de/ 

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09.09.2019

IFA/MZ-Treffen in 15806 Wünsdorf

Die Markentreffen für  Motorräder der DDR und Tschechenimporte werden turnusgemäß mit einem IFA/MZ-Treffen inklusive Teilemarkt abgeschlossen. Da in den letzten drei Jahrzehnten es in der DDR durch eine Marke nicht schwerfiel ein Motorrad auszuwählen, waren besagte Zschopauer in großer Zahl bei schönem Bikerwetter am ehemaligen Motorradmuseum festzustellen.

Die Palette derer reichte von der IFA RT 125 und BK 350 aus den frühen 1950er Jahren über die ES- und TS-Typen bis zu den Viertaktern mit 125- und 1000kubik der Nachwendezeit. Wie üblich wechselten zahllose Teile ihre Besitzer an den Angebotsständen und bei der guten Versorgung durch die Fleischerei Klauck ließ es sich gut „Benzin reden“.

Prominenter Besucher aus Bikersicht war der Sieger in der 50kubik-Klasse und bester Einzelfahrer bei den Six Days in Erfurt 1964 Siegfried Rauhut, heute 80 Jahre jung.

Die Events am ehemaligen Motorradmuseum/Bücherstadt Wünsdorf werden abgerundet mit einem Oldtimertreffen am 03.Oktober sowie einem Großen Teilemarkt am 26.Oktober. Ein Event begeht diesmal ein Jubiläum in dreistelliger Jahreszahl!

Info-Tel. 0170-77 97 083 

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09.09.2019

Schrecksbach – das Trial im Schwalm-Eder-Kreis

 9. und 10. Lauf des D-Cup 2019

Trial Deutschlandcup (D-Cup) 2019 Schrecksbach

Am 31.08. und 01.09.2019 fanden auf dem Motorsportgelände des MCS Schrecksbach (MCS) 2 Wertungsläufe zur offiziellen Classictrialserie (D-Cup) statt.

Hier einige Impressionen:

Aus ganz Deutschland, aus Holland und Belgien kamen die Teilnehmer nach Schrecksbach und genossen bei herrlichem Sommerwetter den 3.  Schrecksbacher Trialwettbewerb, der auf der ansonsten hauptsächlich als Moto Cross Gelände bekannten Strecke stattfand.

Der MCS stellte dabei erstmals alle Punktrichter und Punktekartenknipser aus den eigenen Reihen. Das Gelände mit den dort 10 angelegten Sektionen auf seinen steilen Partien erwies sich für den classischen Trialsport als hervorragende Lokation.

Die Sektionen bleiben dem Trainingsbetrieb erhalten und können mit Trialmotorrädern auch zukünftig benutzt werden. Trialtraining bitte mit Bodo Lange (Spartenleiter Trial und Enduro), 01771489619 absprechen.

MCS Schrecksbach

Kodenhöfer Weg 41, 34637 Schrecksbach

www.mcs-schrecksbach.de , E-Mail:  mailto:info@mcs-schrecksbach.demailto:vorstand@mcs-schrecksbach.de

Textüberarbeitung: Güma

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06.09.2019

Biker Union e.V. Sternfahrt nach Berlin 2019

1.000 Motorradfahrer demonstrieren für ihre Interessen

Abschlußkundgebung am 24. August 2019 vor dem Brandenburger Tor in Berlin

Auf dem Pariser Platz im Zentrum des Regierungsviertels befinden sich trotz besten Wetters nur wenige Touristen. Ein Bühnen-LKW mit einer Lautsprecheranlage ist quer vor dem Brandenburger Tor geparkt, die Polizei ist dabei, den Platz mit Flatterband abzusperren. Da biegt ein Polizeifahrzeug mit Blaulicht um die Ecke, dahinter eine schier endlose Karawane von Motorrädern, Rollern, Mopeds, Gespannen, Trikes und Quads, die auf dem Platz und am Straßenrand einparken. Eine Viertelstunde später steht dicht an dicht eine fast unüberschaubare Zahl motorisierter Zweiräder aller Kategorien, Marken und Größen vor dem Brandenburger Tor. Der Höhepunkt der Sternfahrt der Biker Union e.V. verläuft wie geplant.

Unter dem Motto „Gemeinsam fahren, gemeinsam kämpfen für unsere Rechte“ veranstaltet die Biker Union e.V. (BU), die Interessenvertretung aller motorisierten Zweiradfahrer(innen) in Deutschland, alle zwei Jahre ihre BU-Sternfahrt, um für die Verbesserung der Verkehrssicherheit zu demonstrieren und die Politik sowie die Öffentlichkeit auf die spezifischen Probleme der motorisierten Zweiradfahrer aufmerksam zu machen. Zum Beginn seiner Rede auf der Abschlußkundgebung der 13. BU-Sternfahrt ließ Rolf „Hilton“ Frieling, Vorsitzender der Biker Union, die letzten Tage noch einmal Revue passieren.

Am Dienstagmorgen starteten in Kiel, Stuttgart, München und Danewitz (bei Berlin) die fünftägigen Motorrad-Demonstrationen der BU durch die gesamte Bundesrepublik, überall abgesichert von der Polizei, quer durch kleine Dörfer und große Städte, auf den letzten beiden Etappen auf der dafür gesperrten Autobahn A2. Waren es am ersten Tag insgesamt ca. 120 Motorräder, die sich an den vier Startpunkten auf den langen Weg machten, kamen unterwegs immer mehr Mitfahrer dazu, sodaß der Konvoi durch die Berliner City, vom Zwischenstop am Olympiastadion über den Kurfürstendamm, die Straße des 17. Juni, vorbei am Schloß Bellevue, dem Bundeskanzleramt und dem Reichstag auf ca. 1.000 Motorräder angewachsen war.

Wolfgang „Wolf“ Klepsch, Pressesprecher der BU, ging in seinem Redebeitrag auf einige der Themen der diesjährigen BU-Sternfahrt ein: fehlender Unterfahrschutz an Leitplanken, deren Pfosten bei einem Motorradunfall zur Guillotine werden können, Straßenreparaturen mit Bitumen, das bei Nässe wie Schmierseife wirkt, sowie Streckensperrungen nur für Motorräder, die ein klarer Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz darstellen. Klepsch machte aber auch deutlich, daß fehlende Rücksichtnahme auf die Anwohner an stark befahrenen Motorradstrecken kein Kavaliersdelikt sei.

Als letzter Redner sprach sich Tedy Bach, BU-Vorstandsmitglied und Beauftragter für Szeneange-legenheiten, gegen Kuttenverbote auf öffentlichen Veranstaltungen und das Verbot der Abzeichen bestimmter Motorradclubs aus, beides nicht mit unserer Verfassung vereinbar. Wer gegen Gesetze verstößt, müsse dafür zur Rechenschaft gezogen werden, egal ob er Motorradfahrer sei oder nicht. Sippenhaftung habe keinen Platz in unserer Rechtsordnung.

Etwas früher als ursprünglich geplant formierte sich der Konvoi erneut, um unter Begleitung der Berliner und der Brandenburger Kradstaffel der Polizei zum Partyplatz in Jühnsdorf vor den Toren von Berlin geleitet zur werden. Dort fand am Abend die große Abschlußparty statt. Am Sonntag ging es dann für die meisten einzeln oder in kleinen Gruppen zurück nach Hause.

„Wir erleben immer wieder, daß motorisierte Zweiräder lediglich als lärmende Spaßfahrzeuge angesehen werden“, sagte Frieling im Anschluß an die gemeinsame Runde durch Berlin. „Vorurteile und mangelnder Sachverstand führen dazu, daß ihre Vorzüge, aber auch ihre spezifischen Belange in der Politik und bei den Behörden unter den Tisch fallen. Dabei können sie als vergleichsweise umweltfreundliches Verkehrsmittel viele unserer Mobilitätsprobleme lösen.“

„Kein Mensch käme auf die Idee, eine öffentliche Straße für PKWs oder LKWs zu sperren, weil es dort viele Verkehrsunfälle gibt“, ergänzte Klepsch. „Glücklicherweise haben bereits mehrere Gerichte mit genau dieser Begründung Sperrungen aufgehoben. Motorradfahrer, die mit ihren Steuergeldern den Bau und die Unterhaltung der Straßen mit finanzieren, dürfen nicht einfach ausgesperrt werden. Denn damit werden mögliche Probleme nicht gelöst, sondern nur auf andere Straßen verlagert.“

„Unsere Demonstrationszüge quer durch ganz Deutschland haben unseren Anliegen wieder einiges an Aufmerksamkeit beschert“, resümierte Frieling. „Daß wir nicht auf verlorenem Posten kämpfen, zeigt die Tatsache, daß auch in diesem Jahr die Kampagne „Runter vom Gas“ des Bundesverkehrsministeriums mit einem Stand auf dem Pariser Platz dabei war. Mit unseren BU-Sternfahrten werden zudem die drei Säulen des Selbstverständnisses der BU „gemeinsam fahren – gemeinsam feiern – gemeinsame politische Arbeit“ auf ideale Weise miteinander verbunden.“

Weitere Details zur BU-Sternfahrt, zu den politischen Zielen und den vier Fahrtrouten finden sich im Internet unter http://www.bu-sternfahrt.de.

Aktuelle Infos zur Biker Union e.V. und zu den Erfolgen unserer Arbeit stehen im Internet unter http://www.bikerunion.de zur Verfügung.

Textüberarbeitung: Güma

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26.08.2019

Sommerparty Dotsch Riders MC

Bei brütender Sonne hatte der Dotsch Riders MC in Königs Wusterhausen (LDS) bei der 27. Sommerparty am 23./24..August ein volles Haus. Mit ca. 30 gesichteten Motorradclubs und-Stammtischen sowie 400 Gästen, so viele wie noch nie.

Kinderprogramm mit Springburg, Haut-den-Lucas sowie Seifenblasen, Zeltplatz, Ausfahrt, drei Livebands bereits ab Freitag ließen keine Langweile aufkommen.

Dazu Pokalverleihung für die längste Anfahrt per Bike (650km, Landsberg am Lech), den stärksten Club, den schönsten Oldtimer (MZ ES 250), das schönste Bike (HD Shovelhead) und Best of Show (Honda Helix Roller). Die üppige Gastronomie an Grillstand und Tresen ließ keine Wünsche übrig.

Einige Gäste feierten die Nacht durch und man fuhr nach Hause mit der Gewissheit, ein schönes Event erlebt zu haben.

Gäste beim Dotsch Riders MC

Büffel MC; E-achtzehn MC; Equitatus MC Preussen; Flying Skull MC; Galloway Rider MC; German Brothers MC; Golden Drakes MC; Headstrong MC; Mark Brothers MC; Proud Unit MC; Road Crew MC; Road Eagle MC; Rote Adler MC; Ründriever MC Nordland; Trachops MC; Einherjer; Gespann Stammtisch; JBK; Landreiter; LOS Riders; Merzdorfer AWO Freunde; Slow Riders; Slow Ride Crew; SR2 Team Sachsen; Vulcan Riders; Walhalla; Walküren; WWOB

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23.08.2019

Classic Trial Nordic Cup Endlauf in Rüdersdorf

Das „Trialkollektiv“ des MC Woltersdorf bei Berlin veranstaltete am 3.August-Wochenende den Endlauf zum Nordic Cup 2019. Diesem Classic-Trial-Event vorausgegangen waren vier Läufe jeweils zwei Tage in Schweden, in Dänemark, in Finnland sowie in Brockhöfe/Ndsachs.

Die Zufahrt zum Ort des Geschehens wurde aus behördenbedingten Gründen auf die Essigstraße verlegt, alles gut ausgeschildert. Dass das Trial-Event genehmigt wurde, haben wir letztendlich dem MC-Vorsitzenden Harald Täger zu verdanken.

Die Strecke, reichlich 2km lang, beinhaltete 30 Sektionen mit drei Schwierigkeitsspuren: Schwer (rot), mittelschwer(blau, Clubman) und leicht (weiß). So dass nur kurze Verbindungen von Sektion zu Sektion durchschnittlich 70m entstanden. Sie waren fachmännisch ausgesucht, das unebene großflächige Haldengelände gab für den Bau alles her.

 Gefahren wurden folgende Klassen:

Klasse 1: Pre-65 Rigid/Starrrahmen

Klasse 2: Pre-65 Pre-Unit/Motor-Getr. getrennt 4Takt

Klasse 3: Pre-65 Unit/Blockmotor 4Takt

Klasse 4: Pre-65 2Takt

Klasse 5: Twinshock 4Takt ab Bj. 66

Klasse 6: Twinshock 2Takt ab Bj. 66

Klasse: Moderne, nur sonntags

 Am Samstag war schönes Trial-Wetter, sonntags begann es zu regnen, hörte aber bald wieder auf. Am Start waren insgesamt 27 Fahrer, 3 weiblich. Von all denen neun die Läufe vorzeitig abbrachen, somit a.W. Das Punktekonto reichte von 12 bis 124, letzterer auch mit dem ältesten Motorrad, eine BSA von 1938. Unter 15 Punkte erreichten die Fahrer Ulrich Rührup (12, Fantic), Eli Petersen DK (13, Ambassador 1947) sowie Theresa Schwalbe (13, GAS GAS).

Das Markenspektrum reichte von AJS bis Yamaha, insgesamt 23 Hersteller. Zündapp zu erwähnen wäre indirekt, denn Ambassador (1946 – 1964, verbaute Villiers-Motoren) war einst englischer Importeur des im Trialsport ruhmreichen Namens von Zünder- und Apparatebau.

Für das leibliche Wohl der Aktiven und Gäste sorgte joernkuehne@gmx.de mit seinem Verkaufswagen.

Am Abend war unterm Festzelt noch Zeit „Benzin“ zu reden und die Frage zu diskutieren: Was wird das Morgen wohl bringen. Insgesamt ging das Event gut ab dank perfekter Organisation, ein Dank gebührt den Organisatoren und Helfern sowie den Aktiven für die gezeigten Leistungen.

Nach der Siegerehrung nahmen einige Weitgereiste die Gelegenheit wahr, der Hauptstadt einen Besuch abzustatten und es ging nach Hause mit der Gewissheit, ein schönes Event erlebt zu haben.

Nächstes Nikolaus-Trial in Rüdersdorf am 07.Dezember 2019; Info cotatrialer@aol.com

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19.08.2019

 

 

 

 

 

 

 

 

Erstes Rennen und Sieg für das Team Wilbers-BMW-Racing und J&I-Racing in Spa-B

Beim gestrigen "6 heures Moto Spa-Franchorchamps"-Rennen in Spa konnte das Team Wilbers und Partner J&I-Racing, mit den Fahrern Bastien Mackels und Wim van den Broeck, überzeugend gewinnen und schloss mit zwei Runden Vorsprung auf den ersten Platz ab. Ein Langstreckenrennen als weiteren Test für die beiden letzten IDM Superbike-Veranstaltungen in Assen und Hockenheim.

Schon am Samstag konnte Bastien mit einem neuen inoffiziellen Rundenrekord auf der Traditionsstrecke überzeugen. Annähernd eine halbe Sekunde nahm er dem alten Rekord, der immerhin 10 Jahre bestand, ab und verbesserte ihn von 2'24"730 auf 2'24"248 Minuten. Der offizielle Rundenrekord kann nur während eines Rennens mit offizieller Zeitnahme gefahren werden, leider war das Rennen durchgehend nass und der neuer Rundenrekord rückte in weite Ferne...

Schon im Vorfeld gab Bastien seine Vorfreude bekannt, auf der brandneuen Wilbers-BMW S1000RR-K67 in Spa-Franchorchamps anzutreten.

Bastien: "Ich freue mich wirklich! Ich habe es genossen in Deutschland und Japan an Endurance-Läufen teilzunehmen für die Benny Wilbers mich freigestellt hat, aber mein Herz gehört dem Team Wilbers-BMW sowie der neuen BMW S1000 RR-K67, Ich kann es kaum erwarten, gemeinsam mit meinem Freund Wim van der Broeck, in Francorchamps anzutreten. Ich vermisse diese Strecke seitdem dort 2012 alles begann. Hier testete ich zum ersten mal ein Motorrad auf einer Rennstrecke und hier entschied Werner Daemen mich in sein Team zu holen um in der IDM Superstock 2013 an zu treten. Hier liegen eine Menge schöner Erinnerungen.

Ich freue mich jetzt sehr auf die IDM Superbike. Natürlich kann ich nicht mehr in den Titelkampf eingreifen, aber ich möchte die Konkurrenten Mikhalchik, Puffe oder Nigon zeigen wie gut wir uns vorbereitet haben!

Vom 06. - 08. September werden wir nun unseren ersten IDM Superbike-Lauf dieser Saison in Assen antreten. Das große Finale in Hockenheim am 27. - 29. September werden wir hoffentlich mit einigen gute Ergebnissen gebührend feiern und hoffen dort viele Fans begrüßen zu dürfen

WILBERS

+49 5921 72 71 70
info@wilbers.de
http://www.wilbers.de/

PR.

Textüberarbeitung: Güma

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18.08.2019

24. Tag der offenen Tür 2019 im ET-Zweiradmuseum

RäderMenschen&Geschichten

Wieder einmal war im August der Tag der offenen Tür im ET-Zweiradmuseum in Grußendorf. Am 17. August 2019 von 9.00 bis 17.00 Uhr war es das 24. Mal, dass sich dieser Tag ereignete.  Hier in diesem privaten Zweiradmuseum findet man alte Zweirad-Fahrzeuge, Fahrräder, Mofas, Mopeds und Kleinmotorräder.

Gegründet von Egon Tantius wird es jetzt zusammen mit seinem Sohn Tobias und auch schon wieder mit dessen Sohn Silas und auch der ganzen Famile Tantius am Leben gehalten.

Das Wetter war trocken, kaum Sonnenschein und nicht zu warm. Das hatte auch einen Vorteil - so war viel Zeit für Gespräche und Besichtigungen.

Trotzdem kamen leider gar nicht soviele Besuchern mit Oldtimer-Motorrädern, wie man erhofft hatte - und das ist sehr bedauelich, hatte sich die Familie Tantius doch sehr viel Mühe gegeben, genug Speisen und Getränke für die Besucher vorzubereiten - Wieviel Besucher insgesamt am 24. Tag der offenen Tür nach Grußendorf kamen, ist leider nicht feststellbar, da ein ständiges Kommen und Gehen herrschte.

Aber durch die Besucher die kamen und die mit der Familie Tantius praktisch eine große Gemeinschaft sind, wurde das natürlich auch gut ausgenutzt. Zudem verfügt Egon Tantius über einen sehr großen Bestand an Ersatzteilen, die z.B. aus ausgeschlachteten Fahrzeugen stammen und bei ihm erworben werden können. Und man freut sich auch über jeden neuen Besucher, der den Weg nach Grußendorf gefunden hat.

Wie gewohnt wurden die Gäste mit Getränken, selbstgebackenen Kuchen und Würstchen versorgt. Egon und Tobias führten abwechselnd durch die Ausstellung. Und nun freut man sich auf den nächsten Tag der offenen Tür - es ist dann der 25. - Termin steht noch nicht fest, wird dann aber auch in Güma´s Motorrad-Terminkalender angegeben.

Und noch ein Hinweis: Das ET-Zweiradmuseum ist jetzt auch ein offizieller ZeitOrt: http://www.zeitorte.de/index.php?id=1766

Anschrift:

ET Zweiradmuseum Grußendorf
Egon Tantius
Birkenweg 18; 38524 Sassenburg-Grußendorf
Telefon: (05379) 1669,
E-Mail: tobias.tantius@web.de

Internet: https://www.facebook.com/ET-Zweiradmuseum-1812769065603753/

Öffnungszeiten: nach telefonischer Vereinbarung

Eintrittspreise: kostenfrei

Güma

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15.08.201

KREIDLER KOMPASS (Buchbesprechung)

Nach dem Weltkrieg II avancierte Kreidler zu den Großen der deutschen Motorradmarken mit Ausrichtung auf den Hubraum von 50 Kubik. Nach Jahren des Aufstiegs war leider durch Nachlassen der Innovationskraft und zu spätes Engagement für die 80er Klasse der Untergang vorgezeichnet. In der beliebten Typenkompass-Reihe hat der Autor mit dem Titel „Kreidler“ alle Kleinkrafträder und Roller in Bild, Text und Daten vorgestellt.

Das Büchlein beginnt mit der Historie von Kreidler sowie mit den Anfängen des Fahrzeugbaues in den frühen 1950er Jahren bis hin zu den Modellen aus Fernost. Rd. ein Zehntel der vorgestellten Fahrzeuge beziehen sich auf den Straßenrenn- und den Geländesport. Die Typensammlung ist für Kreidler-Liebhaber aller Richtungen empfehlenswert.

Autor: Andy Schwietzer; Titel: Kreidler; 104 s/w- und farbige Abbildungen; kartoniert; ISBN 978-3-613-02988-0; Ladenpreis (D): 12,00 €uro

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13.08.2019

 

 

 

 

 

 

BMW Motorrad BoxerCup Most: Die Rennen des Jahres!
Kern siegt im Reifen-Poker am Samstag - Höfer gewinnt zweiten Lauf mit drei Hundertsteln Vorsprung

Most – Gerade einmal vierzehn Tage nach dem aufregenden Wochenende in Schleiz gastierte der BMW Motorrad BoxerCup promoted by WILBERS im tschechischen Most.

Obwohl Wunderlich-Pilot Nate Kern gerade einmal vier Besichtigungsrunden auf einem Scooter absolviert hatte, dominierte der Boxer-erfahrene Amerikaner von Anfang an alle drei Freitags-Trainings, und beendete auch das Qualifying mit Bestzeit.

Das zweite Zeittraining fand - wie zu erwarten – auf nasser Piste statt und brachte für die Startaufstellung keine Änderung: Kern auf der Pole vor Höfer und Jürgens, dahinter Kitsch, Lenz und Spenner in Reihe zwei.

Bis eine Stunde vor Rennstart regnete es. Die Strecke trocknete nur langsam ab, die Reifenwahl geriet zum echten Pokerspiel. Der amerikanische Polesetter entschied sich, wie Kitsch und die meisten Fahrer, für profillose DUNLOP-Slicks. Marvin Jürgens und Tabellenführer Höfer setzen auf reine DUNLOP-Regenpneus.
Die Strecke war teilweise abgetrocknet.

Bereits in der Besichtigungsrunde stürzte Daniel Werth. Kai-Uwe Lenz, der auf dem tollen fünften Startplatz stand, fuhr mit Slicks wieder in die Box. Kern kam am besten vom Start weg, doch Motorsport Burgdorf-Pilot Marvin Jürgens ließ in den nassen Passagen alle hinter sich und kam nach der ersten Runde bereits mit sagenhaften 4,5 Sekunden Vorsprung über die Ziellinie. Nach zwei Umläufen führte der Tabellendritte bereits mit über sechs Sekunden. Doch dann kam die Zeit der Slick-Piloten! Kern robbt sich mit Rekordrunden an Jürgens heran und übernahm in Runde Fünf die Führung, die er bis ins Ziel nicht mehr abgeben sollte. Der Mann aus Atlanta holte mit zwölf Sekunden Vorsprung souverän seinen zweiten Saisonsieg. Eine Runde danach musste Jürgens auch Kitsch passieren lassen, die Strecke war einfach zu stark abgetrocknet.

Dennoch rettete Jürgens recht locker seine sechste Treppchen-Platzierung vor einem stark fahren-den Youtuber „Meddes“ ins Ziel. Fünfter wurde Fritz Spenner vor dem total enttäuschten Dreifach-Saison-Sieger Christof „Fifty“ Höfer, der mit seinen Regenreifen nach einigen Rutschern überhaupt nicht klar kam, aber dennoch elf wichtige Punkte mitnahm. Sehenswert auch der Dreikampf zwischen Gastfahrer Hans-Werner Haas, Heinz Schönbrunner (Team ASID) und Marco Gluch (Team Gluch-Kfz), die in dieser Reihenfolge auf den Plätzen sieben bis neun ins Ziel kamen. Der Schweizer René Iten komplettierte die Top-Ten.

Das zweite Rennen fand bei herrlichem Sonnenschein statt. Pole-Mann Kern hatte den besten Start, Marvin Jürgens konnte gar als Zweiter in die erste Schikane einbiegen. Doch Christof Höfer, vom gestrigen sechsten Rang tief geknickt, legte all seine Energie in eine sofortige Aufholjagd. Nach einer Runde hatte er Jürgens geschnappt und war am Hinterrad der Amerikaners. Danach entwickelt sich der Fight des Jahres! Waren schon alle bisherigen Rennen ein spannender Schlagabtausch – dieses Rennen stellt die bisherigen Kämpfe nochmals in den Schatten. Während der zwölf Rennrunden sahen die Zuschauer in Most mehr als zwanzig Führungswechsel. Beide Wunderlich-Piloten gaben ihr Letztes, aber stets fair und mit der sportlich vertretbaren Härte. Beim finalen Beschleunigungsvorgang auf die letzte Gerade fuhren Höfer und Kern nebeneinander Richtung Ziel, der Deutsche gewann mit drei Hundertstel (!) Sekunden Vorsprung und musste sich erst vergewissern, ob es gereicht hatte. Kern machte einen leichten Rutscher auf dem Kerb für die knappe Niederlage verantwortlich, zollte seinem siegreichen Teamkollegen aber Respekt: „Wir haben beide mehr als 100 Prozent gegeben, es kann aber nur einer gewinnen. Das ist Motorsport, wie er sein soll“. Dem ist nichts hinzuzufügen!

Im Schatten dieses Mega-Duells fuhr Marvin Jürgens seine siebte Treppchenplatzierung nach Hause und wurde zum  sechsten Mal Dritter. Harald Kitsch erneuerte sein Abo auf Rang vier vor einem erneut toll aufgelegten „Meddes“ auf Platz fünf. Dahinter Fritz Spenner (ZF-Motorsport) und Kai-Uwe Lenz, der seinen fünften Trainingsrang nicht ganz bestätigen konnte. René Iten und Heinz Schönbrunner rundeten die Top-Ten ab.

Nach sieben von zehn Wertungsläufen führt Chris Höfer mit nun 156 Punkten vor seinem Team-Kollegen Nate Kern (130 P.) und Marvin Jürgens (116 P.). Der nächste BoxerCup-Event findet am ersten September-Wochenende in Assen statt. Alle Ergebnisse im Detail unter www.results.bike-promotion.com

WILBERS

+49 5921 72 71 70
info@wilbers.de
http://www.wilbers.de/

Pt. (überarbeitet: Güma)

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12.08.2019

Wertbezogene Tradition

“Sich seiner Vergangenheit bewusst zu sein, heißt Zukunft haben“ (Lohberger). Trotz Harley & Co. sind viele Biker den DDR-Viertaktern AWO und EMW treu geblieben. So war in der Sequenz der Veranstaltungen vor dem ehemaligen Motorradmuseum 15806 Wünsdorf am 2.August-Samstag das 19. AWO/EMW/Simson-Treffen an der Reihe. Bei dem schönen Wetter war die Zahl der gesichteten Bikes von AWO bis Zündapp dreistellig und auch der Teilemarkt zeigte sich ergiebig.

Zu den zahlreichen DDR-Viertaktern gesellten sich auch etliche andere historische Marken, wie z.B. eine Ariel Square Four 1000 als auch ein Fahi mit Beiwagen weckte das Interesse der Besucher. Bei der Versorgung durch die Fleischerei Klauck mit festen und flüssigen „Brennstoffen“ ließ es sich vortrefflich „Benzin“ reden.

Das nächste Event a.a.O. ist das IFA/MZ-Treffen mit typenoffenem Teilemarkt am 07.September. Info-Tel. 0170-779 70 83.

Und was meist Viertakt-Motorräder betrifft: Die Sommerparty des Dotsch Riders MC im knapp 20km entfernten Königs Wusterhausen findet am 23/24.August statt.

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11.08.2019

Mehrtägige Motorrad-Demonstrationen nach Berlin

Motorisierte Zweiradfahrer demonstrieren ab dem 20. August 2019 für ihre Interessen

Ein langer Konvoi von Motorrädern, sauber aufgereiht wie zwei Perlenketten, begleitet von der Kradstaffel der Polizei: dieses Bild wird sich den Bewohnern vieler Städte und Gemeinden in der letzten August-Woche bieten. Denn ab Dienstag, den 20. August 2019 sind die vier Motorrad-Kolonnen wieder unterwegs. In Stuttgart, München, Danewitz (bei Berlin) und in Kiel startet unter dem Motto „gemeinsam fahren, gemeinsam kämpfen für unsere Rechte“ die 13. Sternfahrt der Biker Union e.V. (BU) nach Berlin. Alle zwei Jahre geht es in mehreren Demonstrationszügen quer durch Deutschland, um auf die spezifischen Belange der motorisierten Zweiradfahrer aufmerksam zu machen. Unterwegs schließen sich immer mehr Mitfahrer an, nicht nur BU-Mitglieder, sondern auch nicht organisierte Motorradfahrer. Chromblitzende Chopper fahren hinter schnittigen Sportmaschinen, hochbeinige Enduros hinter dicken Reisedampfern. Mehrere Kilometer lang ist der Konvoi, wenn er am Freitagabend auf der letzten Etappe am Partyplatz vor den Toren der Bundeshauptstadt eintrifft.

Höhepunkt der Veranstaltung ist die gemeinsame Schlußrunde am Samstag, den 24. August 2019 durch die Innenstadt von Berlin mit Zwischenstop vor dem Olympiastadion und Abschlußkundgebung vor dem Brandenburger Tor. Dazu werden mehr als 1.000 Motorräder, Roller, Gespanne, Trikes und Quads aus ganz Deutschland erwartet. Nach der Kundgebung geht es gemeinsam zurück zum Partygelände in Jühnsdorf, wo am Freitag und Samstag die große Fete für alle Sternfahrer und deren Gäste stattfindet. Der Eintritt zur Biker-Party in Jühnsdorf ist frei. Auch wer kein Motorrad fährt ist herzlich eingeladen, mitzufeiern.

Mit ihrer Sternfahrt demonstriert die Biker Union e.V. für praxisgerechte Regelungen für motorisierte Zwei- und Dreiradfahrer. Zudem protestiert sie gegen die immer gravierenderen Einschränkung der Rechte der Motorradfahrer. Schwerpunktthemen sind in diesem Jahr die Einbeziehung motorisierter Zweirädern in lokale, regionale und nationale Mobilitätskonzepte, die Nutzung der Rettungsgasse durch Einspurfahrzeuge im Stau auf der Autobahn sowie die Sperrung öffentlicher Straßen nur für motorisierte Zweiräder.

„Wir erleben immer wieder, daß motorisierte Zweiräder lediglich als lärmende Spaßfahrzeuge angesehen werden“, sagte Rolf „Hilton“ Frieling, Vorsitzender der Biker Union. „Vorurteile und mangelnder Sachverstand führen dazu, daß ihre Vorzüge, aber auch ihre spezifischen Belange in der Politik und den Behörden unter den Tisch fallen. Dabei können sie als vergleichsweise umweltfreundliches Verkehrsmittel viele unserer Mobilitätsprobleme lösen.

„Kein Mensch käme auf die Idee, eine öffentliche Straße für PKWs oder LKWs zu sperren, weil es dort viele Verkehrsunfälle gibt“, sagte Wolfgang „Wolf“ Klepsch, Pressesprecher der Biker Union. „Glücklicherweise haben bereits mehrere Gerichte mit genau dieser Begründung Sperrungen aufgehoben. Motorradfahrer, die mit ihren Steuergeldern den Bau und die Unterhaltung der Straßen mit finanzieren, dürfen nicht einfach ausgesperrt werden. Denn damit werden mögliche Probleme nicht gelöst, sondern nur auf andere Straßen verlagert.“ „Wichtige Themen auf der BU-Sternfahrt sind aber auch tödliche Gefahren für Biker im Straßenbau, wie z.B. durch unsachgemäße Ausbesserungsarbeiten mit Bitumen und gefährliche Leitplanken ohne speziellen Unterfahrschutz“, so Frieling.

„Die Sternfahrt wird an allen fünf Tagen und auf allen vier Routen als angemeldete Demonstration mit Polizeibegleitung durchgeführt“, sagte Tedy Bach, Vorstandsmitglied der BU. „Die Polizei regelt für uns den Verkehr und hält die Straßen für die Konvois frei. Die einzelnen Etappen führen überwiegend über Landstraßen. Aber auch die Zentren der Städte entlang der Routen werden nicht ausgelassen.“

Am Ende der jeweiligen Tagesetappen stehen kostenlose Übernachtungsplätze zur Verfügung, auf denen in gemütlicher Runde bei Speis und Trank sowie den üblichen „Benzingesprächen“ der Tag ausklingt. Damit werden die drei Säulen des Selbstverständnisses der BU „gemeinsam fahren – gemeinsam feiern – gemeinsame politische Arbeit“ auf ideale Weise miteinander verbunden.

Weitere Details zur BU-Sternfahrt, zu den politischen Zielen und den vier Fahrtrouten finden sich im Internet unter http://www.bu-sternfahrt.de.

Aktuelle Infos zur Biker Union e.V. stehen im Internet unter http://www.bikerunion.de zur Verfügung.

Biker Union e.V.
Mediendienst
Wolf Klepsch
Fuchstanzweg 19 *
65760 Eschborn
www.bikerunion.de * mailto:mediendienst@bikerunion.de 
Tel.:
0178-4478456

Weitre Infos zur Biker Union

Die Biker Union e.V. (BU) ist mit derzeit ca. 4.000 Mitgliedern die mit Abstand größte Interessenvertretung für Motorradfahrer in Deutschland. Bundesweit 11 Regionalbüros und ca. 65 BU-Stammtische bieten eine Anlaufstelle vor Ort und gemeinsame Aktivitäten für Mitglieder und Interessenten. Im Jahr 1986 gegründet, ist die BU auf allen Gebieten der Verkehrs- und der Umweltpolitik im nationalen und im internationalen Umfeld tätig. Sie vertritt die Belange der Motorradfahrer beim Thema Verkehrssicherheit und im Straßenbau. Darüber hinaus setzt sich die BU aktiv gegen die Diskriminierung von Motorradfahrern und insbesondere der MC-Szene ein. Neben der politischen Arbeit bilden das gemeinsame Fahren und das gemeinsame Feiern die drei Säulen ihres Selbstverständnisses. Die BU ist parteipolitisch neutral und unabhängig. Sie vertritt keine kommerziellen Interessen, sondern ist die Vertretung der Nutzer aller motorisierten Zwei- und Dreiräder. Alle Funktionsträger der BU arbeiten auf ehrenamtlicher Basis

08.08.2019

HOCHWERTÜBUNG

In Berlin fanden am 03.- und 04.August bei den „Finals 2019“ erstmalig Deutsche Meisterschaften in rd. 150 Disziplinen statt. Darunter Bahnrad als auch Fahrrad-Trial unter dem UCI-Dachverband. Die Bahnrad-Fans sahen die Radler im Velodrom, die Entscheidungen im Trial fielen im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark. Während man im Velodrom beginnend ermäßigt 8 Euro Eintritt berappen musste, konnte das Trial-Event kostenlos besucht werden.

Der Grund: Bike-Trial, einst in den frühen 1980er Jahren von Motorrad-Trialern ins Leben gerufen, ist eine recht neue Sportart. Und wenn die Berliner informiert sind über ein kostenloses Sport-Event, machen sie die Socken scharf. So wurden die Tribüne und der einsehbare Platz auf das Geschehen an beiden Tagen randvoll, gepaart mit den zahlreichen Angehörigen und Freunden der Aktiven. Von der trainingsaktiven Sportart kann zumindest in Deutschland noch keiner leben. Sie sorgt allerdings für viel Nervenkitzel und die Akteure werden von den Zuschauern mit tosendem Beifall honoriert.

Die Vorbedingungen - entsprechen Halbfinale - zur Deutschen Meisterschaft im Fahrrad-Trialsport fanden bereits für die 20“-Kategorie (Reifengröße) in Sulz und für die 26“-Kategorie in Potsdam statt.

Die Aufstellung in Berlin war am 1.Tag Kategorie 20“ wie folgt:

-Damen Jahrgang 2003 und älter

-Elite Jahrgang 2000 und älter

-Junioren Jahrgang 2001 und 2002.

 

Die Aufstellung am 2.Tag Kategorie 26“

-Elite Jahrgang 2000 und älter

-Junioren Jahrgang 2001 und 2002.

Es wurden 21 Starter, davon vier weiblich, gesichtet. Die Beteiligung bei den Aktiven aus Ostdeutschland betrug 14%. Hier ist Handlungsbedarf angesagt!

Bei dem hitzigen Wetter wurden die Fehlerpunkte nach einer neuen Methode vergeben. So wird die Sektion in sechs Hindernisse aufgeteilt. Wer alle Sektoren ohne Fehler meistert, erhält die Höchstpunktzahl 60. Fehler werden in Zehnerstufen geahndet und von der 60 abgezogen. Bisherige Punkte bleiben erhalten. So die Moralstärkung für den Fahrer – Pluspunkte verdauen besser als Strafen.

Es gab auch eine Mannschaftswertung DM 20“ und 26“ sowie Trialpokale  für die Junioren.

Den Sektionsbau besorgten Mitglieder des MSC Potsdam mit Unterstützung der elektronischen 3D-Projektierung durch Macher Frank Drygalla (auf berlinisch: Chef vond Janze).

Die Weltmeisterin Nina Reichenbach (20) konnte ihren Deutschen Meister von vor zwei Jahren zurückholen. Im vorigen Jahr trat sie wegen der Weltmeisterschaft nicht an.

Zweiter in der WM Dominik Oswald (22) gewann auch die Deutsche Meisterschaft in der Elite 20“ und belegte zusätzlich als Doppelstarter den 3.Platz in der 26“-Kategorie. In dieser Klasse wurde Andreas Strasser vom RKV Solidarität Dachau Deutscher Meister. Ältester war der beim Publikum beliebte Fahrer Hannes Herrmann (30) in der Kategorie 26“ vom MSC Thalheim.

Sachkundige Moderatoren hielten das Publikum auf dem Laufenden, Fernsehen nahm auf und sendete und Aktive und Zuschauer danken den Helfern und Organisatoren für das gelungene Event. Man trat als Gast den Heimweg an mit der Gewissheit, eine schöne Veranstaltung erlebt zu haben.

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05.08.2019

Enduro Cross Camp in Schrecksbach

Beim Enduro Cross Camp in Schrecksbach vom 02.-04.08.2019 wurde wieder gehörig Staub aufgewirbelt. Mehr als 100 Teilnehmer genossen das angenehme Wetter um auf der Strecke ihre Runden ohne Rennstress zu drehen. In einzelnen Gruppen je nach Vorlieben ging es nacheinander auf die Strecke.

So waren z.B. gut ein viertel der Teilnehmer Reiseenduristen, die nach einer Einführung in die Geländefahrtechnik auch mit ihren meistens an die 250 kg schweren Maschinen die Strecke meisterten. Daneben gab es Zeiten für Moto Cross, Hardenduro und Trial.

Das Enduro Cross Camp findet 2020 wieder Anfang August statt. Dann schon zum 10. Mal!

Die nächste Veranstaltung auf dem Motorsport Gelände in Schrecksbach ist der Deutschland Cup zum Classic Trial am 31.08. und 01.09.2019.

Weitere Infos unter:

http://www.mcs-schrecksbach.de/mcs-schrecksbach.de/Willkommen.htm

Textüberarbeitung: Güma

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05.08.2019

Die perfekte Trial-Nacht

WM-Star Franzi Kadlec siegt fehlerfrei vor Rekordkulisse beim 20. ADAC Nacht-Trial in Uslar-Fürstenhagen / 1.200 Zuschauer und optimale Bedingungen beim fünften Lauf zur

Deutschen Meisterschaft

Besser geht‘s nicht: Mit absolut fehlerfreier Fahrt hat der 22-jährige Franz Kadlec aus Reichersbeuern das 20. ADAC Nacht-Trial des MSC Weser-Solling in Uslar-Fürstenhagen gewonnen. Nach zügigem Ritt über drei Mal sieben Sektionen auf dem Off-Road-Gelände oberhalb von Fürstenhagen hatte der TRRS-Pilot als erster Fahrer in der Geschichte des seit 1986 ausgefahrenen Nacht-Trials null Fehler auf seiner Punktekarte stehen.

Zweiter beim fünften Lauf zur Deutschen Meisterschaft wurde der 22-jährige Max Faude aus Sindelfingen vor Paul Reumschüssel (19) aus Steinbach-Hallenberg. Mehr als 1.200 Zuschauer verfolgten bei trockenen Bedingungen und angenehmen Temperaturen die Trial-Fahrt durch den Solling. Auch das ist neuer Nacht-Trial-Rekord.

„Die vielen Zuschauer und die tolle Atmosphäre hier in Fürstenhagen sind wirklich einmalig in Deutschland“, sagte Kadlec mit dem Pokal der Stadt Uslar in den Händen. Der derzeit Achte der Trial-Weltmeisterschaft zog fokussiert und zügig seine Bahnen über die sehr technisch ausgelegten und bis zu 1,80 Meter hohen Sandsteinhindernisse. Als er nach nicht einmal 45 Minuten Fahrt kurz nach 21 Uhr aus der ersten Runde kam, blieb noch Zeit für einen selbstbewussten Spruch: „Eigentlich wollte ich bei Tageslicht fertig sein“, sagte der Oberbayer, der schon 2015 das Nacht-Trial gewonnen hat. Kadlec wies auf eine Besonderheit des über 30.000 Watt starken Flutlichts hin: „Das Schattenspiel zwischen Fahrer, Motorrad und Hindernis macht es schwer, die Distanz zwischen den Hindernissen richtig einzuschätzen, gerade wenn es dämmert.“

Lediglich drei Mal lag der Zweitplatzierte Max Faude bei der Fahrt zwischen Licht und Schatten daneben. „Das waren unnötige Fehler, aber nach überstandener Verletzung bin ich mit meiner heutigen Rückkehr in die DM dennoch sehr zufrieden“, sagte der Beta-Fahrer. Der angehende Kfz-Mechatroniker hatte beim WM-Lauf Anfang Juni in Japan einen Bänderriss erlitten und feuerte sich in Fürstenhagen lautstark selbst an, um mit maximalem Fokus in die Sektionen zu fahren.

Nur einen Punkt hinter Faude kam Paul Reumschüssel als Dritter auf seiner TRRS durch den Kurs. „Top Drei war heute mein Traumziel, und das habe ich erreicht. Es waren kleine Fehler: Hier hat mal eine Spur nicht ganz gepasst und dort lag ich mal ein kleines Stück daneben, dennoch ein toller Abend mit super Publikum“, so der Schüler aus Thüringen.

Auch das Team des MSC Weser-Solling zog eine rundum positive Bilanz. Zum ersten Mal in der 33jährigen Geschichte des Nacht-Trial ging es um DM-Punkte. „Wir haben der Deutschen Meisterschaft eine tolle Bühne geboten und als zuschauerträchtigstes Trial des Jahres vielleicht auch den Sport in Deutschland ein kleines Stück nach vorn gebracht“, sagte Dietrich Siemon, Erster Vorsitzender des MSC Weser-Solling. „Die Bedingungen mit extrem griffigen Sektionen nach dem Regen des Vortages waren ideal. Wir haben das Gelände ein halbes Jahr lang vorbereitet. Nach so einem Abend hat sich jede Arbeitsstunde gelohnt“, so Siemon, der gleichzeitig den rund 100 Helfern von MSC Weser-Solling, der Freiwilligen Feuerwehr Fürstenhagen, dem DRK Uslar und dem Technischen Hilfswerk aus Bad Lauterberg dankte.

   Lediglich bei der Versorgung musste die Küchencrew um Catering-Chef Diethelm Gerling angesichts der großen Zuschauerresonanz nachsteuern. 1.000 Bratwürste sowie 80 Kilo Kartoffeln und 20 Kilo Schinken für die legendäre Kartoffelpfanne an der Vereinshütte waren nicht genug. Angesichts des Ansturms der Gäste, der schon anderthalb Stunden vor dem Start des Nacht-Trials begonnen hatte, mussten die dem MSC eng verbundenen Gastwirtsfamilien Ackerhans aus Fürstenhagen und Hellwig aus Heisebeck kurzfristig reichlich Material nachlegen.
Ergebnis des 20. ADAC Nacht-Trials des MSC Weser-Solling e.V. Uslar-Fürstenhagen im ADAC (fünfter von acht Läufen zur Deutschen Trial-Meisterschaft) am 3. August 2019:

1. Franz Xaver Kadlec (TRRS), Reichersbeuern: 0 Strafpunkte
2. Max Faude (Beta), Sindelfingen: 3
3. Paul Reumschüssel (TRRS), Steinbach-Hallenberg: 4
4. Jan Peters (TRRS), Mölschbach: 5
5. Hendrik Binder (Beta), Kobern-Gondorf: 7
6. Sascha Neumann (Scorpa), Oßweil: 13
7. Joschka Kraft (TRRS), Hausach: 22
8.
Florian Resch (GasGas), Olching: 29
9.
Marvin Binder (Beta), Kobern-Gondorf: 30
10. Luca Winkler (GasGas), Eichenbühl: 34
11. Florian Ruedi (Beta), Ummendorf: 34
12. Felix Heller (TRRS), Nebringen: 36
13. Tobias Baptist (Montesa), Rauns: 50
14. Philipp Mackroth (GasGas), Langenfeld: 54
15. Christopher Wengler (GasGas), Reicholzried: 58
16. Max Reeb (Beta), Sausenheim: 67

Das Nacht-Trial des MSC Weser-Solling in Uslar-Fürstenhagen

Trial-Piloten sind die Akrobaten, Extremkletterer und Strategen des Motorradsports. Beim Trial gewinnt, wer mit seinem Motorrad schwierige Geländeabschnitte fehlerfrei meistert. Mit Körperbeherrschung und Gespür für die millimetergenaue Linie suchen Trialfahrer den besten Weg über Hindernisse und die perfekte Einheit mit ihrem rund 70 Kilogramm leichten Motorrad. Körperkontakt mit Hindernissen oder Bodenberührung mit den Füßen führen zu Strafpunkten. Geschwindigkeit spielt keine Rolle, es gibt lediglich ein Limit für die Fahrzeit. Trial ist die hohe Schule des Motorradfahrens. Beim Nacht-Trial in Fürstenhagen sorgt die Fahrt unter Flutlicht für zusätzliche Spannung und eine besondere Atmosphäre.

MSC Weser-Solling e.V. im ADAC Uslar-Fürstenhagen

E-Mail: nachttrial@gmx.de
Internet:  www.msc-weser-solling.de

Deutsche Motorrad-Trial-Meisterschaft
www.trial-dm.com

Text und Fotos: Heiner Spannuth

Textüberarbeitung: Güma

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31.07.2019

AUFGELESENES (Buchbesprechung)

Manch` Schrauber träumt von der Selbständigkeit bezüglich einer Motorrad-Werkstatt. Aber was tun, wenn der Laden nicht so richtig läuft? Der (motorradfahrende) Autor des Büchleins gibt darauf Antworten. Denen man nicht unbedingt glauben muss.

Er hört seit Jahren ganz genau hin, wenn sich Biker über die vielen Fragen des Seins unterhalten. Die Dialoge hat er geputzt und filtriert, gewürzt und mundgerecht angerichtet. Das Werk ist etwa zu vergleichen mit einem über „Versicherungsblüten“ – zum Schmunzeln bestens geeignet!

Autor: Uli Böckmann; Titel: Rider`s Digest  Dialoge ohne Helm und doppelten Boden; 144 Seiten; 50 farbige Abbildungen; Paperback; ISBN 978-3-95843-955-9; 12,99 Euro; HEEL

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29.07.2019

 

 

 

 

 

 

BMW Motorrad BoxerCup in Schleiz - Nate Kern gewinnt erstmals – Revanche am Sonntag von Höfer – Jürgens zweimal toller Dritter

Schleiz – Der BMW Motorrad BoxerCup promoted by WILBERS bestritt am vergangenen Wochenende sein drittes Event 2019. Vor fast 30.000 Zuschauern auf der herrlichen Naturstrecke in Schleiz begeisterte der BMW Motorrad BoxerCup erneut mit unglaublich spannenden Rennen und seinem Sound.

Wie schon bei den ersten beiden Rennen am Lausitzring und in Zolder setzte sich das Team-interne Duell der beiden Wunderlich-Piloten Christof „Fifty“ Höfer – dem bisherigen Dreifach-Saisonsieger – und Nate Kern aus den USA weiter fort. Kern brachte den Nachteil fehlender Streckenkenntnis und eines heftigen Jetlags mit nach Thüringen. Das sollte den Amerikaner jedoch nicht davon abhalten, seinem jüngeren Team-Kollegen im ersten Qualifying heftig Paroli zu bieten. Nach wenigen Minuten lagen die beiden WUNDER-Boys wieder wenige Hundertstel auseinander. Kern konterte 5 Minuten vor Schluss mit einer Traumrunde und entriss Höfer vorerst die Pole. Dieser legte in der letzten Runde noch einmal auf 1:37.221 nach und distanzierte Kern um zwei Zehntel.

Ein Mega-Leistung zeigte erneut Marvin Jürgens (Team Motorsport Burgdorf) mit Rang drei (1:39.241) auf der für ihn zunächst unbekannten Strecke. Damit ließ er die erfahren Haudegen Harald Kitsch (Team Ilmberger-Carbon, 1:39.365) und Fritz Spenner (ZF-Motorsport, 1:40.388) hinter sich. Auf Rang sechs zeigte Comic-Zeichner Holger Aue (1:41.469) eine sehr gute Leistung.

Das zweite Zeittraining stand erneut im Zeichen des Duells Kern gegen Höfer. Beide lieferten sich die bekannte Schlacht um Zehntel und hundertstel Sekunden. Letztlich konnte sich der Amerikaner – erstmals in Schleiz unterwegs – mit sagenhaften 1:36.508 die Pole vor „Fifty“ sichern, der mit 1:36.615 das berühmte Zehntel dahinter lag. Ein psychologisch wichtiger Erfolg für Kern, der sehnlichst auf seinen ersten Saison-Sieg wartete.

Die erste Startreihe komplettierte der erneut stark aufgelegte Marvin Jürgens (Team Motorsport Burgdorf) mit 1:37.863. Harald Kitsch (Team Ilmberger Carbon), Fritz Spenner (ZF-Motorsport) und Gaststarter Holger Aue (1:14.169) folgten in Reihe zwei.

Lauf 1 war an Spannung kaum zu überbieten. Kern startete gut und führte die ersten beiden Runden. Doch Höfer verringerte peu-a-peu den Abstand und ging in Runde vier erstmals vorbei. Der Amerikaner konterte danach wieder, als es in der achten Runde ans Überrunden ging. „Fifty“ übernahm in der vorletzten Runde die Pace, Kern in seinem direkten Windschatten. In der 6.-Gang-Bergab-Passage presste sich „N8“ in einem Wahnsinns-Manöver an seinem Team-Kollegen vorbei und verteidigte die knappe Führung bis in Ziel – mit 18 Hundertsteln Vorsprung!

Im Schatten der beiden Front-Helden fuhr Marvin Jürgens (Team Motorsport Burgdorf) souverän einen weiteren Treppchen-Rang (drei) nach Hause und verteidigte damit seinen zweiten Gesamt-Rang in der Punktewertung. Dahinter entschied Harald Kitsch auf dem Ilmberger-BMW den Fight um Platz vier für sich, knappe drei Zehntel vor ZF-Pilot Fritz Spenner. Kai-Uwe Lenz konnte mit Position sechs seinen ersten Erfolg verbuchen, nachdem er in der letzten Runde Gaststarter Holger Aue hinter sich ließ. Zuvor hatte der Berlin Marco Gluch lange vor Lenz gelegen, warf seine BoxerCup-BMW aber leider in den Schleiz-Kies. Burkhard Bender (Team ZF), René Iten und Daniel Werth (Team Junge Motorsport) komplettierten die Top-Ten.

Das zweite Schleiz-Rennen wurde zur Revanche-Vorstellung des „Fifty“ Höfer. Nate Kern übernahm von der Pole aus gleich die Spitze und setzte sich in den ersten zwei Umläufen um fast eine Sekunde von der Verfolgern ab. Aber sein ehrgeiziger Teamkollege robbte sich – mit Marvin Jürgens im Schlepptau! - langsam an den Führenden heran. Kurz vor Halbzeit übernahm Höfer die Führung. Kern pushte bei der Verfolgung etwas wenig zu hart, machte einen gröberen Fehler und damit eine Lücke von fast zwei Sekunden auf. Jürgens schlüpfte zudem vorbei, der Amerikaner musste sich erst wieder auf Platz zwei zurück kämpfen. Derweil konnte Chris Höfer seinen Vorsprung bis ins Ziel verwalten und sich mit 1.36,351 auch die absolut schnellste BoxerCup-Runde des Wochenendes gutschreiben lassen. „Ich bin sehr glücklich, dass ich vor meinen Fans hier in Schleiz wenigstens einmal gewinnen konnte“, so der Sieger vom Sonntag. Überglücklich auch Marvin Jürgens, der den beiden Wunderlich-Piloten gleich mal eine Kampfansage schickte: „Most, Assen und Hockenheim sind endlich Strecken, die ich gut kenne. Da möchte ich ein Wörtchen um den Sieg mitreden“, meinte der junge Fahrer von Motorsport Burgdorf selbstbewusst.

Auf den folgenden Rängen die übliche Verdächtigen: Harald Kitsch vor Fritz Spenner auf vier und fünf. Gaststarter Holger Aue ließ sich diesmal am Schluss nicht mehr überrumpeln und landete auf dem feinen sechsten Rang vor Kai-Uwe Lenz, Burkhard Bender, Marco Gluch und Daniel Werth.Nach fünf Wertungsläufen führt Chris Höfer mit nun 120 Punkten vor seinem Team-Kollegen Nate Kern (85 P.) und Marvin Jürgens (84 P.).

Fotos kann man hier ansehen:https://www.wilbers.de/news/bmw-boxercup-schleiz.html

Das nächste BoxerCup-Event findet in 14 Tagen in Most statt (09.-11.08.2019).

Pt. (überarbeitet: Güma)

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28.07.2019

Fledermaus-Party

Dass die fleischfressenden Fledermäuse (so die Deutung der Trachops) nicht nur nachtaktiv sind, bewies der Trachops MC Ludwigsfelde bei seiner Sommerparty am letzten Juli-Wochenende bei schönstem Wetter. Geboten wurde alles was das Bikerherz begehrt: Gute Versorgung fest und flüssig, vier Livebands und Dosenmucke, nette Leute, Händlermeile, Campground, Kinderfahrten, Abkühl-Pool, Pokalverleihung.

Einen breiten Zeitraum nahmen die Bikerspiele ein. Wer mit einem Pokal liebäugelte, musste ein Schweinsauge weit genug spucken, die Zeit bis zum Kolbenfresser eines gequälten Ford-Motors richtig schätzen, Eier weit werfen und fangen oder ein Rennen auf Kisten im Gleichgewicht behalten. Neben den Siegern der Spiele wurden der größte Club (Road Eagle MC Lissa) sowie die weiteste Anfahrt (Lone Star MC München) mit Pokalen bedacht. Letzter brachte als Geschenk süffiges Bbier der Marke „König Ludwig Dunkel“ zum Kosten mit.

Nach einem deftigen Frühstück machte sich der tapfere Rest der Teilnehmer am Sonntagmorgen auf den Heimweg.

Nächstes Event beim Trachops MC Ludwigsfelde die Herbstparty am 26.10.2019

Kontakt-Tel. 0172-307 55 60

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26.07.2019

LAMBRETTA ROLLER

Der Anstoß für den Bau von Motorrollern nach dem Weltkrieg II ist aus Italien gekommen. Stellvertretend hierfür die beiden Marken Vespa und Lambretta. Wofür sich zwei Lizenznehmer in Deutschland in den 1950er Jahren fanden. Während Vespa heute noch produziert, führten Missmanagement und wirtschaftliche Fehlentscheidungen zum Niedergang der Marke Lambretta.

Der Autor hat die einstige Erfolgsgeschichte der in Italien und von britischen Händlern modifizierten Sonderserien der Lambretta facettenreich nachgezeichnet, kritisch untermauert die Fakten durch Abschnitte „Im Spiegel der Presse“. Somit erhielt die Marke einen etwas anderen Stellenwert als die in Deutschland durch NSU gebaute, letzte beleuchtet durch ein ergänzendes Kapitel über 10 Seiten.

Im Abschnitt „Sondermodelle und Tuning“ kommt auch der Rennsport mit Motorrollern nicht zu kurz. Zudem dem renommierten Motorrad-Journalisten Carl Hertweck die Haare zu Berge standen! Dagegen hat im Jahr 1959 ein Trio bei der Scottish Six Days Trials zwar keine Lorbeeren geerntet, wohl aber alle Hindernisse ohne Ausfälle gemeistert.

Das Werk ermöglicht dem Leser Geschichte, Entwicklung, Modifikationen und Daten aller Lambretta-Fahrzeuge zu verfolgen und wurde um 60%  preisgesenkt.  Für Roller-Freaks heiß das: Zugreifen!

Autor: Pete Davies; Titel: Lambretta  Vespas große Konkurrenten; 184 Seiten; 226 Abbildungen; Gebunden; ISBN 978-3-613-03764-9; Ladenpreis (D) 9,99 Euro; Motorbuch

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25.07.20219

Das 5. Treffen der Bikerfreunde Goslar

war vom 12.7. bis 14.7.2019

Trotz des sehr durchwachsenen Wetters sind dann doch genügend Biker zum Fest angereist und wir hatten gemeinsam mit den Anwohnern von Weddingen eine Menge Spaß. Auch die Ausfahrt wurde durchgeführt obwohl es unterwegs wie aus Eimern geschüttet hat, doch die Mitfahrer wollten nicht aufgeben und haben es bis zum Ende durchgehalten. Echte Biker kennen eben kein schlechtes Wetter...

Ein Grund dafür war sicher aber auch, dass uns in diesem Jahr der NDR mit dem Kamerateam begleitet hat, um eine Reportage zu drehen über Motorradfahren im Harz. Aber auch beim Feiern war das Team noch dabei und hatte so die Möglichkeit einmal die verschiedensten Ansichten über Motorradfahren im Harz zu sammeln. Gesendet wird die Reportage am 30. August um 21:15h auf NDR.

Nach der Ausfahrt war das schon traditionelle Kaffee- und Kuchen-Buffet eröffnet, welches ausschließlich aus Spenden aus der Bevölkerung und dem Barock-Cafe Anders zusammengestellt war. Genau so war ein reichlich gefüllter Tombolatisch die Attraktion des Nachmittags am Samstag. Auch hier wurden wir von vielen ansässigen Geschäften der Region unterstützt. Hauptsponsor war die Firma Baumarkt Globus mit 1 Schlagbohmaschine, 1 Accu-Schrauber und einem Multifunktionsgerät. Trecker-Pulling und "Galgentrunk" sorgten für die auflockernde Abwechslung, bei der alle einen Riesenspass hatten.

Abends wurden dann die Sieger geehrt und die Hauptpreise der Tombola vergeben und danach wurde bei Musik vom DJ ordentlich abgerockt. Danke sagen die Bikerfreunde an alle Mitwirkenden und Sponsoren, die uns wieder in diesem Jahr so großzügig unterstützt haben. Natürlich auch ein dickes Dankeschön an alle Besucher ob motorisiert oder Fußgänger, ohne die ein solches Fest nicht laufen würde.

Im großen und Ganzen sind die Bikerfreunde Goslar, sehr zufrieden mit dem Verlauf des 5. Bikertreffens und freuen sich schon auf das nächste Treffen im Jahr 2020.

Weitere Informationen dazu findet man auf https://bikerfreundegoslar2014.jimdo.com/

und Ansprechpartner ist Gastgeber: Elke Kriegel

Tel.: Elke und Dieter unter 0171 1 207 206 

Textüberarbeitung: Güma

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10.07.2019

Alte Kameraden

Der Motorradclub Old Fellows ging vor zehn Jahren aus dem Phönix MC Berlin hervor. Und zwar von Mitgliedern, die nicht zum HA MC übergegangen sind. Seit fünf Jahren sind die Old Fellows in Berlin-Schönefeld unweit des Flugplatzes sesshaft und vor vier Jahren tragen sie mit Stolz das Kürzel MC. In diesem Jahr mussten drei Mitglieder die Vollmember-Taufe über sich ergehen lassen.

Zum ersten Juli-Samstag lud der Old Fellows MC die bikende Zunft zu seiner Zehnjahresfeier ein. Gegen 16 Uhr füllte sich das Gelände am Clubgebäude zusehends. Gezählt wurden über 20 Motorradclubs, knapp die Hälfte MCs. Sogar dänische Member des Wild Demons MC besuchten das Event, sie kamen per Flug. Die weiteste Anfahrt per Bike hatten die Member des Phönix MC aus Bonn mit fast 600km.

Geboten wurden beste Versorgung fest und flüssig unter Festzelten und im Clubraum, Händlermeile, Liveband „Free Ways“, Unterkunft für Weitgereiste.

Der vorausgesagte Regen setzte erst nach 19 Uhr ein. Er konnte die ausgelassene Stimmung nicht beeinträchtigen.   

Das Clubhaus ist jeden 2. - und 4. Freitag im Monat ab 19.30 Uhr geöffnet.

Anschrift: Old Fellows MC

Schwalbenweg 7,

12529 Berlin

Info-Tel. 0176-55 22 15 66

Gäste beim Old Fellows MC:
HA-MC Berlin, Red Devils MC, Bloody Devils MC, La Raza MC Germany, La Raza MC North, Eiserne Horde MC, Phönix MC Bonn, Partisanen MC, Wild Demons MC Danmark, WWOB, BSBN, Clover Rider, Einherjer, Freunde der Strasse, Gespann Stammtisch, Granate 17, HD 61, HD-DG, JBK, Mephisto`s Mob, Memento Mori, Sin City Demons,
Dotsch Riders MCs.

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09.07.2019

JAWA-Rocker

Zum 19.Mal ging das JAWA/CZ-Treffen vor dem ehemaligen Motorradmuseum in 15806 Wünsdorf über die Bühne. Die tschechischen Bikes wurden in den 1950er Jahren bis Mitte der 60er in großer Stückzahl in die DDR eingeführt. Allen Typen voran die JAWA 350 mit dem turbinenartigen Sound des Zweizylinder-Zweitaktmotors und der spritzigen Beschleunigung. Sie ist heute ein gefragtes Objekt unter Ehemaligen und Oldtimer-Freunden. Rd. 30 JAWA`s wurden gesichtet, dazu etliche andere Marken.

Schade nur, dass die „kleine Schwester“ namens CZ zu kurz kam, sie war jedenfalls nicht zu sehen.

Ein Besucher scherzte: „Die hat Hans Reiter aus dem Bielefelder Umfeld in Ostdeutschland für den Umbau zu Classic-Trialern aufgekauft“. 

Ein deftiger halbseitiger Artikel erschien am folgenden Montag in der regionalen MAZ, Beilage Zossen, über das JAWA-Treffen. Die Berichterin interviewte eine Handvoll Freaks, die bereitwillig Auskunft über ihre Lieblingsmarke gaben. Die seit 1929 Motorräder produzierte, somit genau 90 Jahre. Dass die Reporterin noch sieben Jahre dazu legte, fiel wohl niemandem auf.

Für die Organisation der Treffen a.a.O. zeichnet die Fleischerei Klauck in Zossen zuständig.

Die auch für das leibliche Wohl der Gäste und Marktanbieter sorgte. Ihr gilt der Dank aller Gäste und Händler.

Nächstes Event in Wünsdorf das AWO- und EMW-Treffen mit Teilemarkt am 10.August 2019.

Info-Tel. 0170-779 70 83

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01.07.2019

Summer Festival Börnichen

So, das Wochenende ist Geschichte! Es war super Wetter und am Samstag hat sich ab ca. 13 Uhr unser Festplatz in Börnichen mit knapp über 50 Fahrzeugen gefüllt! Damit war mein persönliches Ziel mit 50 Fahrzeugen geknackt. Unser 2. Zweiradtreffen zum Börnichener Summerfestival der Vereine, das erstmal von mir Organisiert hat viele schön Zweiräder zum Vorschein gebracht, egal ob seltene Schüttoff, DKW, MZ oder Simson Mokicks.... Es war alles vertreten...

Gegen 15 Uhr sind wir zu einer ca. einstündigen Ausfahrt rund um Börnichen gestartet.

Los ging es über Waldkirchen in die "Engelstadt" Grünhainichen. Weiter über Borstendorf, bekannt für seine Schachfiguren und Schachspieler nach Eppendorf und in die "Quarkstadt" Lippersdorf. Dort war ein kurzes Sammeln der Teilnehmer vor dem Rathaus angesagt. Danach ging es durch die Steinbrücke der Burg Rauenstein nach Lengefeld, Wünschendorf und zurück auf den Festplatz in Börnichen.

Selbst ein Fahrer eines Moped Simson SR2 ist die gesamte Strecke mit gefahren und hat gut durchgehalten.

Es gab ausschließlich positive Bekundungen zu unserem kurzen Nachmittagstreffen mit kleiner Ausfahrt. Daher werden ich es nächstes Jahr wieder in die Hände nehmen und dann machen wir den Dorfplatz voll!

(Die Veranstaltung fand in 09437 Börnichen/Erzgebirge bei Zschopau) statt.)

Email: mailto:chrisloske@gmail.com

Ch.L.

(Texstüberarbeitung: Güma)

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01-.07.2019

AWO-Stammtisch feierte Sommerparty

Der Danewitzer AWO-Stammtisch (BAR, BER, EW) wurde 1997 gegründet und besteht gegenwärtig aus 10 Mitgliedern. Sie hatten zum letzten Juni-Wochenende zu ihrer 23. Sommerparty eingeladen. Die meisten Teilnehmer fuhren bereits am Freitag ein, der Campground ist dann immerhin voll bezeltet. Bei der Gluthitze standen reichlich 100 AWO und EMW - die einzig produzierten Viertakt-Motorrädern in der DDR - auf dem Platz vor der Gaststätte „Alter Krug“. Dazwischen mal ein Russengespann, eine polnische Junak oder am Rande eine JAWA sowie eine Zündapp-Vierzylinder mit 800Kubik, Baujahr 1935 als vieldiskutierter Hingucker.

Weitgereiste zum Event war Romy aus Friedrichskoog/Elbemündung mit sage und schreibe 575km! Höhepunkt des Treffens war eine Vergleichsfahrt auf modifizierten oder originalen Gelände-AWOs von acht Treibern der Veranstalter und Gäste. Ein besonderer Dank gilt dem MC Klosterfelde, der seine Autocross-Strecke dafür uneigennützig zur Verfügung stellte.

Der Rest wie gewohnt: Bikerspiele, Wasserpool zum Erfrischen, Dosenmucke und Liveband, gute Versorgung und zahlloses Benzingerede im Festzelt und unter freiem Himmel. Und wer vor 19 Uhr das Spektakel verließ, erhielt die Hälfte des Unkostenbeitrages zurück. Alles in Allem ein gelungenes und gut organisiertes Treffen, an die die Gäste gern zurückdenken werden.

Kontakt Tel. 03338-35 08 23.

Nächstes AWO/EMW-Treffen am 10.08.2019 am ehemaligen Motorradmuseum 15806 Wünsdorf.

Kontakt Tel. 0170-779 70 83

Text: twostroke

Fotos: der-aluschweisser

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