Güma´s interaktive Motorradzeitschrift 2021

GiMZ

Erstes Vierteljahr 2021

Januar - März

Diese Motorradzeitschrift erscheint im vierteljährlichen Rhythmus, wird jeweils nach Eingang von Berichten aktualisiert und soll für alle Bundesländer informieren. Mitarbeit erwünscht. Beiträge bitte per eMail zusenden, Bilder als .jpg in der Größe ca. 720 x 540 pixel = ca.1 MB, 25 x 28 cm (Bilder können auch von uns in der Größe geändert werden). Allen Texte müssen der Name und die Adresse des Autors beigefügt sein (an den Beitrag wird nur der Name oder das Kürzel des Autors angehängt). Beiträge werden redaktionell überprüft. Die Haftung für den jeweiligen Beitrag incl. der Bilder obliegt dem Autor.

(Sollte sich dieses Projekt in vernünftigem Rahmen aufbauen, kann ohne weiteres die Grundlage aus dem privaten Bereich herausgenommen und als eigenständig Internetseite  geführt werden!)

Zeitnahe Berichte - von Motorradfahrern

für Motorradfahrer

(Wir können natürlich nicht immer selbst bei allen  Veranstaltungen sein. Deswegen meine Bitte, schickt Text und drei bis sechs Fotos von Veranstaltungen, die ihr besucht habt. Das ist wichtig! Und ihr unterstüzt damit die GiMZ.)

Bitte Eure Berichte mit drei bis sechs Fotos über eMail:

G.Machalett@gmx.de

oder per Post  an:

Redaktion für Motorrad-Infos in Niedersachsen,

Postfach 43, 38316 Hornburg

zusenden

als Betreff bitte angeben: Beitrag für GiMZ (Veranstaltung)

 

Bilder können durch anklicken vergrößert werden!

Dann sind auch die Bildtitel zu lesen!

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Achtung! Wichtiger Hinweis:

Auf Grund der vielen und umfangreichen Beiträge mussten wir die Ausgabe der GiMZ in 4 Ausgaben  teilen.

Erste Ausgabe ist die GiMZ von Januar bis März, zweite Ausgabe April bis Juni, dritte Ausgabe von Juli bis September, vierte Ausgabe von Oktober  bis Dezember.

Zu den vorherigen Ausgaben der GiMZ bitte links in der Navigation anklicken!

22.03.2021

Biker unterstützen Bauern

Seit dem 26.Januar d.J. demonstrieren Landwirte in Berlin für bessere Agrarpolitik. Doch Agrarministerin Klöckner stellt sich quer. Im Fokus stehen Pläne zum Insektenschutz, dazu gab es deutschlandweit Proteste. Die Bauern befürchten Einbußen wegen strikterer Vorgaben zum Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Täglich gibt es Traktorkorsos in Berlin und sogenannte Mahnwachen, u.a. vor Ministerien. Die Demonstranten kommen aus allen Himmelsrichtungen. Eine junge Frau kam weit her aus Südafrika.

Diesmal, am vorletzten März-Sonntag, fanden die Demonstranten Unterstützung von Bikern auf rd. 150  Motorrädern. Denn immerhin sorgen die Bauern für unser täglich Brot!

Es war das erste große Event für das bikende Völkchen in der Corona-Krise. Mit der Hoffnung, dass sich die Zukunft wieder normalisiert. Ein großes Lob sei auch der Polizei ausgesprochen, die für den ordentlichen Ablauf der massigen Demonstration sorgte.

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Offener Brief zum Motorsport in den Zeiten der Pandemie

  

                                                                                                 Woltersdorf,

17.03.2021

MC Woltersdorf e.V. im ADMV

Vorsitzender

Werderstr. 72

15569 Woltersdorf

hasit@arcor.de

 

Sehr geehrte Damen und Herren

sehr geehrte Verantwortliche und Entscheidungsträger,

liebe Freunde des Motorsports,

die Auswirkungen der Pandemie sind gigantisch, wir Alle sind im persönlichen und beruflichen Leben davon betroffen. Auch die Sportler, Trainer und Organisatoren; ebenso die Fans, die einst ihren Idolen zujubeln konnten und nun seit Monaten auf den Bildschirm oder die stummen Printmedien angewiesen sind. In unregelmäßigen Abständen sind die Meinungen von Politikern zu lesen, welche die Erkenntnis gewonnen haben, „dass auch der soziale Frieden Schaden nehmen könnte, die Sportler die Lust und die Vereine ihre Daseinsberechtigung verlieren können“. Das stimmt - in kleinen Betrieben bis hin zu großen Unternehmen entstehen Existenzängste, so auch in den Organisationen des Sports. Sicherlich ist der Motorsport nicht „der Nabel der Welt“, aber er hat genauso seine Daseinsberechtigung wie jene Clubs, die sich um die Leichtathletik, Handball, Schwimmsport oder Fußball kümmern.

Ich lehne mich sicherlich nicht mit der Behauptung zu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass auf die Vereinsvorstände und die Sportwarte, Übungsleiter und verantwortliche Funktionäre Verlass ist. Wir haben gelernt, Schwierigkeiten und Probleme so zu meistern, dass es am Ende des Tages statt „schöner Reden“ ein praktisches Ergebnis gibt. Doch immer öfter ist die Unzufriedenheit in den Vereinen zu hören, so werden auch enttäuschte Stimmen im MC Woltersdorf laut. Da gibt es auf der einen Seite die gute Kooperation und das Verständnis der Genehmigungsbehörden, der Forst- oder Gemeinde-verwaltungen oder der unterstützenden Firmen. Und es gibt die Einsicht der Vereine, die Restriktionen der Pandemie nicht zu verteufeln, sondern die erbetenen Schutzmaßnahmen auch zusätzlich umzusetzen: Abstand halten, Hygienevorschriften beachten, bei der Anmeldung eine Gesichtsmaske tragen, auf Maßnahmen in Räumen möglichst verzichten und bei unumgänglicher Notwendigkeit gut zu lüften, auf Sitzmöglichkeiten beim Imbiss verzichten oder die Kontaktnachverfolgung der anwesenden Personen zu sichern.

Und trotzdem werden Trainings oder Wettbewerbe nicht zugelassen, bei Verstößen wird auf den Strafkatalog mit einer Auswahl zwischen 100,- € und 95.000,- € verwiesen.

Die Ablehnung kann verschiedene Gründe haben: Die Eindämmungs-verordnung lässt nur eine geringe Personenzahl zu, damit die Wahrscheinlichkeit der Ansteckung verringert wird. Das leuchtet ein, weil Faustkämpfer oder Handballspieler sich tatsächlich von Beginn an „berühren“. Auch im Fußball oder in der Leichtathletik kann das vorkommen, aber wie sollen sich Motorsportler in Vollverkleidung, samt Helm und Brille/Visier berühren und dabei Vieren übertragen? Wenn man versucht zu erklären, dass sich beim Training die Sportler auf dem Motorrad oder im Wagen gar nicht berühren können, spielt das in den Genehmigungsbehörden keine Rolle – Gesetz ist Gesetz. Motorsport ist in vielen Disziplinen eindeutig eine Individualsportart – trotzdem bleibt es beim Verbot, da nur in professionellen Sportarten Genehmigungen erteilt werden. Liest man die Definition zum „kontaktfreien Sport“, so heist es „keine Berührung der Sportler untereinander, kein Kontakt (!) zwischen den Sport treibenden oder Dritten“. Doch Dritte können auch Helfer in der Not oder der Rettungsdienst sein!

Wird daraus abgeleitet, dass Motorsport doch nicht kontaktfrei ist? Uns wurde im März ein Trainingswochenende im Enduro- und Trialsport untersagt, da gemäß Eindämmungsverordnung das Training als Veranstaltung mit Unterhaltungs-charakter eingestuft wird und mit mehr als 5 erwachsenen Personen aus mehr als 2 Haushalten nicht gestattet ist. Das Gesundheitsamt bezieht sich auf die gesetzliche Regelung, das muss akzeptiert werden. Aber diese starre Regelung 1:1 im Sport anzuwenden, ist einfach falsch und für die Aktiven enttäuschend. Konsequenzen sind damit vorprogrammiert; Sportler nutzen „freies Gelände und freie Wege“ um in „Eigenregie“, d.h. nicht organisiert, zu fahren.

An noch etwas wird scheinbar überhaupt nicht gedacht: Die Vereine benötigen für die Vorbereitung von Events und Meisterschaften organisatorischen Vorlauf. Es müssen Rettungs- Service- und Sicherheitsdienste gebunden werden, Cateringdienste sollen für die Versorgung sichern, Helfer werden benötigt, die Fahrerschaft muss eingeladen werden, damit der Veranstalter eine Starterliste erstellen kann. Und die Besucher/Fans möchten Bescheid wissen – dürfen wir kommen. Für diese Dinge zeichnen die Vereinsvorstände neben den Renn- und Fahrtleitungen Verantwortung; abgesehen davon, ob ein finanzielles Budget planbar ist. Oft sind dafür 396 Monate Vorlaufzeit notwendig, damit am Ende des Tages ein toller Event zustande kommt. In Ausnahmefällen reichen vielleicht auch einmal 2 Monate. Doch wenn die Vereine nicht planen können oder an den geschilderten Vorgaben „hängen bleiben“, steht jetzt schon fest, dass mit einer ausgedünnten Saison zu rechnen ist.

Seit einigen Tagen ist öfter zu vernehmen „wir müssen beim impfen jetzt Fahrt aufnehmen“. Wir möchten das auch! Dann aber müssen auf der einen Seite die bürokratischen Hinderungen beseitigt werden. Auf der anderen Seite sollten die Organisationen DOSB, DMSB, die LSB und KSB versuchen, gegenüber den Ordnung-/Genehmigungsbehörden deutlich zu machen, dass wir auch unter den Bedingungen der Pandemie mit klaren, Disziplin bezogenen Bestimmungen, Sport treiben können.

gez.

Harald Täger

 

Vita MC: gegründet 1958; aktuell ca. 150 Vereinsmitglieder; Ausrichter von DDR- Meisterschaften im Motocross, Trial und Geländesport, ebenso Bezirksmeisterschaften im Mopedcross und Rallyesport; nach 1990 Autotrial, Enduro und Motorrad-Klassik-Trial; mehrmals Durchführung von Deutschen Meisterschaften im Endurosport (2015 EM, 2018 WM); seit 1966 bekanntester Event „Novemberpokal“; aktive Sportler im Verein betreiben Enduro, Trial, Autotrial und Motocross.

 Legende: DOSB = Deutscher Olympischer Sport Bund; DMSB = Deutscher Motor Sport Bund; LSB = Landessportbund; KSB = Kreissportbund

Textüberarbeitung: Güma

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15.03.2021

ALLESKÖNNER (Buchvorstellung)

Haben Traktoren in einer Motorsportzeitung was verloren? Wenn sie UNIMOG heißen, haben sie das Recht dort erwähnt zu werden. Wer anderer Meinung ist, der siehe bei Hindenach: EUROPA TRUCK TRIAL nach. Da mischen die UniversaI-Motor-Geräte kräftig mit. Also rein damit!

 

Die Entwicklungsarbeiten am Unimog für landwirtschaftliche Anwendungen begannen gleich nach Kriegsende 1945 und ein Jahr später, also vor 75 Jahren, rollte das erste Gerät vom Band. Die Erlaubnis zum Bau wurde 1945 von den Besatzungsbehörden nur erteilt, weil das Fahrzeug keinen militärischen Zwecken diente. Aber es kam anders als Daimler-Benz 1950 das Gerät übernahm und die französische Armee 400 Unimog bestellte. 1952 begannen die Entwicklungsarbeiten an einem militärischen Sonderfahrzeug, mit einem „S“ gekennzeichnet.   Der Unimog gilt heute als der beste Allrad-LKW weltweit in 160 Ländern und als Inbegriff für Zuverlässigkeit und Vielfalt an Einsatzmöglichkeiten. So wählten die Leser der Zeitschrift OFF ROAD ihn zum 15.Male in Folge zum  Besten Geländewagen des Jahres.

Im Truck-Trialsport hat man die Typen 404S und 406 eingesetzt und bei den Rallye Dakar fungierten die Unimog als Wettbewerbs- und Hilfsfahrzeuge als auch zum Transport von Sportgerät. Nicht zu vergessen die Wohnwagen-Ausführungen für lange Reisen als auch den Höhenweltrekord in Chile mittels zweier Unimog. Siehe hierzu Buchvorstellung HÖHENREKORD auf der gleichen Seite.

Der Autor, überragender Kenner des Unimog-Feldes, hat die Typengeschichte anhand von Datentabellen, Bildern und Beschreibungen bis ins Detail umfassend dargestellt. Alles, was es zur Geschichte und Technik des Unimog zu sagen gibt, steht in diesem Buch.

Autor: Peter Schneider; Titel: UNIMOG ALLE TYPEN  ALLE MODELLE  ALLE DATEN SEIT 1946; 440 Seiten; ca. 600 Abbildungen; gebunden; ISBN 978-3-613-04373-2; 39,90 €uro (D); Motorbuch Verlag

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12.03.2021

LITTLE HONDA (Buchvorstellung)

Angekündigt und doch wieder zurückgezogen wurde das Buch mit o.g. Titel vor einem Jahr. Nun ist es da, mit einigen Seiten und Abbildungen mehr. Wenn auch die kultigen Motorzwerge von Honda mit Viertaktmotor, dem liegenden Zylinder und Schwanenhals-Ansaugrohr anfangs in Deutschland nicht die Masse waren, so wurden von der Super Cub Variante immerhin über 100 Millionen Stück verkauft. Dem Autor ist es mit dem Buch gelungen darzustellen, wie flexibel und ideenreich Honda die kleinen Maschinen vermarktete.

Dabei stehen weniger technische Ausführungen gepaart mit umfangreichen Datenblättern im Blickfeld, eher pfiffige Werbe- und Kulteffekte.

Dem Sport auf Straße und Gelände sind ganze sieben Seiten bereitgestellt. Vereinzelt sah man sie auch in den frühen 1960er Jahren im bundesdeutschen Trialsport in der kleinen Klasse. In der DDR debütierte die englische First Lady im Trial- und Endurosport Olga Kevelos (1923 – 2009) bei der XXXIX. Internationalen Sechstagefahrt 1964 in Erfurt mit der Honda 50.

Lt. Klassensieger Siegfried Rauhut war es ein Straßen-Mokick mit wenig Änderungen, wie Gelände-Bereifung und  -Lenker etc. Es war die einzige Viertakterin in den Klassen 50/75Kubik bei rd. 25 Startern. Leider hatte die Little Honda ihrer Fahrerin (damals 41 Jahre jung) schon am ersten Fahrtag die Treue gebrochen. Immerhin: Honda war dabei – man redete darüber!

Die Geschichte über Olga Kevelos damals in Erfurt ist bereits in www.guenthers-fotogalerie.de; Seite 20c-22 unter dem Titel LITTLE Honda (Vorab-Buchvorstellung) geschrieben.

        Urteil zum Buch: Wer Little Honda ehrt – empfehlenswert! 

Autor: Gerfried Vogt-Möbs; Titel: Little Honda Die legendären Kleinmotorräder Super Cub, Dax, Monkey; 184 Seiten; 293 Abbildungen; gebunden; 29,90 €uro (D); ISBN 978-3-667-11678-9; Delius Klasing Verlag 

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09.03.2021

Bienen und Wespen

(Buchvorstellung)

Weniger bekannt als die Vespa dürfte hierzulande die „fleißige Schwester“ Ape (Biene) auf drei Rädern aus dem Piaggio-Konzern sein. Genau wie der italienische Hersteller mit dem weltbekannten Roller in der entbehrungsfreien Zeit nach dem II.WK ein preiswertes Verkehrsmittel für jedermann schaffen wollte war seine Absicht, auch für die vielen kleinen Händler, Handwerker, Obstbauern und Gewerbetreibenden ein kostengünstiges Transportfahrzeug zu kreieren. Wenn heute die „Dreikantfeilen“ nahezu ausgestorben sind, so gehören sie in den südeuropäischen Ländern zum Straßenbild.

Der Autor als Szenekenner erzählt in diesem erweiterten Band die Erfolgsgeschichte der Ape von der Vergangenheit bis zur Gegenwart. Kein anderes Dreirad wurde weltweit häufiger gebaut. Das Buch bietet ein buntes Kaleidoskop mit viel Zeitkolorit rund um die trendige Ape. Jede Ausführungsvariante wird ausführlich „beleuchtet“.

Am Anfang stehen die Geschichte des Piaggio-Konzerns, die Entstehung der Ape als auch ein Abschnitt über Dreiradfahrzeuge in Deutschland.

Folgende Kapitel seien komprimiert genannt: Prototyp; Nachbauten und russisches „Bienchen“; Weiterentwicklungen; Schwerlast-Typen und Sattelzüge; Meisterwerk Ape TM Dieselausführung  Nutzmassen bis 800kg; Moped-Laster 50kubik; Retro-Ape aus Indien; die Bewirtungs-Ape Bier, Kaffee, Eis. Somit letzte bestens geeignet für die Versorgung bei Motorsport-Veranstaltungen.

Zu allen vorgestellten Fahrzeugtypen werden ausführliche technische Daten beigestellt. Es ist wohl kaum ein Transportproblem bis zu einer knappen Tonne denkbar, wofür ein Fahrzeug aus der Ape-Reihe nicht zu finden wäre. So auch überflüssig die Frage: Was kommt nach der Ape? Sie ist unsterblich!

Mit einem Abschnitt „Ape in der Kunst“ wird das interessante und reich bebilderte Buch abgerundet.

Autor: Günther Uhlig; Titel: Piaggio Ape  Die fleißige Schwester der Vespa; 296 Seiten; 560 Abbildungen; gebunden; ISBN 978-3-613-04339-8; Ladenpreis (D) 29,90; 

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01.03.2021

Nachruf

Verstorben ist Kraftfahrzeug-Meister Eberhardt Jung im Alter von 81 Jahren. Nahezu 60 Jahre betrieb er eine Motorrad-Werkstatt in Berlin-Pankow anfangs für JAWA/CZ, danach MZ. Von Anbeginn war es ihm stets ein Bedürfnis, seine Kunden mit Reparaturen, Teilen und Ratschlägen zufrieden zu stellen. Seine Devise: „Könnte zwar ohne Auto leben, nicht aber ohne Motorrad!“

In den 1960er Jahren und auch danach unterstützte er die JAWA/CZ-orientierten Trialsportler des MC Dynamo mit Reparaturleistungen und Ersatzteilen. Er selbst betrieb Rennsport auf JAWA 350 und in der 50-Kubik-Klasse. Unfälle und Operationen konnten ihn nicht entmutigen.

Lieber Eberhardt, die Bikergemeinschaft ist durch dein Ableben zutiefst betroffen. Uns bleibt die Erinnerung an einen herzlichen Menschen.

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01.03.2021

FIXE SACHSEN

(Buchvorstellung)

Wer in der sächsischen Fahrzeugindustrie recherchiert, findet rasch die Kürzel DKW, IFA und MZ. Im Jahr 1920 fuhr DKW seinen ersten Rennsieg auf dem Motorrad ein. Die Siege sollten sich in den Folgejahren auf der Straße, am Berg und auf der Bahn sowie bei Zuverlässigkeits- und Geländefahrten reichlich wiederholen.

Nach dem II. WK setzten sich die Sporterfolge des großen Motorradwerkes Zschopau unter den Marken IFA und ab 1956 MZ fort.

Der Autor hat gründlich recherchiert und die Geschichte des sächsischen Werkes bis zu seinem Ende 2008 facettenreich nachgezeichnet.

Aus dem Inhalt:

-Die Vorgeschichte unter DKW

-RT 125 und BK 350, Riedel-Anlasser

-Die Modellreihen ES, ETS, TS, ETZ, 500R und Seitenwagen

-Enduros und Kleinserien

-Siege und Sieger im Gelände

-Straßen-Rennsport

-MuZ und Rotax

-Yamaha-Motoren, E-Roller

-RT 125 und MZ 1000

Foto: Mehrfacher Meister im Trialsport Erhard Stiegler

 

Ein reichliches Drittel des Inhalts ist dem Enduro- und Straßenrennsport zugedacht. Der Trialsport ist ausgespart. Immerhin hat der Aktive Erhard Stiegler (Jg. 1935, Foto) zahlreiche DDR-Meistertitel auf MZ mit Werksunterstützung in den 1960er Jahren eingefahren. Zu allen vorgestellten Fahrzeugtypen werden ausführliche Daten beigestellt. Urteil: Das Buch ist empfehlenswert und sollte im Regal eines MZ-Fans keinesfalls fehlen.

Autor: Frank Rönicke; Titel: Das große MZ-Buch Die Zweitaktikonen; 240 Seiten; 400 Abbildungen; gebunden; ISBN 978-3-613-04375-6; Ladenpreis (D) 29,90 €uro; Motorbuch Verlag

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25.02.2021

Wir haben uns entschieden!

Auch im Jahr 2021 müssen wir unseren Motorrad-Gottesdienst in Buxtehude absagen. Eine Planung und Durchführung ist in der momentanen Situation nicht möglich.

Wir freuen uns natürlich auf 2022 und hoffen, Euch dann alle bei uns begrüßen zu dürfen. Ein Termin wird noch bekannt gegeben.

Bis dahin wünscht das MOGO-Team eine unfallfreie Motorrad-Saison.

Infos findet Ihr auf unserer Facebook-Seite oder unter www.mogo-buxtehude.de

Bleibt alle gesund!

Thorsten Kerth

Motorradgottesdienst Buxtehude

Internet und Presse

Staersbecker Weg 10 b
21647 Moisburg

Telefon- und Fax-Box: + 49 (0) 4165 / 2223283

D1: + 49 (0) 171 / 7856718
thorsten.kerth@mogo-buxtehude.de

www.mogo-buxtehude.de

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24.02.2021

SACHSENFAHRZEUGE

Ursprünglich hatte der Autor nur einen Band bei der Aufarbeitung der sächsischen Fahrzeugindustrie mit Schwerpunkt der Viertelmillionenstadt Chemnitz vorgesehen. Bei der Fülle des Stoffes war jedoch eine Aufteilung erforderlich. Der Teil 1 beinhaltet die Historie des Chemnitzer Fahrzeugbaus. Dann in Teil 2 werden Fahrzeugschicksale thematisiert. In Teil 3 stellt der Autor über 400 Rennfahrer, Schrauber und Funktionspersonen mit Text und über 1500 Abbildungen vor. Jede Motorsportart wird tangiert. Wie z.B. der Trialsport bei der „Trial-Dynastie Lasch“, nunmehr in der fünften Generation.

Es begann in den 1920er Jahren mit einer DKW-Werkstatt. Junior Heinz (Jg. 1922) fuhr nach dem II.WK Straßenrennen auf DKW/IFA 125. Sohn Steffen (Jg. 1947) setzte ebenso wie dessen Sohn Adrian (Jg. 1971) auf Trialsport. Enkel Nils (Jg. 2017) denkt zukunftsorientiert und betreibt bereits ein E-Bike. Ein Abschnitt beleuchtet die Geschichte der Ruttloff´schen Euro-Trialer. Namen werden genannt: Erhard Stiegler, Günter Merkel, Gert Seidel, Frank Böttcher, letzter mit den meisten DDR-Meistertiteln u.a.

Zahllos die Geschichten und Hintergrundinformationen. Z.B. unter welchen Umständen die Marke JAWA geboren wurde. Oder die Entwicklung der Elektronik-Zündung durch den Langstrecken-Reiter Dr. Dietmar Berghänel. Der Autor hat gründlich und beispiellos recherchiert. Ein gleichwertiges Gegenstück mit diesem Niveau wäre das 1929 erschienene Standardwerk von Curt Hanfland „Der neuzeitliche Maschinenbau“. Doch das ist reichlich dreimal so dick!

Autor: Frieder Bach; Titel: Fahrzeugspuren in Chemnitz Teil 3 Motorsport 1900-1990; 528 Seiten; über 1500 Abbildungen; gebunden; ISBN 978-3-96063-013-5; Ladenpreis 38,90 €uro; Mironde Verlag 

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22.02.2021

Offener Brief an alle Motorradfahrer. Respekt!

Die Saison hat ja nach diesem schönen sonnigen Wochenende offiziell begonnen.

Leider auch schon mit den ersten Toten und Verletzten in unseren Reihen.

Aber auch schon mit Beschwerden und Aufregungen (auch von Bikern) über die extreme Fahrweise einiger weniger Motorradfahrer. Ob auf einem Rad, zu schnell, aber auch zu laut, es ist für alle etwas dabei.

Der BVDM e.V. versucht an allen Fronten gegen Streckensperrungen und einseitige Tempolimits nur für Motorradfahrer zu kämpfen und sie zu verhindern. Auch auf dem Klageweg gegen die Behörden. Leider verstehen einzelne Fahrerinnen und Fahrer die Sache mit der Gashand und dem gesunden Menschenverstand nicht wirklich. Wir wollen keine Aufpasser, Moralapostel oder Blockwarte für uns Biker sein. Viele Motorradfahrer reden von Respekt und fordern ihn von anderen. Aber wir fordern auch gegenseitigen Respekt,  Respekt gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern und auch Respekt gegenüber den Anwohnern. Hierbei geht es nicht nur um die Geräusche, die verursacht werden und andere stören oder belästigen. Hier geht es auch um Unfälle und Menschenleben.

Im Sport, im Verein, im MC, auf der Arbeit und auch in der Familie gilt es Regeln einzuhalten. Macht man dies nicht, muss man mit Konsequenzen rechnen/ziehen. Keiner von uns fährt vorsätzlich bei rot über die Ampelkreuzung. Erstens kann das tödlich sein, zweitens zieht es möglicherweise eine Strafe/ Fahrverbot nach sich. Aber auf Landstraßen mit 150 +X km/h unterwegs zu sein, scheint gänzlich ungefährlich zu sein. Beispiel Kurve: Ihr fahrt so am Limit, dass ihr fast im Gegenverkehr seid. Der Biker, der euch entgegen kommt, fährt Ideallinie, er erschreckt und bremst kurz an. Das hat zur Folge, dass er etwas weiter rausgetragen wird und ihr euch vielleicht berührt und es zu einem Sturz kommt.

Liebe Biker, nehmt euch etwas zurück und fahrt halbwegs regelkonform. Keine gefährlichen Überholmanöver, keine Hochgeschwindigkeitsfahrten, dann sind eure Partner, Kinder und Eltern sowie Freunde dankbar, wenn ihr heile nach Hause kommt.

 

Wir fordern immer wieder Respekt, dann lasst uns auch Respekt zurückgeben!

BVDM e.V

Michael Wilczynski

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14.02.2021

KFZ-Veteranen (Buchvorstellung)

Kennen Sie die Motorradmarken MANET und EUROPA? Der Autor betätigt sich seit den 1960er Jahren als Restaurator, Sammler und Fahrer von historischen Fahrzeugen mit zwei-, drei- und vier Rädern und stellt 20 davon in Wort und Bild vor. Neben technischen Daten kommen auch interessante Geschichten und Kuriositäten aus der Zeit des „geplanten Mangels“ von Fahrrad mit Hilfsmotor über Motorräder, Klein-PKW bis hin zum Wohnmobil nicht zu kurz.

Das Buch ist amüsant zu lesen, wird mit rd. 30 wichtiger Schraubertipps von Abschleppen bis Zusammenfügen von Bauteilen abgerundet und kann insbesondere bei Reparatur, Aufbau und Instandsetzung von Veteranenfahrzeugen hilfreich sein.

Der Buchpreis dürfte nach einer erfolgreichen Arbeit in der Regel amortisiert sein. Empfehlenswert für Historiker, Technikinteressierte und Restaurateure.

Autor: Hubert Rödel; Titel: Kraftfahrzeugveteranen zwischen Mangel und Leidenschaft; 144 Seiten; 150 Abbildungen; gebunden; 28,5 x 22.5cm; Preis: 26,50 €uro; ISBN 978-3-96564-004-7; boettger-bildverlag

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12.02.2021

Positive Resonanz auf Eröffnung von MCA Frankfurt in der MainMetropole

Sehr positiv angenommen wurde die Eröffnung der Frankfurter MCA Dependance am ersten Februar in der Wächtersbacher Straße, die sich aktuell zu einem Motorrad Mekka für jeden Geschmack entwickelt. Nach einer knapp siebenwöchigen Umbauphase der 1600 m² großen Industriehalle nahe der Harley Factory erstrahlt das BMW Motorrad Ladengeschäft als erstes in ganz Deutschland mit einem einzigarten und völlig neuen Konzept.

Den Fokus bilden der Verkauf von Neu- und Gebrauchtmotorrädern, Ankauf sowie Service und Meisterwerkstatt und natürlich der Verkauf von Ersatzteilen, Zubehör und Bekleidung aus der Ride & Style Kollektion. Eines der Highlights ist unter anderem die Werkstatt mit Einblick ins Geschehen sowie die geräumigen Lounge Bereiche mit Wohlfühlfaktor und einer Bar, an der Kunden bedient werden. Das Thema Heritage erhält hier zudem einen hohen Stellenwert und überzeugt mit Authentizität und echten überdimensionalen historischen BMW Motorrad Bildern an den Wänden.

Das achtköpfige MCA Frankfurt Team ist bestens aufgestellt und bringt Fachkräfte aus allen Bereichen zusammen, um kunden- und serviceorientiert auf ganzer Linie zu überzeugen. Die Köpfe bilden Stefan Schmidt als Inhaber, der in der Motorradszene bereits seit vielen Jahren bekannt ist, gemeinsam mit den beiden Geschäftsführern und Motorrad-Enthusiasten Jan Kurpiella und Merlin Heilmann. „Wir möchten den Kauf einer BMW zu einem ganz besonderen Erlebnis für den Kunden zu machen. Auch im Bereich Service werden wir neue Maßstäbe setzen und unsere langjährige Erfahrung der bisherigen Standorte in Altendiez und Limburg mit einfließen lassen. Jeder ist und wird Willkommen sein!“ so Jan Kurpiella zum Auftakt.

Für den Saisonstart im März warten bereits besondere Highlights wie zum Beispiel die Bikes der „Editions 40 Years GS“, die überarbeitete R 1250 RT, die M 1000 RR sowie alle neuen Heritage Modelle der R NineT Reihe und R 18/Classic und die G 310 GS/R. Auf der Website von MCA Frankfurt finden sich alle Infos rund um BMW Motorrad in der Main-Metropole.

Inhaber Stefan Schmidt über sein neuestes Projekt: „Ich freue mich auf die neue Herausforderung BMW Motorrad in der Main Metropole Frankfurt in Szene zu setzen“.

Adresse: MCA Frankfurt GmbH, Wächtersbacher Straße 83, 60386 Frankfurt

Homepage / Soziale Netzwerke: www.mca-frankfurt.de /

Facebook: www.facebook.com/MCAFrankfurt

Instagram: www.instagram.com/mca_frankfurt/

Planung und Konzeption: BMW Motorrad Deutschland

Umbau und Gestaltung: r2m, 65582 Diez

Textüberarbeitung: Güma

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12.02.2021

„Fahrt ins Blaue 1“

Bayern, Ober- und Niederösterreich

Ein Jahr voller Überraschungen war 2020. Dies betraf auch unsere große Jahresreise, die unter dem Motto „Fahrt ins Blaue“ stand

Strecke: Westerwald, Würzburg, München, Passau, E 3, Wachau,    Melk, E 25, Purgstall (Österreich)

·          1.061  km (Womo), 840 km (Moto)

·          21 Tage

·          7 Stopps

·         Wetter: bewölkt bis sonnig, teilw. Gewitter,  20 – 32 Grad

In diesem Jahr ist wegen der Corona-Pandemie alles anders: die Reisezeit, die Fahrzeuge, die Dauer und die Ziele, die es nicht gibt. Der Plan ist, dass es keinen Plan gibt. Also eine Fahrt ins Blaue, die Überraschungtour 2020. Sicherheit steht im Vordergrund. Die Berichterstattung ist geprägt von persönlichen Impressionen. Was uns besonders gefallen oder beeindruckt hat, soll hier zur Sprache kommen. Für umfassende Informationen der Sehenswürdigkeiten gibt es ja den Reiseführer oder das Internet.

Um möglichst unabhängig zu sein, haben wir in diesem Jahr unsere eigenen Betten in einem Wohnmobil dabei. Die Motorräder werden in einem geschlossenen Anhänger mit Seilwinde transportiert. Sie werden nach Bedarf ausgeladen. Ggf. wird es Sternfahrten geben oder auch mal ein paar Tage auf zwei Rädern. Mal sehen.  Mit dabei auch zwei Elektrofahrräder, um schnell mal Besorgungen zu machen oder sich ein wenig zu trimmen. Wow, immer eigene bequeme Betten, das hat was! Aber vielleicht gibt es nicht sooo viel Abenteuerfeeling. Wir sind gespannt!

Von wegen weniger Abenteuerfeeling! Abenteuer der anderen Art ist angesagt – derzeit noch nicht auf zwei Rädern, aber am Cockpit. Breite breiter, Länge länger, Höhe höher, alles kein Problem. Aber… diese Tussi von vorne! Du denkst Dir nichts dabei, da kommt von vorne: „Was möchten Sie tun?“ Ich: „Huch! Äähhm, nichts!“ „Was möchten Sie tun?“ Ich:“ Verdammt, wie krieg ich das aus?“ „Bitte wiederholen Sie!“ Ich:“ Schnauze!“ „Ich verstehe nicht.“ Ich:“ Mann, das nervt!“ „Korrigieren Sie die Spracheinstellung!“ „???“ – Endlich Knopf gefunden, Stille – wie schön!“ Moderne Technik muss man erst mal lernen!

Bild 6 links: München 2013, damals mit meinem geliebten Dreirad – Bild 8 rechts: München 2020. Nichts geht mehr, Stau ohne Ende, fast unabhängig von der Tageszeit. Leider ist es heute fast unmöglich, vor Sehenswürdigkeiten ein Bild mit einem Fahrzeug zu machen. Das Dilemma: Alle wollen mit dem Auto in die Stadt und auch für die Zufahrt zum Campingplatz wird man mitten durch die Stadt geleitet. Die schöne Stadt erstickt in Autos. Das Verkehrskonzept gehört auf den Prüfstand. Der städtische Campingplatz Thalkirchen liegt zwar recht zentral und hübsch an der Isar, ist jedoch stark in die Jahre gekommen und nicht vorbuchbar. Dennoch war er für den Stadtbesuch okay. Neben den zahlreichen Sehenswürdigkeiten faszinierten uns besonders ein Spaziergang entlang der Isar und die „Stadtsurfer“ an einer Staustufe.

Wesentlich ruhiger und entspannter als in der Großstadt geht es im Bayrischen Wald zu. Außerdem versteht man hier etwas von Glaskunst und Dekoration. In Zwiesel, Bodenmais und anderen Glasdörfern schlägt das Herz der Glasfreunde höher. Aber auch tolle Deko-Ideen, z.B. mit einem ausrangierten Roller, sind ein Blickfang.  Buntes Glas und bunte Blumen kreativ in Szene gesetzt machen gute Laune und lassen das Verkehrschaos von München fast vergessen.

Nächste Station in Bayern: Passau, die Drei-Flüsse-Stadt. Nicht nur in Italien findet man Roller in lauschigen Gassen unter romantischen Gewölbebögen. Auch Passau bietet eine urige Altstadt mit steilen Gassen hinunter zur Donau. Und wenn nicht gerade Unmengen von Flusskreuzfahrt-Touristen die Altstadt verstopfen, wie derzeit im Jahr 2020, da diese Fahrten noch nicht stattfinden, dann kommt tatsächlich italienisches Flair auf. Man kann auch in Deutschland romantische Fleckchen finden.

Nun ist es bisher noch nicht dazu gekommen,  die eigenen Motorräder auszuladen und zu benutzen. Warum: Wir waren teilweise täglich an einem anderen Ort, so dass es sich nicht lohnte, die Bikes aus ihrer Garage zu holen. Zum anderen besuchten wir Verwandte und Freunde und hatten somit volles Programm. Hier haben wir die Zeit mit ausgiebigen Gesprächen und gutem Essen Motorrad frei hervorragend genutzt. Das sollte sich aber nun ändern mit dem nächsten Land: Österreich. Dort war die Pandemie-Situation zu dieser Zeit ähnlich wie in Deutschland: Masken beim Einkaufen, ansonsten keine Beschränkungen.

Erste, bisher „unerfahrene“ Region Österreichs: das Mühlviertel. Ein entspannteres Motorradfahren sogar am Wochenende haben wir so bisher kaum erlebt! Durch idyllische Täler wie das Naarntal und das Yspertal geht es auf überwiegend guten Straßen und Sträßchen bis auf 1.000m hinauf auf weite Höhen und durch dichte Wälder. Lauschige Plätzchen wie die Waldkapelle „Eisernes Bild“ laden zum Verweilen ein. Das Mühlviertel ist wirklich einen Ausflug wert genau wie etwas weiter östlich das Waldviertel.

Wunderschöne, (manchmal) blaue Donau – es ist ein Genuss, am Ufer des zweitlängsten Flusses Europas dahin zu gleiten, sei es auf dem Fahrrad oder mit dem Motorrad.  In Ober- und Niederösterreich führt die B3 meist direkt am Ufer entlang und es gibt zudem einen exzellent ausgebauten Radweg. Daher ging es auch mal mit den Fahrrädern den Strom entlang. Man kann ja schließlich nicht nur essen!

Der 2.850km lange Fluss durchfließt oder berührt zehn Länder, so viele wie kein anderer Fluss der Erde. (Wikipedia) Einen wunderbaren Campingplatz fanden wir übrigens in Au an der Donau, idealer  Ausgangspunkt für diverse Touren. Spezialität: Steckerlfisch! Sogar Schwimmen in der Donau in einer geschützten Bucht war hier möglich!

Genuss pur gibt es in der Wachau, einer ca. 35km langen Kulturlandschaft entlang der Donau in Niederösterreich zwischen Melk (mit seinem berühmten Stift) und Krems. Exzellente Weine, insbesondere der grüne Veltliner in den Ausbauformem Steinfeder, Federspiel und Smaragd, edle Brände, Jausenplatten und Marillenknödel kitzeln den Gaumen. Diese Genüsse gibt es, wenn eine der zahlreichen Buschenschänken „ausgsteckt“ hat, also ein Rad mit bunten Bändern aufgehängt hat. Klar ging´s danach zu Fuß zum örtlichen Stellplatz in Rossatz, der noch so gerade zum damaligen Zeitpunkt vom Donau-Hochwasser verschont geblieben war.

Von der Donau südlich bis an den Rand der Alpen mit Lunzer und Erlauf See erstreckt sich das abwechslungsreiche Mostviertel in Niederösterreich, geprägt durch eine grüne Hügellandschaft mit reichlich Streuobstwiesen, den Naturpark Ötscher mit den Ötschergräben, das Wildnisgebiet Dürrenstein und zahlreiche lauschige Täler. Bekannt sind auch die Eisenstraße und die Landeshauptstadt St. Pölten. Kulinarisch stehen natürlich alle möglichen Sorten Most sowie Obstbrände und -liköre an oberster Stelle. Zum Motorrad fahren abseits des Trubels eignet sich das Mostviertel hervorragend.

Dann sind sie endlich in Sicht: die imposanten Ausläufer der Alpen. Von Mostviertel in Niederösterreich aus geht es sanft aufi (bergan), bisweilen kurz obi (abwärts), zu den Göstlinger Alpen, einem Teil der nördlichen Kalkalpen. Sensationelle Täler und gefällige Anstiege werden zu einem Fahrgenuss im österreichischen Alpenvorland.

Das Fazit der 1. Etappe: Die erste Etappe unserer „Fahrt ins Blaue“ hat uns bereits in etlichen Dingen überrascht: Mit dem Mühl- und Waldviertel sowie dem Mostviertel lernten wir Regionen in Österreich kennen, die wir überhaupt nicht „auf dem Schirm“ hatten. Sowohl als Motorradtour-Regionen aber auch als lukullische Genussregionen haben wir diese Gegenden schätzen gelernt. Übernachtungsmäßig waren wir vielseitig unterwegs: Camping- und Stellplätze, Brauerei-Parkplatz, Donau-Hafen. Geschlafen haben wir bestens in den eigenen Betten.

Sehr gespannt sind wir nun auf eine für uns neue Landschaft Österreichs, auf die Steiermark.

Ulla Kugler

eMail: ukugler@t-online.de

Internet: https://www.ex-sozia.de/

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09.02.2021

MCA Nachwuchsrennfahrer Julius Caesar Rörig beim internationalen Northern Talent Cup 2021 mit am Start Start 

Von Alexandra Pantò

Das MCA Racing Team freut sich, bekannt zu geben, dass sein Nachwuchstalent Julius Caesar Rörig es im Alter von 14 Jahren bereits zum zweiten Mal geschafft, sich für den international stattfindenden NTC <<Road to MotoGP>> zu qualifizieren.

Der Northern Talent Cup, kurz NTC, richtet sich mit seinem <<Road to MotoGP>>-Programm an junge Fahrertalente im Alter von 12-17 Jahren im Straßenrennsport aus Nord- und  Zentraleuropa, um deren Motorsportkarriere in die richtig Bahn zu lenken und sich den Traum einer Laufbahn als Motorradrennfahrer zu erfüllen. Im vergangenen Jahr schloss Julius Caesar Rörig die Saison mit dem 15. Platz ab.

Als einer von 5 deutschen Fahrern bei insgesamt 26 Startern mit identischen KTM Motorrädern wird Julius mit den anderen jungen Talenten bei insgesamt 8 Events ihr Können unter Beweis stellen. Das Projekt wurde 2019 gemeinsam von der Dorna mit KTM und dem ADAC entwickelt und auf die Beine gestellt.

Der offizielle Vorsaisontest wird im April in der Motorsportarena Oschersleben stattfinden und den Weg für die Motorsportsaison 2021 ebnen. Dort startet Julius Caesar Rörig, seines Zeichens Sohn des passionierten Rennfahrers und Geschäftsführers der MCA Gruppe Stefan Schmidt, in sein erstes Rennen der Saison. Die weiteren Stationen des NTC werden im Rahmen der WorldSBK wie auch zu IDM und Moto GP Terminen wie folgt stattfinden:

Termine Northern Talent Cup 2021 https://www.northerntalentcup.com/

Textüberarbeitung: Güma

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08.02.2021

Szene feiert Online-Event der Bremen Classic Motorshow

Veranstalter der Klassikermesse sind sehr zufrieden

Spannend, kurzweilig, informativ, vielseitig, klasse: So haben zahlreiche Zuschauer das Online-Event der Bremen Classic Motorshow im Live-Chat und in den Social-Media-Kanälen gefeiert. „Ob Aussteller, Fachleute, Oldtimer-Enthusiasten oder Einsteiger: Die Resonanz auf die digitale Veranstaltung ist durchgehend positiv“, freut sich Hans Peter Schneider, Geschäftsführer der M3B GmbH, zu der auch die MESSE BREMEN gehört. Die Präsenzmesse hatten Frank Ruge, Projektleiter der Bremen Classic Motorshow, und sein Team wegen der Corona-Pandemie schweren Herzens abgesagt. Dafür haben sie für Oldtimer-Fans in nur wenigen Wochen ein fünfstündiges Online-Event auf die Beine gestellt. Am Samstag, 6. Februar 2021, präsentierten sie ihr digitales Programm auf www.classicmotorshow.de. Die Szene dankte es ihnen mit großer Wertschätzung und viel Lob.

13.323 Interessierte haben den fünfstündigen Live-Stream verfolgt. Die Veranstalter sind mit dem Ergebnis zufrieden und gehen von einer höheren Zahl aus, da viele Zuschauer das digitale Event vermutlich zu zweit verfolgten. Dafür sprechen auch die Zahlen am Montagmittag: „Seit Samstag wurde der Stream zum Saisonstart nachträglich mehr als doppelt so viel, also insgesamt über 34.200 Mal aufgerufen“, sagt Claudia Nötzelmann, Bereichsleiterin bei der MESSE BREMEN. „Und auch die einzelnen Beiträge in der Mediathek wurden zahlreich gesehen.“ Tendenz steigend. Die Messe-Macher aus Bremen gehen davon aus, dass sich die Videos viral noch weiterverbreiten werden.

Bildtexte:

Bild 1: Durch das fünfstündige Programm des Online-Events der Bremen Classic Motorshow führte Projektleiter Frank Ruge gemeinsam mit dem Journalisten und Oldtimer-Urgestein Johannes Hübner (rechts). (M3B GmbH/Jana Sordon)

Bild 2: Frank Ruge, Projektleiter der Bremen Classic Motorshow bei der MESSE BREMEN, eröffnete gemeinsam mit Geschäftsführer der M3B GmbH Hans Peter Schneider (rechts) das Online-Event am Samstag, 6. Februar 2021. (M3B GmbH/Jana Sordon)

Bild 3: Aus dem Studio der ÖVB-Arena: Über 13.000 Interessierte verfolgten am Samstag, 6. Februar 2021, den Live-Stream. (M3B GmbH/Jana Sordon)

Bild 4: Wir starten die Saison: Der Projektleiter der Bremen Classic Motorshow Frank Ruge ist sehr zufrieden mit dem Online-Event. (M3B GmbH/Jana Sordon)

Bild 5: Ein Blick hinter die Kulissen: Das Team der Bremen Classic Motorshow beantwortete Fragen im Live-Chat, in der Hotline und per E-Mail. (M3B GmbH/Jana Sordon)

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Nach Angaben der Veranstalter verzeichnete alleine der Online-Marktplatz während des Live-Streams über 5.250 Besucher und wurde seit Samstag mehr als 82.960 Mal geklickt. Die Plattform mit rund 1.620 Inseraten für klassische Fahrzeuge, Dienstleistungen, Teile und Automobilia hatten Ruge und sein Team auf ihrer Internetseite eingerichtet. Den Online-Marktplatz konnten Interessierte parallel zum Live-Stream besuchen.

„Der Erfolg macht deutlich, wie wichtig und richtig es war, dass wir das Online-Event umgesetzt haben“, so Nötzelmann. Projektleiter Frank Ruge ist sehr zufrieden. „Es ist hervorragend gelaufen, wir sind hocherfreut über so viel begeistertes Feedback. Dennoch hoffen wir, dass die 20. Ausgabe der Bremen Classic Motorshow als Präsenzmesse stattfindet.“ Sichtlich gerührt ergänzt er: „Die Unterstützung, die wir aus der Branche bekommen haben und der Aufwand, den viele auf sich genommen haben, zeigen, wie verbunden die Klassiker-Szene ist.“

Durch das kostenlose Programm führte Ruge gemeinsam mit dem Journalisten und Oldtimer-Urgestein Johannes Hübner. Der Projektleiter und das gesamte Team bekamen aus der Oldtimer-Szene sehr viel Lob für ihren Einsatz und ihr Engagement. „Es ist für viele ein schwieriges Jahr“, so Ruge. „Uns war es wichtig, mit dem Event zu sagen: Lasst den Kopf nicht hängen, wir lassen euch nicht im Stich, gemeinsam schaffen wir das.“

Wer das Online-Event verpasst hat, es nochmal sehen oder auf dem Online-Marktplatz stöbern möchte: Sowohl das digitale Programm der 19. Klassikermesse als auch die Angebote auf der Online-Börse stehen noch bis zum 1. Mai zur Verfügung. Den Termin für die Jubiläumsausgabe der Bremen Classic Motorshow gibt es ebenfalls: Sie ist von Freitag bis Sonntag, 4. bis 6. Februar 2022, als Präsenzmesse geplant.

Mehr Infos: www.classicmotorshow.de

Textüberarbeitung: Güma

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07.02.2021

Kurven- und Schräglagentraining im Süden

 

PS Motorradtraining-Süd

Als ‚Quotenpreiss‘ hat sich Tom Bartels (ehemals Motorradfreunde Iberg am Nordharz) mit seiner Frau Andrea in Bayern selbstständig gemacht.

In Haag in Oberbayern bietet er mit weiteren zwei Co-Instruktoren auf einem riesigen Trainingsgelände auf eigenen ‚Flügelmotorrädern“ ein sehr bewährtes Kurven- und Schräglagentraining an.

Zudem gibt der erfahrene Trainer (mit mehr als 45 Jahren Motorrad- und Rennstreckenerfahrung) noch Einzelinstruktionen auf der Landstraße und auch als Bergfahrtraining um die individuelle Sicherheit und das Fahrkönnen des Einzelnen zu verbessern! Hierbei wird intensiv auf die jeweiligen Bedürfnisse eingegangen und gezielt vermeintliche Schwachstellen optimiert.

Angesprochen werden sowohl Neu- und Wiedereinsteiger als auch erfahrene Motorradfahrer und Fahrerinnen, die in Punkto Sicherheit und Reserven ihr Fahrkönnen optimieren möchten.

Nach Absprache werden auch reine Frauentrainings angeboten - oder auch Trainings für Clubs oder Gruppen aus Motorrad-Foren!
Ebenso kann man bei Bedarf die rennstreckenerfahrenen Instruktoren Tom und Ronald
als persönlichen Instructor für EURE Renntrainings buchen.

Für die Weitgereisten werden auch Mehrtagesarrangements mit geführten Touren durchs Alpenvorland und durch die bayrischen Alpen incl. Übernachtungen angeboten.

Im Juni und September bieten Tom und Andrea zudem noch zwei Bergfahrtrainingswochen in Südtirol/Trentino und am Gardasee an. Hier geht es jeweils in geführten kleinen 5’er Gruppen auf wenig bekannten Tagesrouten durch die herrliche Bergwelt dort.

Tom faßt sein Konzept wie folgt zusammen :

Kurven fahren aber sicher und entspannt bei ausreichenden Reserven und das mit über 45 Grad Schräglage!
Das lernt Ihr bei uns in Haag in Oberbayern -natürlich vollkommen gefahrlos bis zur Haftungsgrenze des Reifens.

Egal ob Ihr Neuling, Wiedereinsteiger oder erfahrener Biker seid und unabhängig davon, welches Bike Ihr fahrt.

Wir zeigen Euch alles über:

 

                     die richtige Blick- und Linienführung

                     die richtige Fahrphysik

                     die richtige Körperhaltung

                     die individuelle Kurventechnik

                     die Reserven die Ihr noch habt

                 das Fingerspitzengefühl um die Haftungsgrenze zu erarbeiten

                    Schräglagentechniken richtig umzusetzen und natürlich das richtige Schräglagenfahren von übe 45 Grad mit ganz normalen Straßenreifen

                     unabhängig ob trockene oder nasse Fahrbahn

Ihr werdet staunen was alles möglich ist – probiert es aus – es lohnt sich garantiert ! Wenn Ihr es möchtet, bringen wir Euch auch gerne das Knieschleifen bei.

Wir stellen Euch natürlich unsere Trainingsbikes zur Verfügung. Auf unserem über 2500m² großen Trainingsgelände fahrt Ihr selbstverständlich auf original Straßenbelag! Qualität und Fachwissen zahlt sich aus, denn die Teilnehmer unserer Trainings kommen nicht nur aus ganz Süddeutschland sondern auch aus Österreich und der Schweiz zu uns!!

Bei Interesse informiert ihr Euch über all diese Angebote am Besten auf der Homepage :

https://www.ps-motorradtraining-sued.de/

Fotos von PS Motorradtraining-Süd zur Verfügung gestellt

Pt. Textüberarbeitung: Güma

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07.02.2021

„Über Grenzen“

18.000 Kilometer mit der 125er gen Osten

Ein Reisedokumentarfilm von Johannes Meier und Paul Hartmann

mit Margot Flügel-Anhalt und ihrem kleinen Motorrad

Ruhestand? Daran denkt Margot Flügel-Anhalt nun wirklich nicht. Im Gegenteil: Mit 64 Jahren erfüllt sich die äußerst fite Rentnerin einen lang gehegten Traum, steigt das erste Mal in ihrem Leben auf ein Motorrad und düst los. Einen Motorradführerschein besitzt sie nicht, doch ihr „alter grauer Lappen“ erlaubt noch das Fahren mit Zweirädern bis 125 Kubikzentimetern. Das muss nun reichen. In ihrem kleinen Dorf in Nordhessen startet die ehemalige Sozialpädagogin im Frühjahr 2018 ihre große Tour mit einer 125er Reiseenduro, auf der sie an 117 Tagen unglaubliche 18.046 Kilometer durch Osteuropa und Zentralasien „schrubbt“.

Margot Flügel-Anhalt überquert nicht nur die Grenzen von 18 Ländern, sondern auch die zwischen Menschen fremder Sprache und Kultur – und gerät immer wieder an ihre eigenen Grenzen-. Allein als ältere Frau unterwegs auf einem Motorrad, vorbei an atemberaubend schönen, rauen Landschaften, über die Wolga und das Pamir-Gebirge, durch Tadschikistan und den Iran, oft weit entfernt von Menschen und Zivilisationsmerkmalen. Nach 7000 Kilometern trifft sie Johannes Meier und Paul Hartmann, das Filmteam, das sie fortan mit der Kamera begleitet und mindestens auch moralisch unterstützt.

Ein Höhepunkt auf Margots langer Reise ist der Pamir Highway, die zweithöchste Fernstraße der Welt. Auf beachtlichen 1252 Kilometern verbindet der Pamir Highway die kirgisische Stadt Osch und Dushanbe, Hauptstadt Tadschikistans, führt auf seinem höchsten Punkt – 4655 Höhenmeter – über den Ak-Baital-Pass. Einzigartige Berglandschaften, faszinierende architektonische Zeugnisse und gastfreundliche Einheimische begeistern die Abenteurerin unterwegs. Margot erhält Aus- und Einblicke, die sie sich vor ihrem Aufbruch kaum je erträumt hätte. Aber auch technische Probleme, Stürze auf schlechten (Schotter-)Straßen und ein tödliches Attentat auf andere Reisende am Hindukusch, dem afghanisch-pakistanischen Gebirge, gehören zu den prägenden Erlebnissen ihrer Tour.

Doch trotz aller Widrigkeiten bleibt Margot on the road, um Grenzen zu überwinden – geografische, aber auch jene in den Köpfen. Und so „erfährt“ sie – buchstäblich –, dass im Iran zwar keine Helm-, dafür aber Kopftuchpflicht herrscht. Dort ist Frauen überdies das Motorradfahren streng verboten – entsprechend groß sind Neugier und Interesse an der fremden Bikerin aus dem Westen, die ihrerseits mit den Ungerechtigkeiten und der Unterdrückung im Land hadert.

Die überraschend offenen Gespräche mit Iranerinnen und Iranern sind emotionale Schlüsselmomente des Films. Die Dokumentarfilmer Johannes Meier und Paul Hartmann haben die Höhepunkte der Reise in Kirgisistan, Tadschikistan und dem Iran aufgenommen: die härtesten Herausforderungen, schönsten Landschaften und dramatischsten Wendepunkte. Auf den übrigen Wegstrecken filmte Margot selbst mit Handy und GoPro – auch auf dem Weg zurück ins nordhessische Thurnhosbach, in dem sie Ortsvorsteherin ist.

ÜBER GRENZEN ist ein mitreißend-authentischer Reisefilm geworden, der nicht nur durch außergewöhnliche Landschaftsaufnahmen von abgelegenen Regionen Europas und entlegenen Winkeln Asiens, sondern vor allem durch die Nähe zur Reisenden selbst und ihr ehrliches Erleben berührt. Margot Flügel-Anhalt hat das Reisefieber gepackt  und will weitere Länder erkunden.

Inzwischen hat sie auch einen Motorradführerschein gemacht.

Zur Person:

In Tuttlingen an der Donau (Baden-Württemberg) wird Margot Flügel-Anhalt 1953 geboren. Sie hat elf (Halb)Geschwister. In Freiburg studiert Margot Flügel-Anhalt drei Semester Sozialarbeit/Sozialpädagogik. 1974 reist sie nach Marokko, bleibt in Casablanca „hängen“ und arbeitet dort u.a. als Deutschlehrerin im Goethe-Institut. 1976 zieht sie nach Deutschland zurück und schließt in Berlin ihr Studium als Diplom-Sozialpädagogin ab. 1989 qualifiziert sich Margot Flügel-Anhalt an der Hochschule der Künste in Berlin zur Theaterpädagogin. 1993 zieht sie mit ihrer Familie nach Hessen. Bis Anfang 2018 arbeitet sie im Eschweger Rathaus als Diplom-Sozialpädagogin zunächst in der Jugend- und Mädchenarbeit, dann u.a. in der Förderung ehrenamtlichen Engagements, in der Flüchtlingshilfe und als Frauenbeauftragte im Personalbereich. Ehrenamtlich inszeniert sie mit Kindern und Jugendlichen Stücke für das „Junge Theater“ Eschwege. Körperlich fit hält sich Margot Flügel-Anhalt mit der Kampfkunst WingTsun, geistig fit mit Russisch, das sie an der Volkshochschule lernt. Seit 2015 ist sie Ortsvorsteherin im Stadtteil Thurnhosbach von Sontra (Nordhessen). Übrigens: Erst im Spätherbst 2018 – Monate nach ihrer langen Tour – besteht sie die Prüfung für ihren Motorrad-Führerschein. Für ihre Mammutreise auf der 125er Enduro durch Osteuropa und Zentralasien reichte ihr „alter Lappen“, der frühere graue Führerschein. Margot Flügel-Anhalt hat zwei Söhne und ein Enkelkind.

ZAHLEN:1 Rentnerin /11 PS /0 Motorradführerscheine /18 fremde Länder /18.046 Kilometer /117 Tage /12 Währungen /6 Visa /1 Kupplungshebel /5 Bremshebel /1 Spiegel /6 Ölwechsel /541 Liter Sprit /1 neue Kette /1 Tube Voltaren /5 Druckverbände /2 Packungen Aspirin /5 Zahnpastatuben /4 Zeitzonen /4 Vollmonde /3 Meere /234 Stunden Filmmaterial

Hinweis:

Man kann sich diese aufregende Dokumentation als Film ansehen (kommt in Kinos und Fernsehen), als DVD & BlueRay, oder auch als Buch zum Film lesen. Die Infos dazu und die Bestellmöglichkeiten findet man auf der Internetseite: https://www.über-grenzen.de/

Weitere Infos

Website: www.über-grenzen.de

Facebook: www.facebook.com/uebergrenzenfilm

Text und Bildmaterial wurde von über-grenzen zur Verfügung gestellt.

Text- und Bildbearbeitung: Güma

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06.02.2021

DAS JAHR 2020 (Buchvorstellung)

war für BMW MOTORRAD ein besonderes Jahr: Da feierte die Marke das 40. Geburtsjahr des Motorrades R 80 mit dem Kürzel G/S. Dessen sollten noch bis zum jüngsten Tag etliche folgen - von der G 310 GS bis zur  R 1250 GS Adventure. In der Edition MOTORRAD sind sie lückenlos in Wort und Bild aufgereiht: Mit vielen Geschichten, Daten und Fakten als auch den Vorgängermodellen – z.B. die Schek-BMW – untermauert. Die GS war ursprünglich eher als Lückenfüller gedacht, entpuppte sich bald als „schnelle Nummer“ dank 100.000er Biker weltweit

Der Rezensent beim Classic-Trial 1993 in Fürstenwalde/Spree auf einer abgespeckten BMW R 80 GS.
Der Rezensent beim Classic-Trial 1993 in Fürstenwalde/Spree auf einer abgespeckten BMW R 80 GS.

Das Vorwort zu der interessanten und preisgünstigen Broschüre schrieb Jörg Lohse, Vize-Chefredakteur MOTORRAD.

Leserkreis: Nicht nur BMW-Reiter.

Titel: Edition Motorrad 40 Jahre BMW GS; 132 Seiten; 222 Abbildungen; 215 x 280mm; Broschur; ISBN: 978-3-613-30968-5; Ladenpreis: 9,90 €uro (D) twostroke

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02.02.2021

HÖHENREKORD

Nach eineinhalb Jahren Vorbereitung brach im November 2019 ein zehnköpfiges Expeditionsteam nach Chile in die Atakama-Wüste auf. Ziel der Expedition war die Verbesserung der Sicherheit von Bergsteigern und Wissenschaftlern bei der Besteigung und Erforschung des höchsten Vulkans der Erde, des Ojos del Salado.

Weitere Ziele waren die Fahrzeug-Höhenerprobung für Rettungs- und Höheneinsätze sowie ein neuer Höhenweltrekord für Radfahrzeuge mittels zweier Unimog vom Typ U 5023. Noch nie hatte ein Kraftfahrzeug auf eigener Achse die Höhe von 6694m erreicht. Das Buch zeigt anhand von über 100 Fotos, wie das Team die Zielstellungen erreichte. Die Bilderklärungen sind in deutscher und englischer Sprache verfasst.

Leserkreis s.o. als auch Bergrettungspersonal, Truck-Trialsportler und Reisende mit schwerer Technik off the road.

Herausgeber: Unimog-Museum Gaggenau; Autoren: Alexandra und Matthias Jeschke; Titel: High Altitude Truck Expedtion/Höhenweltrekord mit Unimog; 52 Seiten; 106 Abbildungen; gebunden; ISBN 978-3-00-065843-3; Ladenpreis 19,90 €uro (D)  

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30.01.2021

Dürfen es einige Kubik mehr sein? (Buchvorstellung)

Der Hang nach mehr Hubraum ist bei Motorradfahrern aus verschiedenen Gründen ebenso alt wie das Motorrad selbst und macht bei kleineren Kubaturen am wenigsten halt.

Der Autor hatte mit Erfolg insbesondere für die Jugend über die 50-Kubiker früherer Jahre ein Buch geschrieben und nun ein Werk über die 80er der 1980er Jahre nachgelegt.

Rd. 25 Hersteller von Aspes bis Zündapp werden aufgeführt. Und letztendlich haben namhafte europäische Firmen durch verspäteten Eintritt in die neue Klasse die Segel streichen müssen. Als Sieger gingen wieder maI die großen Vier aus Fernost hervor. Der Leser findet in dem reich bebilderten Buch zahlreiches Hintergrundwissen gepaart mit Fakten wieso - weshalb - warum. Unbedingt empfehlenswert für Leser, die sich den zweistelligen Hubraumgrößen verschrieben haben.

Was nicht in dem Buche steht: Bei der XXXIX. Sechstagefahrt für Motorräder 1964 in Erfurt war die 75ccm-Klasse die einzige unter acht Klassen von 50- bis 750ccm, die ohne technische oder personenbedingte Ausfälle den anspruchsvollen Wettbewerb beendete. Bestückt war die erfolgreiche Klasse mit Simson- und DKW-Technik, letztere mit holländischen Fahrern. Ein Zeichen für die Qualität der Fahrzeuge als auch für die fahrerischen Fähigkeiten der Aktiven seinerzeit. Bei den Geländesportarten waren und sind die zweistelligen Hubraumklassen eher in der Minderheit – aber sie sind da! 

Autor: Frank Rönicke; Titel: JUNGS, EURE 80ER; 96 Seiten; ca. 165 Abbildungen; gebunden; ISBN 978-3-613-04326-8; 12,95 €uro (D); Motorbuch Verlag.

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19.01.2021

DA BEIßT

die Maus kein` Faden ab: Carl Jurisch (1904 – 1968), Konstrukteur, Fabrikant und Motorrad-Rennfahrer in einer Person, ist „Der Vater des deutschen Trialsports“ (Ottinger). Durch englische Freunde eingeladen, nahm Jurisch seit 1936 als erster Deutscher an der Schottischen Sechstagefahrt mehrmals teil. Er hatte als Bike eine Puch vorgesehen, doch NSKK-Korpsführer Adolf Hühnlein (1881 – 1942) befahl ihm, statt einer ausländischen eine deutsche Maschine zu fahren, die Wahl fiel auf DKW. Sogar eine Fußschaltung soll er sich eingebaut haben, ist sie vielleicht identisch mit der dargestellten in GiMZ PICT 1062 Seite 20c-24, Titel: Treffen Old-und Youngtimer in Wünsdorf?

Zurück kam Jurisch mit der „Albert-Memorial-Challange-Trophy“ sowie mit zahlreichen Ideen für die Zukunft dieser Motorsport-Disziplin in Deutschland. Aber seine Vorstellungen schmetterten bei Hühnlein ab: „Das ist was für Weicheier, wir brauchen harte Kerle“ oder so ähnlich!

Weiter im Jahr 1937: In dem Garnisonsort Wünsdorf, 40km südlich von Berlin, wird aus der Heereskraftfahrschule und der Kraftfahr-Lehr- und Versuchsabteilung die „Schule für Heeresmotorisierung“ gebildet. Dorthin wurde ein Großteil von Motorsportlern, egal auf wie viel Rädern, nach der Einberufung zur Wehrmacht beordert zwecks Ausbildung zu Militärkraftfahrern aller Colour. Auszubildende berichteten von einer stimmungsvollen Zeit gepaart mit vorbildlicher Sportkameradschaft.

Aber war denn neben der Ausbildung überhaupt noch Zeit für den Sport? Hierzu Heimatforscher Dr. Siegfried Wietstruk (1928 – 2019): Zu ihrer neuen Kaserne in Wünsdorf gehörte auch eine vielseitige Versuchs- und Geländestrecke, die nach dem Muster für Sprunggärten für Pferde angelegt war und dazu dienen sollte, Fahrer zu üben und Fahrzeuge im Geländefahren zu testen. Hier wechselten unterschiedliche Geländeschwierigkeiten – Sumpf, Lehm, Fließsand, steile sandige oder glatte Auf- und Abfahrten, gerillter und wellenförmiger Beton mit „Badewannen“, „Spargelfeldern“ und Geröll in Kurven und Steigungen in bunter Folge.    

Zur 1.Versuchskompanie gehörte die „Sportstaffel“, im Landserjargon „Rennstall des Heeres“ genannt, die die Wehrmacht bei großen Motorsportveranstaltungen, wie z.B. die alljährliche mehrtägige „Deutsche Mittelgebirgsfahrt“, vertrat. Siehe Foto G. Richter, Wünsdorf, aus dem Archiv Sengfelder bei einer schwierigen Auffahrt. Das Motorrad ist eine KKS 500 von Zündapp, das zusätzliche K der KS-Serie besagt dass der Motor in dem kleinen Kastenrahmen hängt. Wodurch rd. 10kg Gewicht gespart wird aber die Maschine nicht mehr seitenwagenfest ist.

Ob Carl Jurisch in dieser Einheit Dienst tat, ist nicht bekannt. Jedenfalls hat er Krieg und Gefangenschaft überlebt und die Entwicklung des Trialsports in der Nachkriegszeit unterstützt.

Zur o.g. Versuchskompanie sei noch erwähnt, dass hier zahlreiche Ausrüstungsgenstände erprobt wurden. So erhielt der weitbekannte 20Liter-Kanister hier seine letzte Reife. So gut, dass die Wirtschaft und auch viele fremde Armeen ihn übernahmen. Wie auch die ehemalige Sowjetarmee, es gab diesen Kanister auch mit russischer Schriftprägung. Gegenwärtig brilliert der ehemalige Garnisonsort 15806 Wünsdorf durch die Teilemärkte und Markentreffen, neun an der Zahl pro Jahr.

Möge das Glück zur Durchführung der Veranstaltungen in diesem Jahr auf unserer Seite stehen!

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18.01.2021

 

Bremen Classic Motorshow bietet vielfältiges Online-Event

Fahrzeug- und Teilebörse, besondere Oldtimer und ein Vorgeschmack auf 2021

Jetzt wird‘s spannend. Oldtimer-Fans sollten sich am Samstag, 6. Februar 2021, ein paar Stunden für ihre Leidenschaft reservieren. Denn die Macher der Bremen Classic Motorshow bieten von 15 bis 20 Uhr ein Online-Event und starten damit wie gewohnt die Oldtimer-Saison, allerdings Corona-bedingt digital. „Das Event besteht aus zwei Säulen“, erklärt Projektleiter Frank Ruge bei der MESSE BREMEN. „Einmal aus einem Online-Marktplatz für Fahrzeuge, Teile und Automobilia und parallel aus einem abwechslungsreichen, unterhaltenden und gleichzeitig informativen Programm mit Fahrzeugpräsentationen, Fachvorträgen, Vorstellung und mehr.“

Für den Live-Stream hat das Team der Bremen Classic Motorshow wesentliche Teile der Messe in digitaler Form aufbereitet. Interessierte können die Veranstaltung kostenlos und ohne Registrierung über die Internetseite www.classicmotorshow.de in heimischer Atmosphäre entspannt von der Couch aus verfolgen. Bei allen Programmpunkten werden die Zuschauer direkt über die Webseite interaktiv eingebunden, indem ihre Fragen per Chat oder Zuschauertelefon (+49 (0)421 3505 - 525) beantwortet werden. Das aktuelle Programm finden Interessierte ab kommender Woche auf der Internetseite. Durch das Event führt Ruge gemeinsam mit Johannes Hübner, Journalist, Preisträger „Goldener Kolben 2017“ und Oldtimer-Urgestein.

Fahrzeug- und Teilebörse sind bis zum 1. Mai auf dem Online-Marktplatz verfügbar

So geben die Veranstalter der Bremer Klassikermesse ihren Ausstellern auf dem Online-Marktplatz die Gelegenheit, mehrere Inserate mit Verkaufsangeboten kostenfrei einzustellen und bieten gleichzeitig den Besuchern die Möglichkeit, online auf Schnäppchenjagd zu gehen. „Unser Online-Marktplatz soll nicht mit anderen bekannten Online-Plattformen konkurrieren, sondern vielmehr Gelegenheit zum Stöbern bieten“, sagt Ruge. Die Inserate und die weiteren Inhalte des Online-Formats werden nach der Veranstaltung noch bis zum 1. Mai auf der Internetseite zur Verfügung stehen – es sei denn, die Fahrzeuge und Teile sind verkauft.  

Bildtexte:

Bild 1: Besitzer Cord Warneke (rechts im Bild) erzählt Johannes Hübner, der am 6. Februar das Online-Event moderiert, die außergewöhnliche Geschichte seines Motorrades, einer Rudge Spezial von 1937/38. Das Schmuckstück wird beim Online-Event der Bremen Classic Motorshow am Samstag, 6. Februar 2021, vorgestellt. © M3B GmbH/Sven Wedemeyer

Bild 2: Johannes Hübner (links im Bild) und Dennis Wachtel, Besitzer der DKW Werks-Rennmaschine DKW ORS 250, Baujahr 1938. Das Fahrzeug wird in der Motorrad-Sonderschau „Deutscher Meister – Europameister – Weltmeister“ im Rahmen des Online-Events zu sehen sein. © M3B GmbH/Sven Wedemeyer

Bild 3: Vorschau auf die Auto-Sonderschau „Biedermann & Brandstifter". Zu sehen sind Wolfgang Blaube, einer der Moderatoren des Online-Events, und Motor-Ingenieur Bernd Ramler. Ramler hat den Motor des Mercedes Benz 190 Evo II (rechts im Bild) mitentwickelt. © M3B GmbH/Sven Wedemeyer

Bild 4: Eines der Traumautos der 1930er: eine Maybach DS8 Zeppelin 1932. Im Rahmen des Online-Events präsentieren am Samstag, 6. Februar 2021, die Veranstalter der Bremen Classic Motorshow außergewöhnliche Oldtimer. © M3B GmbH/Sven Wedemeyer

 

„Junge Klassiker“ auch im Online-Format

Zwei weitere typische Elemente der Bremer Präsenz-Messe sind die TÜV-geprüften „Jungen Klassiker“ sowie die Vertreter der „Young Generation“, Autos der 70er bis 90er Jahre. Von beiden Kategorien werden beim Online-Event jeweils drei Autos präsentiert. Oldtimer-Fans können die Fahrzeuge online kaufen.

Sonderschau: Vorgeschmack auf die Jubiläumsausgabe 2022

Jetzt wird es emotional: Klassiker-Freunde können sich auf zwei Paare der ursprünglich für die Präsenzmesse 2021 geplanten Sonderschau „Biedermann & Brandstifter“ freuen: einen Renault 5 und Renault 5 Turbo sowie einen Mercedes-Benz 190 und Mercedes-Benz 190 Evo. „Hier setzen wir das hochgelobte Thema ‚Rivalen‘ aus 2020 fort. Allerdings nicht zwischen Marken, sondern innerhalb einer Marke, eines Typs, man könnte sagen: Unter automobilen Brüdern“, so Ruge. Auch für die Werksrennmotorräder von DKW und NSU gibt es eine kleine Vorschau. Beide Sonderschauen, „Biedermann & Brandstifter“ bei den Autos und „Deutscher Meister – Europameister – Weltmeister“ bei den Motorrädern, werden auf der Messe im Februar 2022 mit vielen Exponaten zu sehen sein.

Zudem wird der „Goldene Kolben 2021“ im Rahmen des Online-Events verliehen. Das Forum für Fahrzeuggeschichte, besser bekannt als F-kubik, ehrt seit 2006 auf der Bremen Classic Motorshow eine Persönlichkeit, die durch ihr Wirken besondere Verdienste um historische Authentizität der Fahrzeuggeschichte erworben hat. Den Preis erhält dieses Jahr Museums- und Ausstellungsgestalter Matthias Kaluza.

Abgerundet wird das Programm mit einem Talk zur Marktbeobachtung und -tendenzen für 2021, einem Expertenvortrag zum Thema zeitgenössisches Tuning der 70er, 80er und 90er Jahre sowie Präsentationen von besonderen Autos und Motorrädern wie einem Maybach DS8 Zeppelin, eines der Traumautos der 1930er, und einem exotischen Fiat 850 T Bertone Visitor Bus, aus dem schon der Papst Johannes Paul II den Gläubigen zugewunken haben soll.

Mehr auf: www.classicmotorshow.de.

Pt.

Textüberarbeitung: Güma

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06.01.2021

…und dann kommt einer und macht es einfach

 

Für Leitplanken gibt es verschiedene Anfangs- und Endkonstruktionen. Eine Variante ist die Absenkung ins Erdreich. Die Planke „wächst“ am Anfang praktisch aus dem Boden und verschwindet an deren Ende dort auch wieder.

Nachteil dieser Konstruktion: In den Bereichen der Absenkung wurde bisher kein Unterfahrschutz montiert, da dies gemäß der RPS (Richtlinien für passiven Schutz an Straßen durch Fahrzeug-Rückhaltesysteme) nicht vorgesehen war. Damit blieben diese Bereiche ungesichert und das lebensgefährliche Durchrutschen war weiterhin möglich.

 Im vergangenen Oktober erfuhren wir von der Firma Fechner Verkehrseinrichtungen, dass diese den Unterfahrschutz an der L3305 erstmalig erfolgreich in den Absenkungsbereich integriert und somit die gefährliche Lücke im System geschlossen hat. Die Idee dazu lieferte übrigens Ulrich Lotz von Hessen Mobil Straßen- und Verkehrsmanagement Schotten.

Wir fuhren zur L3305, machten Fotos von der neuen Bauart und wandten uns damit an die Gütegemeinschaft Stahlschutzplanken e.V.. Denn solange diese Bauart nicht in die RAL-RG 620 (Kompatible Stahlschutzplankensysteme der Gütegemeinschaft) und in die TÜL (Technische Übersichtsliste für Fahrzeug-Rückhaltesysteme in Deutschland) der BASt aufgenommen ist, ist sie rechtlich nicht abgesegnet. Der Ausschuss der Gütegemeinschaft tagte dazu Anfang November – mit positivem Ergebnis: Mit dem Ergänzungssatz Dezember 2020 soll die Konstruktion Einzug in die RAL-RG 620 halten und anschließend zur Begutachtung bei der BASt eingereicht werden. Dann können Leitplanken noch ein ganzes Stück sicherer gebaut werden – großartig!

MEHRSi gemeinnützige GmbH

Rheinstr. 14, 50321 Brühl

Tel.: 02232-2059642

Fax: 02232-2059643

Mobil: 0172-6272418

Email: monika.schwill@mehrsi.org

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Pt. (Textüberarbeitung: Güma)

Fotos: MEHRSi

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01.01.2021

MOTORRADKATALOG

Der Motorrad Katalog in der 52.Auflage ist raus!

Inhaltlich informiert er über die Sachgebiete Neuheiten, 125er, Roller, E-Bikes, Motocross, Trial, Enduro, Supermoto, Technische Daten und Adressen von Spezialisten und Herstellern.

Das Markenspektrum reicht bei über 44 Herstellern von Aprilia bis Zontes und in der Datentabelle Leichtkrafträder findet sich die Marke AJS wieder. Die sicher mit der englischen Traditionsmarke nichts gemein hat. Unter dem Markennamen Voge, sprich Woutsch, will der chinesische Loncin-Konzern jetzt mit eigenen Motorrädern in Europa Fuß fassen.

Reichlich 10% des Inhaltes wird der Technik für alle typischen Motorradsportarten bereitgestellt. Davon zwei Seiten für Trialbikes von Beta, Electric Motion (E), GasGas, Montesa, Oset (E), Scorpa, TRRS und Vertigo. Die „Nischendisziplin“ Supermoto muss mit den Marken Honda, KTM, Husquarna und TM Racing mit einer Seite vorliebnehmen.

Titel: Motorrad Katalog Jahrgang 2021; 256 Seiten; ca. 1300 Abbildungen; Einband KT; Ladenpreis 9,50 €uro (D); ISBN 978-3-613-30943-2; Motorbuch Verlag

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01.01.2021

„Das TrialKollektiv Rüderdorf“

3. Nikolaus Trial Rüdersdorf

Zum 3. Mal hat Das TrialKollektiv Rüdersdorf gemeinsam mit den Enduro-Sportfreunden vom MC-Woltersdorf e.V. im ADMV die am 05. Dezember geplante Nikolaus Gelände Motorradveranstaltung vorbereitet. Es sollte unser Zehntes Motorrad Trial im siebenten Jahr des Bestehens vom TrialKollektiv Rüdersdorf werden.

Die notwendigen Anträge beim Landrat des Landkreises Märkisch-Oderland für die Ausnahmezulassung für eine Motorsportveranstaltung gem. §3 Abs. 6 LImschG wurden rechtzeitig eingereicht. Die Forst, das Ordnungs- und Umweltamt gaben bereits unter Vorbehalt ihr OK. Das Gesundheitsamt musste sich allerdings aus gegebenem Anlass bis zur buchstäblichen letzten Minute die Zusage offen halten.

Wir waren uns dessen bewusst, haben aber dennoch an einigen Wochenenden vorher mit dem Sektionsbau begonnen. 15 Natursektionen und dazu ein ordentlicher Rundkurs sind nun mal nicht so eben abgeliefert. In diesem Zusammenhang möchte ich mich recht herzlich bei unseren Neuen freiwilligen Helfern bedanken. Andreas, Gerti, Ali, Artur und Maria so wie Heiko von den Endurofahrern haben, wie schon zum Klassik Trial Rüdersdorf im September, Samstag und Sonntag viel Zeit und Energie aufgebracht um die 15 Sektionen mit 4 Spuren anspruchsvoll anbieten zu können.

Der durch die Bundes- und Landesregierung verordnete Teil-Lockdown, im Land Brandenburg noch relativ großzügig gehandhabt, machte vor unserem letzten Trial-Treffen des Jahres 2020 dennoch keinen Halt und uns somit einen Strich durch die Rechnung.

Schade. Aber mit Blick nach vorn hoffen wir auf ein Frühjahrs-Trial 2021. Die Termine 2021 werden hier und in den einschlägigen Foren rechtzeitig veröffentlicht. Es sind schon heute Alle Trial-Freunde wieder herzlich eingeladen.

Wir wünschen allen Sportfreunden eine besinnliche Weihnachtszeit, Gesundheit und alles Gute für das bevorstehende Jahr 2021.

Robby Das TrialKollektiv Rüdersdorf

www.ost-klassik.com , Facebook / Das Trialkollektiv

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01.01.2021

Team „Wilbers-BMW-Racing“ wieder mit zwei Fahrern in der IDM Superbike 2021

Nach der schwierigen Corona Saison 2020, in der wir leider aufgrund mangelnder Teilnehmerzahl den BMW Motorrad BoxerCup beenden mussten, kommen wir nun gestärkt in die IDM Superbike mit zwei Fahrern zurück.

Die Verträge mit Florian Alt und Marco Fetz sind unterschrieben. Darüber freuen wir uns sehr. Wir haben nun „zwei heiße Eisen im Feuer“, wenn es um die IDM Superbike Meisterschaft geht.

Florian Alt ist eine bekannte Größe, wir können auf ihn zählen. Florian hat in der Saison 2020 großartig gezeigt, was er drauf hat. Auch bei der Entwicklungsarbeit hat er großes Potential gezeigt. Gemeinsam mit unserem technischen Leiter Burkhard Stember hat er das „TractionControl“ Fahrwerk entwickelt, welches nun in Serie produziert wird.

Marco Fetz, ein aufstrebendes Talent, konnten wir mit unserer Fahrwerkstechnik schon in 1998 zum Titel in der Stock 600 verhelfen und nach dem Bonovo Test in Oschersleben waren wir davon überzeugt, Marco in unserem Team aufnehmen zu müssen.

 

Gemeinsam mit Partner BMW haben wir beschlossen, ab sofort mit einem Zwei-Mann-Team in der IDM Superbike ab 2021 an den Start zu gehen.

Trotz Corona freuen wir uns auf die kommende Saison, wünschen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch in eine neue Saison.

Wir bedanken uns bei allen Partnern, die das möglich machen.

Ihr Team „Wilbers-BMW-Racing“

Pt.  (Textüberarbeitung: Güma)

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01.01.2021

Der dänische Prinz (Eine meiner ersten Begegnungen mit der Bikerszene)

Leseprobe aus „Die Sozia, die sich was traute“ von Ulla Kugler

Meine bessere Hälfte suchte als Golden Ager ein neues Hobby. Nach erfolgreich abgelegter Prüfung erwarb mein Mann Thomas sein erstes Motorrad, eine schwarze Yamaha EN Chopper mit Satteltaschen im Westernstil und war mordsmäßig stolz. Auch ich musste spontan ein bewunderndes „Wow!“ ausrufen, als mein Gemahl mit seiner neuen motorisierten Errungenschaft zu Hause vorfuhr. Natürlich schwang ich mich gleich in den Sattel.

   Alles erinnerte mich irgendwie an meine langjährige Zeit als Reiterin. Sogar das Sitzgefühl war ähnlich wie auf meinem damaligen Pferd! Allerdings hieß es für mich erst einmal hinten als Sozia Platz nehmen, da ich zu diesem Zeitpunkt noch keinen eigenen Motorradführerschein besaß.

   Wir cruisten durch den Westerwald und die Eifel und nahmen die Maschine auf dem Anhänger auch mit nach Dänemark in Urlaub. Gut, gut, es ist nicht unbedingt das klassische Motorradreiseziel, aber wir hatten ja zuvor auch einen Strand-, Wander- und Fahrradurlaub geplant.

  Das Fahren im Land der Wikinger war wunderschön erholsam, da wir fast die einzigen auf zwei Rädern waren. Auch sonst glänzte Dänemarks Nordwesten durch leere Straßen, sogar zur deutschen Urlaubszeit.

   Das erste Verliebtsein ins Zweirad mit Thomas als Biker erwachte wie folgt: Wir hatten in der Nähe von Vorupoer ein Ferienhaus gemietet und von dort aus vielfältige Wandertouren unternommen. Wandern auf Schusters Rappen, meine ich. Besonders reizvoll war natürlich immer der Gang am Strand entlang, besonders bei einer kräftigen Brise. Gegen den Wind marschieren war herrlich und gesund! - Und anstrengend!

   Nachdem wir einige Kilometer gelaufen waren, stand dann die Querung durch die Dünenlandschaft an. Rauf und runter, runter und rauf durch teilweise tiefen Sand; unser Ferienhaus lag einige Kilometer von der Küstenlinie entfernt. Ich muss dabei sagen, eigentlich habe ich eine gute Kondition. Aber aufgrund von suboptimalem Schuhwerk beschwerten sich meine Muskeln irgendwann zwischen Hügel acht und neun.

Ich kann nicht mehr“, seufzte ich zu Thomas.

   Und dann ging es weiter wie im Märchen! Mein Ehegatte stiefelte los Richtung Ferienhaus, setzte sich dort auf seine Yamaha und kam mir auf einem kleinen Feldweg, der in der Nähe vorbeiführte, entgegen. Da war er: mein Retter, mein Prinz mit seinem schwarzen Ross! Er zog mich zu sich auf den Sattel. Na ja: Ich bestieg aus eigenen Kräften den Rücksitz. Und er ritt mit mir los zu seinem Schloss! Dort trug er mich auf sein Lager und …. Übersetzt: Am Ferienhaus stieg ich ab und fing an, das Abendessen zu kochen. Zuvor gab es aber doch noch ein kleines Schlückchen auf die erfolgreiche Rettungsaktion.

   Dennoch, liebe Leser, insbesondere liebe Leserinnen: Wollt ihr Romantik pur erleben, so vertraut euch ruhig der Motorradszene als Sozia an. Vielleicht begegnet ihr auch eurem Traumprinzen, der euch auf dem Rücken seines motorisierten Pferdes mitnimmt zu neuen Abenteuern und in sein Traumschloss!

 

Zum Träumen ist es nie zu spät!

 

Weitere Leseproben und Abenteuer auf zwei Rädern unter   www.ex-sozia.de

Buchtipp: Ulla Kugler „Die Sozia, die sich was traute“ , BoD-Verlag ISBN 978-3-7431-1757-0, auch als E-Book

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01.01.2021

 

 

 

 

Bremen Classic Motorshow startet die Saison digital

Online-Programm mit Marktplatz für Fahrzeuge, Teile und Automobilia

Es ist bereits Tradition: Seit fast 20 Jahren eröffnen die Veranstalter der Bremen Classic Motorshow die Oldtimer-Saison am ersten Februar-Wochenende – so auch 2021. Am Samstag, 6. Februar 2021, startet das Team um Projektleiter Frank Ruge die Saison digital mit einem Online-Event und präsentiert von 15 bis 20 Uhr ein abwechslungsreiches Format.

„Wir planen einen kompakten Live-Stream von fünf Stunden Sendezeit aus der Messe Bremen“, sagt Ruge. Interessierte können die Veranstaltung über die Internetseite www.classicmotorshow.de in heimischer Atmosphäre entspannt von der Couch aus verfolgen. Der Zugang für das Online-Event ist kostenfrei und ohne Registrierung möglich.  Abwechslungsreiches Programm mit Online-Marktplatz. Im Live-Stream zeigen die Bremer, was sie für die Besucher der Messe 2021 eigentlich vorbereitet hatten und lüften ein wenig den Vorhang. „Wir werden zum Beispiel ausgewählte Autos unserer Sonderschau ‚Biedermann & Brandstifter‘ als Vorgucker für die Messe 2022 vorstellen“, so Ruge. Zudem gibt es Auto- und Motorradpräsentationen sowie Benzingespräche mit Persönlichkeiten aus der Klassiker-Szene. Abgerundet wird das Online-Programm mit Fachvorträgen, Workshops und der technischen Prüfung von drei Kandidaten aus der Rubrik „Junge Klassiker“, die dann auch zu kaufen sind.

Die Bremer Messemacher werden zusätzlich einen Online-Marktplatz für klassische Fahrzeuge, Teile und Automobilia auf ihrer Internetseite einrichten. „So geben wir unseren Ausstellern die Möglichkeit, Verkaufsangebote einzustellen und den Besuchern die Gelegenheit, online zu stöbern und auf Schnäppchenjagd zu gehen“, sagt Ruge.

Coronabedingt: Online-Event statt Präsenzmesse

Ursprünglich war die 19. Ausgabe der Bremen Classic Motorshow vom 5. bis 7. Februar 2021 als Präsenzmesse geplant. Doch im November 2020 hatten die Organisatoren schweren Herzens die Veranstaltung wegen der Corona-Pandemie abgesagt und dafür ein Online-Event angekündigt. Das Event, so die Veranstalter, ist als Trostpflaster gedacht, um die Wartezeit auf die Jubiläumsmesse zum 20-jährigen Bestehen der Bremen Classic Motorshow bis Februar 2022 zu überbrücken.

Die Klassikermesse in Bremen ist für viele Liebhaber von Oldtimern und Jungen Klassikern auf zwei und vier Rädern ein fester Termin: Hier trifft man sich seit fast zwei Jahrzehnten, tauscht sich aus, fachsimpelt und verhandelt. „Es ist für viele ein schwieriges Jahr“, sagt Ruge.

Dennoch halte die Szene zusammen und unterstütze sich gegenseitig. „Wir möchten für unsere Aussteller und Besucher in diesen besonderen Zeiten da sein, mit ihnen gemeinsam die Saison eröffnen und so ein wenig Licht in die dunkle Jahreszeit bringen.“

Mehr Infos: www.classicmotorshow.de

Textüberarbeitung: Güma

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