Güma´s interaktive Motorradzeitschrift 2019

GiMZ

Viertes Vierteljahr 2019

Oktober - Dezember

Diese Motorradzeitschrift erscheint monatlich und soll für alle Bundesländer informieren. Mitarbeit erwünscht. Beiträge bitte per eMail zusenden, Bilder als .jpg in der Größe ca. 720 x 540 pixel = ca.1 MB, 25 x 28 cm (Bilder können auch von uns in der Größe geändert werden). Allen Texte müssen der Name und die Adresse des Autors beigefügt sein (an den Beitrag wird nur der Name oder das Kürzel des Autors angehängt). Beiträge werden redaktionell überprüft. Die Haftung für den jeweiligen Beitrag incl. der Bilder obliegt dem Autor.

(Sollte sich dieses Projekt in vernünftigem Rahmen aufbauen, kann ohne weiteres die Grundlage aus dem privaten Bereich herausgenommen und als eigenständig Internetseite  geführt werden!)

Zeitnahe Berichte - von Motorradfahrern

für Motorradfahrer

(Ich kann natürlich nicht immer selbst bei allen  Veranstaltungen sein. Deswegen meine Bitte, schickt Text und ein oder zwei Fotos von Veranstaltungen, die ihr besucht habt. Das ist wichtig! Und ihr unterstüzt damit die GiMZ.)

Bitte Eure Berichte mit ein bis drei Fotos über eMail:

G.Machalett@gmx.de

oder per Post  an:

Redaktion für Motorrad-Infos in Niedersachsen,

Postfach 43, 38316 Hornburg

zusenden

als Betreff bitte angeben: Beitrag für GiMZ (Veranstaltung)

Bilder können durch anklicken vergrößert werden!

Dann sind auch die Bildtitel zu lesen!

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Achtung! Wichtiger Hinweis:

Auf Grund der vielen und umfangreichen Beiträge mussten wir die Ausgabe der GiMZ in 4 Ausgaben  teilen.

Erste Ausgabe ist die GiMZ von Januar bis März, zweite Ausgabe April bis Juni, dritte Ausgabe von Juli bis September, vierte Ausgabe von Oktober  bis Dezember.

Zu den vorherigen Ausgaben der GiMZ bitte links in der Navigation anklicken!

16.10.2019

BSBN feierte Oldieparty

 

Die Member der Bikers´s Squad Berlin-Nord in Hennigsdorf nördlich von Berlin nennen ihre Herbstfeier Oldieparty. Sie fand aus "technischen Gründen" diesmal eine Woche vor dem gewohnten Termin, am 12.Oktober, statt.

Es kamen rd. 120 Gäste zum Ort des Geschehens, nicht ganz so viele wie üblich. Denn in und um Berlin gab es noch mehrere Bikerevents. Schließlich lockte die gute Verpflegung und auch für die Ohren war gesorgt: "Freeway" spielte auf und verschaffte den Gästen flotte Füße. Und obwohl personell geschwächt (Gute Besserung Daffi!) brachten die verbliebenen fünf Musiker sauberen Rock unters Volk. Die Stimmung war bestens und man feierte entspannt ins Wochenende.

 

Wer es verpasst hat, muss sich übrigens in Geduld üben: Die Glühweinparty entfällt im nächsten Jahr.
Anschrift
Biker´s Squad Berlin-Nord
Philipp-Pforr-Straße 9  
16761 Hennigsdorf
e-Mail: homer-duff@hotmail.de
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14.10.2019

Alte Kameraden - jung geblieben

Der Motorradclub Old Fellows ging vor einem Jahrzehnt aus dem Phönix MC Berlin hervor. Und zwar von Mitgliedern, die seinerzeit nicht zum HA MC übergegangen sind. Seit fünf Jahren sind sie in Berlin-Schönefeld sesshaft und seit vier Jahren MC.

Nach der Zehnjahresfeier im Juli d.J. luden die Member des Old Fellows MC  nun zum zweiten Oktober-Samstag zum Season End ein.

Bei dem schönen Wetter nahmen über 10 Motorradclubs sowie „Einzelkämpfer“ die Einladung wahr, da füllten sich Straße mit Bikes und das Clubhaus mit Gästen zusehends. Hierzu sein vermerkt, dass in und um Berlin etliche Bikerevents stattfanden. Bei bester Versorgung fest und flüssig am Grill und im Clubraum , unterm Festzelt und bei Tonnenfeuer ging die Party gut ab. In herzlicher Atmosphäre trafen sich Freunde und man lernte neue kennen. Nicht zu vergessen die einhergehende Geburtstagsfeier von Tom, von allen guten Wünschen überschüttet.

Das kleine, aber feine Event wurde bei Vollmondlicht mit einem deftigen Feuerwerk abgeschlossen.

Gäste beim Old Fellows MC

HA MC Berlin; La Raza MC Germany; La Raza MC North; Bad Rovers; Clover Rider; Gespann Stammtisch; HD Berlin 61; Tribe of Judah; Walhall; WWOB

Das Clubhaus ist jeden 2. - und 4.Freitag im Monat ab 19.30 Uhr geöffnet.

Info-Tel. 0176-55 22 15 66.

Anschrift:

Old Fellows MC

Schwalbenweg 7

12529 Berlin    

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13.10.2019

50. Internationales Ententreffen der MFW

 

Gleich zu Anfang der Hinweis, dass dieses Ententreffen nichts mit dem Federvieh Enten und auch nicht mit der Ente von Citroën - 2CV - zu tun hat, sondern mit dem Begründer dieses Treffens "Motorrad-Ente" - Carl-Heinrich Stiddien zusammenhängt, der schon als Kind den Spitznamen "Ente" hatte und das von ihm veranstaltete Motorradfahrertreffen  ausschließlich ein Motorrad-Treffen ist. Die Motorradfreunde Wolfenbüttel (MFW) sind ein freier Motorrad-Club, der keine vereinsmässige Bindung hat. Dieser Club besteht seit 1969 und hat in seiner langen Zeit schon einige Clublokale belegen müssen.

Los ging es 1970 am Fümmelsee bei Wolfenbüttel, dann kam die Waldwirtschaft zur Asse in Wittmar, die man fast schon als Stammlokal bezeichnen konnte. War der dortige Betreiber mal in Urlaub, so fanden die Treffen z.B. in Wendessen, Gastwirtschaft Hintze, statt, oder auch in Remlingen. Ausserdem fanden auch immer wieder Clubabende statt, die mit Kegeln, Bogen- oder Luftgewehrschiessen ausgefüllt waren.

Da seit 1. Januar 2017 der bisherige Treffpunkt und das Stammlokal (Waldwirtschaft zur Asse, Wittmar) der Motorradfreunde Wolfenbüttel (MFW) geschlossen ist, mußte man sich einen neuen Platz suchen und fand diesen in der Evessener Str. 1, 38173 Erkerode mit dem Vintage, eine Gaststätte mit sehr kompetenten und netten Besitzern! Ein Saal für Feiern und Feste ist auch  vorhanden! Zudem liegt diese Gaststätte auch gleich am Beginn der Strecke durch das Reitlingstal bis rauf zur Hochfläche des Elm und zum Tetzelstein, eine bei Motorradfahrern sehr beliebte Strecke mit Treffpunkt für Motorradfahrer am Tetzelstein.

Übrigens findet hier im Vintage auch jeden Donnerstag ab 19 Uhr das wöchentliche Treffen der MFW statt.

Bereits ab Freitag konnten die ersten Gäste eintreffen - am Samstag ging es dann richtig zur Sache mit vielen Benzingesprächen, Motorrad-Besichtigungen und gemütlichem Beisammensein. Petrus hatte dieses Jahr ein Einsehen und bescherte trockenes und nicht zu warmes Wetter. Über  die ganze Dauer des Treffens schätzt der Clubchef Ente, das ca. 500 Gäste das Lokal anliefen, von denen ca. 100 den ganzen Tag blieben.  Ente freute sich auch , dass die Gäste mit "richtigen" Motorrädern angereist waren. Genaue Zahlen lassen sich nicht feststellen, da ein ständiges Kommen und Wiederabfahren herrschte. Viele Motorradfahrer machten auf ihrer Durchfahrt zum Reitlingstal und Tetzelstein im Elm (beliebter Motorradfahrertreffpunkt) beim Treffen  der MFW Pause und fuhren dann weiter ihrem Ziel entgegen.

So gab es dann am Samstag Abend noch eine Tombola  und eine  Preisverleihung für ältesten Teilnehmer(-in), längste Anfahrt etc., jüngster  Teilnehmer zu der einige Firmen aus der Motorradbranche rund 250 Preise gestiftet hatten. Jedoch war wohl das Wichtigste, die vielen netten Gespräche, die die Besucher untereinander führen konnten - . Zudem lief dann im Saal über Beamer noch eine Filmvorführung, zusammengestellt aus vielen kleinen Videoaufnahmen aus den vergangenen 49 Treffen. Für das leibliche Wohl sorgte die Bedienung im Vintage ausgiebig, und jeder der Gäste dürfte wohl zufrieden gewesen sein. Wer wollte, konnte in seinem Zelt oder im Saal übernachten, um dann am Sonntagmorgen bei relativ trockenem Wetter die Heimfahrt anzutreten.

Ganz besonderen Dank gebührt den Helfern, hauptsächlich den Mitgliedern aus dem Verein der Motorradfahrer Wolfenbüttel, die in den ganzen Jahren so intensiv mitgeholfen haben, diese Treffen vorzubereiten und auch durchzuführen. Ohne sie wäre es kaum möglich gewesen, diese 50 Treffen überhaupt zu veranstalten.

Und der Hauptakteur der MFW, Motorrad-Ente, hofft, dass er auch noch das

60. Internationale Ententreffen mitgestalten kann - also Daumen hoch und nächstes Jahr gibt es dann das 51. Treffen!

Weitere Infos zum Ententreffen und zu dem MFW gibt es unter Tel.: 05331-32040,

eMail: Motorradente@t-online.de oder im Internet: http://www.motorradente.de./

Güma

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10.10.2019

Technorama Hildesheim  - Benzin im Blut

Am 14. und 15. September 2019 trafen sich bei bestem Wetter die Oldtimerfans mit Benzin  im  Blut  auf  der  Technorama.  Unter  den  rund  300  Oldtimerteilemarkt-Aussteller,  rund  250  Rennfahrer  und  15.000 Besuchern  herrschte  eine  tolle Stimmung. Die Schrauber, Sammler und Bastler waren damit beschäftigt, nach Ihren Teilen  zu  suchen,  Schlüssel  nachmachen  zu  lassen  oder  sich  nur  einen  neuen  Schrauberkittel zu gönnen. Die Clubpräsentationen waren sehr eindrucksvoll und die Besucher  konnten  sich  umfassend  informieren.  Zweifellos  waren  viele  fachkundige Spezialisten vor Ort.

Auch auf dem Oldtimertreffen wurden Kontakte geknüpft, Tipps ausgetauscht und die historischen  Schätze  bestaunt.  Viele  schöne  Fahrzeuge  mit  ihren  eigenen Geschichten waren auf dem Platz, u. a. ein Citroen SM mit Maseratimotor. Mit 230 km/h  war  dieser  Citroen  seinerzeit  das  schnellste  Straßenfahrzeug  und  wurde  von der französischen Polizei gefahren.

Bei  den  Oldtimer-Vergleichsläufen  starteten  rund  250  Rennfahrer  in  11 Wertungsklassen.  Darunter waren  einige  Motorradklassen,  eine  Gespannklasse, jeweils  eine  Klasse  für  Formel-  und  Vorkriegsfahrzeuge  und  einige Automobilklassen.  Wieder  mit  dabei  war  die  Gruppe  um  den  Audi  Imsa  GTO,  ein Audi Treser  sowie  historische  Motorräder internationaler  Marken. Die  Begeisterung unter den Fahrern und den Zuschauern war wie immer groß. Im Fahrerlager wurden die  Rennverläufe  besprochen,  wichtige  Details  bis  in  den  Abend  diskutiert  und  mit den Besuchern geplaudert. Es war ein tolles Wochenende und alle freuen sich schon auf das nächste Jahr!

Weitere Informationen unter http://www.technorama.de/

sowie auf Facebook und Instagram.

Facebook:http://www.facebook.de/technorama.der.oldtimermarkt.in.europa

Instagram: http://www.instagram.com/technorama_der.oldtimermarkt

Veranstalter Technorama

Jens Güttinger e. V.

Schülinstraße 1

89073 Ulm

Telefon 0049 (0)731 189 68-0

E-mail: mailto:info@technorama.de

Textüberarbeitung: Güma

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07.10.2019

Büffelauftrieb

Der Büffel MC Rehagen im brandenburgischen Kummersdorf-Alexanderdorf gehört mit 37 Jahren zu den ältesten Motorradclubs in Ostdeutschland und ist in Bikerkreisen eine konstante Größe. Selbst die berühmte Küche sorgt für ansehnliche Besucherzahlen. So auch am ersten Oktober-Samstag, zu dem der MC zur Herbstparty eingeladen hatte. Trotz wechselhaften Wetters waren Haus  und Platz gerammelt voll. So dass eine Auflistung der Gästeclubs nicht möglich war, es mögen etwa 15 MCs und etliche „Freie“ gewesen sein. Die Member des Road Rulers MC aus Ostfriesland hatten mit 550km die längste Anfahrt. 

Ein Spaß war das Mitfahren oder auch Selbstfahren mit einem Ural-Gespann, das „der Lange“ vom Gastgeberclub freigab. Ein betagter Gast fuhr damit wieder mal nach 50 Jahren auf einem Gespann, er war begeistert!

Es gab lecker Essen und Trinken, Händlermeile, Lagerfeuer und die Liveband „King Kreole“, die für ausgelassene Stimmung und Bewegung sorgte. Da blieb auch noch viel Raum für zahllose Benzingespräche. Es war eine schöne Party, die die Gemeinsamkeit der Biker manifestiert.

Nächstes Event ist die Glühweinparty am 07.Dezember.

Info-Tel. 0172-967 97 02; www.büffel-mc.de

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06.10.2019

Bad Harzburger Oldtimer-Treffen 2019

Sportpark an der Rennbahn Bad Harzburg

An den Tagen 5. und 6. Oktober 2019 jeweils ab 9.00 Uhr bis ? fand auf der Rennbahn in Bad Harzburg das Oldtimer-Treffen statt. Als Oldtimer-Freund hatte man hier die Gelegenheit, seltene Exemplare zu bestaunen und bei Fragen direkt einen Ansprechpartner zu finden. Ausgestellt wurden Old- und Youngtimer bis Baujahr 1987. Darunter auch Trecker, LKW´s, Motor- und Fahrräder sowie andere Liebhaberfahrzeuge. Neben den ausgestellten Fahrzeugen gab es auch eine Anzahl von Ständen mit allen möglichen Teilen – neu oder gebraucht – egal ob Werkzeug oder Zubehör oder auch Literatur für die verschiedensten Ansprüche.

Auch ein reichhaltiges Angebot an Getränken und Speisen war vorhanden und man bekam da noch überall einen Sitzplatz. Einzelne Teilnehmer waren praktisch aus ganz Deutschland angereist. Und gerade dieses freute die Veranstalter vom Veranstaltungszentrum Schladen, die früher schon seit vielen Jahren z.B. die Oldtimertreffen in Schladen und in Posthof ausgerichtet hatten.

Leider hatte Petrus nicht so sehr an diese Veranstaltung gedacht und so kam es, dass es auf dem Gelände nicht so ganz trocken war und auch am Tag vorher weiterer Regen herunter kam. Aber an zwei Tagen herrschte recht trockenes Wetter mit manchmal wunderbarem Sonnenschein, wenn die Temperatur auch kaum über 10 Grad anstieg - allerdings kamen wohl deswegen nicht so viele Motorradfahrer, wie wünschenswert gewesen wäre - die blieben dann anscheinend lieber zuhause.

weitere Infos:

Veranstaltungszentrum Schladen

Marktstr. 7

38315 Schladen

Tel.: 05335 / 905831

Fax: 05335 / 905999

E-Mail: mailto:info@vzschladen.com

Internet: http://vzschladen.com/

Güma

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04.10.2019

150. Mal Treffen

Am „Tag der Deutschen Einheit“ ging vor dem ehemaligen Motorradmuseum in 15806 Wünsdorf das Typenoffene Oldtimer & Youngtimer-Treffen der Baujahre bis in die 1920er zurück über die Bühne. Trotz Regen und auch sonnigen Abschnitten kamen zahlreiche Oldie-Treiber mit Fahrzeugen auf zwei-, drei- und vier Rädern. Dazu stand im Programm ein „Kleiner Teilemarkt“ – zahlloses Zeug wechselte die Besitzer, meist zu moderaten Preisen.

Und noch ein Jubiläum war an diesem Tag zu verzeichnen: Das 150. Meeting a.a.O. seit Gründung im Jahr 2000 durch Rainer Steckler (78). Der von der JAWA-Clique für seine Mühen und Aktivitäten einen Pokal erhielt.

Bei den Motorrädern standen diesmal eine JAWA 500 OHC Twin, eine HD WLA 45 sowie eine dänischen Nimbus 750 in der Diskussion. Aber auch die Biker erfreuten sich über manch` Auto vergangener Jahrzehnte sowie über das Wiedersehen nach langen Zeiten.

 Für den ordnungsgemäßen Ablauf des Events inklusive gastronomische Betreuung sorgte die Fleischerei Klauck aus Zossen. Die Treffen und Märkte werden am 26.Oktober in Wünsdorf mit einem „Großen Teilemarkt“ abgerundet.

Info-Tel.: 0170-779 70 83

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03.10.2019

Spannendes Finale am Hockenheimring beendet die Saison!

Die Superbike-Saison wurde zu Saisonbeginn auf das Finale in Hockenheim verschoben, da nicht nur wir mit unserem Neubau in Nordhorn etwas später fertig wurden als geplant, auch die Lieferung der neuen BMW S1000RR K67 und deren Racing-Parts hat sich verzögert…

Wir haben drei Monate an der Vorbereitung gearbeitet, dazu waren wir auf verschiedenen Rennstrecken unterwegs und haben zum Beispiel ein 6h Langstreckenrennen auf der berühmten Rennstrecke von Spa in Belgien absolviert! Wir gewannen das Rennen und brannten einen neuen Streckenrekord in den Asphalt!

Somit waren wir bereit für die IDM Superbike und sind schon im vorletzten Rennen in Assen mit Erfolg angetreten, um dann zum Finale in Hockenheim zu Reisen. We are back on the Podium und planen noch in diesem Jahr den ersten Superbike-Test in Spanien.

Der zweite Test in Spanien wird gemeinsam mit unserem BoxerCup in Valencia, in den ersten beiden Aprilwochen 2020 stattfinden. Nächstes Jahr sollten wir den Titel der IDM Superbike in Anspruch nehmen!

WILBERS

+49 5921 72 71 70
info@wilbers.de
http://www.wilbers.de/

Pt. (überarbeitet: Güma)

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01,10.2019

Auferstehung einer Legende – Egli Kawasaki Z1000

von Tom Bartels (ehemals Hornburg – jetzt Oberbayern)

Schon immer war es mein Traum, in meinem Leben eine Egli zu besitzen…. In meinem Jugendzimmer auf dem elterlichen Hof in Hornburg hing insofern auch über viele Jahre ein Bild der damals legendären Egli MRD-1. Leider war das passende Kleingeld seinerzeit nicht mal ansatzweise dafür vorhanden.

Für einen Rickman-Eigenbau (mit Egli-Höcker) reichte es zwar, aber es war halt nicht das Original.

Dann – einige Jahrzehnte später klingelte das Telefon und mein alter Freund Lutz rief mich aufgeregt an: …ein Arbeitskollege hätte noch sechs Kisten mit alten Egli-Teilen im Keller und wollte die für eine kleine Summe Euronen los werden!!!

Booaah…sofort kamen die Erinnerungen und Bilder bei mir angeschossen…! Gedacht-gesagt-gekauft…und die diversen Kisten mit (eigentlich) Egli-Kernschrott wanderten in meine Garage! Damit begannen dann 3 ½ Jahre der Restauration mit langen Werkstattwochenenden und Abenden. Nebenbei auch noch Rennstrecken-Termine und Vorbereitungen sowie die Touren auf dem normalen Straßenmoped  … was dem Haussegen nicht immer zuträglich war! Aber es ging voran … und davon möchte ich euch hier berichten. Mein alter Freund Günther Machalett (als Herausgeber der GiMZ) meinte zumindest, es könnte Euch interessieren….!

Es begann also im Sept. 2009 …

Die Kisten wurden gesichtet und es kamen ein völlig veranzter Motor, ein mit Flugrost überzogener Rahmen nebst Anbauteilen in gleicher Traumoptik, ein ausgehärteter Kabelbaum und eine weitgehend defekte Elektrik, verschlissene Vordergabel und hintere Federbeine, undichte Bremskolben und Pumpen, gesplitterte Verklei-dungsteile, verrosteter Tank und und und  zum Vorschein! Na Suuuuper – Glückskauf! Ich Depp….!!!

Aber es fehlten keine Teile und somit war die Basis schon mal vorhanden – das tröstete etwas. Nur die imaginäre Kassenkurbel drehte sich im Kopf wie ein Ventilator!! Das wird kosten! Aber wie sagte der geniale Schauspieler Detlef Buck einmal : „…lass kosten Ludwig – ich will den schnellsten Daimler diesseits des Urals!“ – also hopp und frisch ans Werk!

Folglich also erstmal sortieren in: 1. ist Schrott - muss neu; 2. geht noch - aber muss repariert werden
und 3. geht noch – aber muss aufgehübscht werden. Dazu galt es dann jeweils zu schauen, wo man neue Teile herbekommt, wo man alte Teile reparieren lassen und wo man gut optisch restaurieren kann. Das war ein viele Abende dauerndes Programm – und es zahlte sich halt aus, dass man lange in der Motorradszene ‚verdrahtet‘ war und zu jedem Thema jemanden ausfindig machen konnte, der jemanden kannte der jemanden kannte, der….!

Als erstes wurden also alle vernickelten Teile (gefühlte 100), wie Rahmen, Schwinge etc. nach Osterwiek zum chemischen ent- und neu vernickeln gebracht! Hierbei war es von Vorteil, dass der Rahmen nicht zu den ersten hartgelöteten Egli-Rahmen gehörte, sondern geschweißt war. Das Hartlot hätte sich sonst wohl eher ´verdünnisiert‘ und die Rahmenrohre in Einzelteile verwandelt!!!

Mit neuen Emil-Schwarz-Lagern im Lenkkopf und Schwinge ausgestattet, war der Rahmen dann wieder fein auf Hochform gebracht. Die Gabel war inzwischen auch überholt und mit härteren Federn, passendem Öl und neuen Dichtungen versehen. Gabelbrücken erstrahlten zudem im neuen Glanz… das sah auf der Bühne schon mal lecker aus!

Räder… ach ja – braucht sie wohl auch! Es waren bildschöne und seltene Egli-Mahle Magnesium Felgen (frühe Serie) dabei. Magnesium … oh oh… bei nicht fachgerechter Lagerung werden die im Alter spröde und porös (wie ich)!

Was weiß denn ich, wie die gelagert wurden...?!? Wattnu? Also ab nach Hanoi (die kleine Landeshauptstadt neben Braunschweig) zum Röntgen! Auch kein billiges Vergnügen … aber das Ergebnis war zum Aufatmen. Keine Haarrisse oder Alterungsschäden! …allerdings ohne jedwede Garantie der Röntgenfirma! OK… Mut zur Lücke, nen paar frische Oldstyle 18‘ Zöller Gummis drauf und rein damit! Nun stand Sie … allerdings noch ohne Vortrieb. Motor…? ja, sollte sie haben!

Hatte sie auch – einen Kawa Z1000 MK2 Motor, allerdings in jämmerlichem Innen- und Außenzustand! War ja klar…! Hier musste es also ebenfalls ans ‚Eingemachte‘ gehen! Zunächst wurde der Motor komplett entkernt und zum äußeren Salzstrahlen, inneren Spülen und neu lackieren gegeben.

Dann ging es an die Innereien. Sämtliche Lager neu – eh klar! Ausschleifen Laufbuchsen 1. Übermaß, neue JE-Slipperkolben aus Amerika, Pleuelgewichte austarieren, die gepresste Kurbelwelle verschweißen, Kopf Ein-Auslass und Ventilsitze bearbeiten, härtere Ventilfedern, bessere Dichtungen überall, 32’er Mikuni Flach- schieber (die bis heute rumzicken), Umbau der Kupplung auf Hydraulik, Entfernung der Kickstarterwelle, Vorbereitung auf neuen Heckölkühler und dann wieder alles zusammenbauen. Zeitbedarf ca 9 … ja… neun Monate!

Nebenbei wurde dann bereits bei Fa. Reinschüssel der Tank entrostet, versiegelt und mit neuem Tankdeckel (der 1’er VW-Golf-Deckel war mir doch etwas zu schnöde!!) und neuem Benzinhahn wieder aufgehübscht!

Bei der befreundeten PTB die massiven unschönen Fußrastenplatten durch wassergeschnittene filigranere Platten ersetzt und diverse Spezialteilchen gedreht, gefräst und gedengelt, die Bremsscheiben gestrahlt, plangeschliffen und kunststoffbeschichtet (nein – nicht die Reibflächen!!)! Danke Jürgen!!

Brems- und Kupplungspumpen und Ausgleichsbehälter besorgt; der Kröber-Drehzahlmesser überholt; der (damals unbeschreibliche) 300km/h Tacho restauriert; neue Koni-Federbeine besorgt (IKON); die benötigte neue Elektrik besorgt; der alte Auspuff wieder gestrahlt und lackiert; neue Züge und Bremsleitungen eingebaut;

und gefühlte 1000 Kleinteile besorgt.

Die Hochzeit des Motors mit dem Rahmen erwies sich dann allerdings für den unbedarften Egli-Schrauber als unlösbares Unterfangen. Es fehlten Distanzbuchsen, Messwerte, und viiiel Insiderwissen! Hier half dann der norddeutsche Egli-Papst Uwe Döbler aus Neustadt am Rübenberge weiter! Ohne ihn würde der Motor vermutlich heute noch daneben liegen!

Er drehte und fräste, baute die passende Kettenradaufnahme, optimierte den hinteren Bremsanker und zig weitere Teile, baute die neue Batterieaufnahme und letztlich … wurde Hochzeit gefeiert und der Knalltriebling saß im Zielort. Jubel im Lager der Turmspringer!! Danke nochmals Uwe!

Zurück in der heimischen Werkstatt… wurde allerdings schnell klar, dass ohne zündenden Funken auch keine Verknallung vom Trieblings-Sprit stattfinden würde!

Die Elektrik mußte also bei ‚die Ohren‘ gekriegt werden! Für mich, der bereits beim Installieren einer Steck-dose einen geflimmert bekommt, ein Buch mit sieben Siegeln. Also wieder ‚nen Fachmann besorgen´! Dieser machte sich dann auch bald ans Werk und hörte, nachdem er den alten spröden Kabelbaum und den Rest gesichtet hatte und ergo plötzlich mit grauen Haaren da stand, sofort wieder auf!

Der Plan mußte somit leider von ‚wieder herrichten‘ auf ‚alles neu macht der Mai‘ geändert werden!
Sämtlichen Altkomponenten (Zündspulen etc.) wurden vom Elektro-Zauberer durch moderne neue Ware ersetzt, Lenker-Armaturen, Zentraleinheit, Blinker, Rücklichteinheit etc. wurden durch Motogadget und Rizzoma Teile ersetzt. Das Zündschloss entfernt und gegen ein Chip-Schloss ersetzt und alle alten ranzigen Kabel durch neue Kupferstränge ersetzt sowie in herrlichen Textilschläuchen verpackt. Eine neue Kontrolllicht-Einheit musste noch her und dann sah alles wieder schnieke und akkurat aus. Für mich blieb diese ganze E-Klamotte allerdings nach wie vor ein ausgesprochen unheimliches Hexenwerk!!

Nun stand sie da… so rum … schon recht schick … aber irgendwie noch recht nackisch!!

Sicher – Stichwort Verkleidung! Das schicke rote Kleid sollte wieder dran! Ist ja irgendwie wie bei ‚ner Frau:  nackisch sieht sie schon lecker aus … aber im schicken Kleid ist‘s für den öffentlichen Aufritt doch irgendwie passiger!!! Es taten sich allerdings erneut Abgründe auf … ihr wisst schon: eh klar!!! Sämtliche alten GFK-Teile hatten spröde Stellen und Risse bzw. waren mit dicken Spachtelschichten oder kaschierenden Aufklebern versehen. Abhilfe in Form von Neuteilen war also auch hier unumgänglich!

Höcker, Verkleidung, Scheibe und Spiegel etc. waren auch bald besorgt und mussten nur noch passend gemacht werden. Nur noch….!!! Bald stand sie, jedoch im noch ungebügeltem Kleid, vor mir und wollte noch passend lackiert werden! Hab ich ihr dann auch noch gegönnt … wäre ja auch blöd, wenn nicht!

Als die frisch lackierten Teile dann angebaut, der Ölkühler wieder montiert und die frisch geladene Batterie angeschlossen war (das einzige was ich elektrisch kann), konnte zum ersten Mal der Apollo-Vorgang ‚Ignition sequence startet‘ durchgespielt werden….! Sprithahn auf – Choke raus – Zündung an – Mischer ¼ Umdrehung auf – push the button!!! …und daaaa… spröttelte sie – erst unwillig, bald aber schnell sauber und heiser aus der kurzen 4in1 bellend in ihr zweites Leben! WAS FÜR EIN MOMENT!  Dieser Ton, das röchelnde Ansaugen des Sauerstoffs durch die 32’er Mikunis, dass Rasseln der Steuerkette mitsamt dem mechanischen Konzert eines alten Z1000 Motors und die ungefiltert knallende Wiedergabe des verbrannten Sprits durch die kurze 4in1…..da musste zur Feier dann erstmal ´ne fette Zigarre und ein kaltes Wolters dran glauben! Die 3 ½ Jahre hatten es in sich, haben sich aber mehr als gelohnt.

Nachdem noch ein paar Kleinigkeiten ausgemerzt wurden, sollte dann am Wochenende die erste Ausfahrt erfolgen!

Und wieder hatte ich die Rechnung ohne den Wirt gemacht!!! Ja richtig … war eh klar! Ihr lernt!! Diesmal lag‘s jedoch weniger am ‚roten Teufel‘ sondern mehr an mir, dem wildem Reiter‘. Irgendwie war mir entfallen, dass ich inzwischen nicht mehr in der Blüte meiner Jugendjahre war, sondern leidlich auf die 50 zuging!
Denn nach 150 Kilometern hatte ICH: Sehnenscheidenentzündung rechts; eingedrückten außenliegenden Sixpack zentral;  Nacken steif; Kniee beidseitig Arsch und Rührei

Kurzum – wer sportlich auf Alteisen unterwegs sein will muss leiden!

Trotzdem ist’s noch heute immer wieder sehr emotional, dass rote Reit-Eisen aus der Garage zu befreien und ‚ne Runde im Voralpenland` zu drehen! Vielleicht sehen wir uns mal…..!

Text: Tom Ba

Überarbeitet: Güma

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