Güma´s interaktive Motorradzeitschrift 2021

GiMZ

Zweites Vierteljahr 2021

April - Juni

Diese Motorradzeitschrift erscheint im vierteljährlichen Rhythmus, wird jeweils nach Eingang von Berichten aktualisiert und soll für alle Bundesländer informieren. Mitarbeit erwünscht. Beiträge bitte per eMail zusenden, Bilder als .jpg in der Größe ca. 720 x 540 pixel = ca.1 MB, 25 x 28 cm (Bilder können auch von uns in der Größe geändert werden). Allen Texte müssen der Name und die Adresse des Autors beigefügt sein (an den Beitrag wird nur der Name oder das Kürzel des Autors angehängt). Beiträge werden redaktionell überprüft. Die Haftung für den jeweiligen Beitrag incl. der Bilder obliegt dem Autor.

(Sollte sich dieses Projekt in vernünftigem Rahmen aufbauen, kann ohne weiteres die Grundlage aus dem privaten Bereich herausgenommen und als eigenständig Internetseite  geführt werden!)

Zeitnahe Berichte - von Motorradfahrern

für Motorradfahrer

(Wir können natürlich nicht immer selbst bei allen  Veranstaltungen sein. Deswegen meine Bitte, schickt Text und drei bis sechs Fotos von Veranstaltungen, die ihr besucht habt. Das ist wichtig! Und ihr unterstüzt damit die GiMZ.)

Bitte Eure Berichte mit drei bis sechs Fotos über eMail:

G.Machalett@gmx.de

oder per Post  an:

Redaktion für Motorrad-Infos in Niedersachsen,

Postfach 43, 38316 Hornburg

zusenden

als Betreff bitte angeben: Beitrag für GiMZ (Veranstaltung)

Bilder können durch anklicken vergrößert werden!

Dann sind auch die Bildtitel zu lesen!

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Achtung! Wichtiger Hinweis:

Auf Grund der vielen und umfangreichen Beiträge mussten wir die Ausgabe der GiMZ in 4 Ausgaben  teilen.

Erste Ausgabe ist die GiMZ von Januar bis März, zweite Ausgabe April bis Juni, dritte Ausgabe von Juli bis September, vierte Ausgabe von Oktober  bis Dezember.

Zu den vorherigen Ausgaben der GiMZ bitte links in der Navigation anklicken!

25.05.2021

Wechsel von Nachwuchsrennfahrer Noel Willemsen zu MCA Racing beim Northern Talent Cup

 

MCA Racing Team bekommt Zuwachs: Noel Willemsen wechselt für den Rest

der Saison 2021

Das MCA Racing Team freut sich, bekannt zu geben, künftig ein weiteres Nachwuchstalent auf der Rennstrecke betreuen zu dürfen. Noel Willemsen mit der Startnummer #77 wechselt in der Saison für verbleibende vier Rennen im Northern Talent Cup vom PrüstelGP Team zu MCA und ist somit der Zweite im Bunde neben Julius Caesar Rörig mit der #24.

Der Northern Talent Cup, kurz NTC genannt mit seinem <<Road to MotoGP>>-Programm an junge Fahrertalente im Alter von 12-17 Jahren im Straßenrennsport aus Nord- und Zentraleuropa, um deren Motorsportkarriere in die richtig Bahn zu lenken und sich den Traum einer Laufbahn als Motorradrennfahrer zu erfüllen. lm vergangenen Jahr schloss Noel Willemsen die Saison mit dem 10. Platz ab.

Als einer von 5 deutschen Fahrern bei insgesamt 26 Startern mit identischen KTM Motorrädern wird Noel sein Können auch nach dem Teamwechsel unter Beweis stellen. Sein Ziel ist es, auch weiterhin top 10 Plätze einzufahren. Seine ersten Rennen im neuen MCA Racing Team absolviert der 15-Jährige in Assen vom 25.- 27.06.2021. Es folgen Red Bull Ring im Rahmen der Moto GP Veranstaltung vom 06.-08.08., nochmals Assen vom 13.-15.08. sowie beim letzten NTC Rennen während der IDM Veranstaltung vom 27.-29.08.2021.

Danke an alle Sponsoren: KTM, Dainese, Rennärzte Dr. Schuster & Dr. Hötzel, HSR Reifenwärmer X-Lite, Mediacom, Der Hühner Fred, Top Shop Getränke, MCA Limburg, Edeka Maza, Brandursachenanalyse Ley, NTC, Road to MotoGP, Speer Racing Termine Northern Talent Cup 2021

https:[/www.northerntalentcup.com[

Von Alexandra Pantô

Kontakt:

MCA Racing/ Motorrad Center Altendiez GmbH/ MCA Limburg GmbH

Alexandra Panto, Bökelmannstraße 2, 65624 Altendiez

Tel.: 06432 9206-19 / Fax: 06432 9206-10

E-Mail: a.panto@mca-altendiez.de / www.mca-motorrad.de

Textüberarbeitung: Güma

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23.06.2021

Vorstand des BVDM von den Mitgliedern deutlich bestätigt.

Am 19.06.2021 fanden in Wipperfürth die wegen Corona mehrfach verschobenen Mitgliederversammlungen 2020 und 2021 des BVDM statt. Als Präsenzveranstaltung mit klaren Hygienekonzept.

 

Wiedergewählt für die nächsten 2 Jahre wurden:

 (v.l.n.r.)
Karin Karrasch (Besitzerin)
Olaf Biethan (2. Vorsitzender)
Michael Lenzen (Vorsitzender)
Michael Wilczynski (2. Vorsitzender)
Wolfgang Schmitz (Schatzmeister)
Peter Aufderheide (Sportwart) und neu im Vorstand der Referent für Sicherheitstrainings Udo Schmidt (Beisitzer)
Der bisherige Beisitzer Michael Bruns hat aus persönlichen Gründen nicht mehr kandidiert. Steht dem BVDM aber auch weiterhin helfend zur Verfügung. Z.B. als Organisationsleiter des Probefahrtparcours auf der INTERMOT.

Textfreigabe: BVDM

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21.06.2021

Nachruf

Trauer um Peter Hanke

*09.02.1945   +15.06.2021

Zur letzten Fahrt ohne Wiederkehr ist Peter Hanke infolge einer schweren Krankheit angetreten. Unter vielen, nicht nur Berliner Biker, ist er kein Unbekannter. Die MOTORRAD CLASSIC betitelte ihn mit „BMW-Papst der DDR“.

Er erlernte den Beruf des Karosserieklempners, war ein exzellenter Schrauber und seine große Leidenschaft galt den Motorrädern.

Hervorzuheben waren seine Hilfsbereitschaft und Unterstützung für Biker in allen Problemen und Arbeiten. Auch für Kunden, die mit dem Gelde rechnen mussten: Wer knapp bei Kasse war, ließ bei Peter schrauben!

Somit bewegt sich in Berlin bis weit entfernten Orten etliches Gerät, die Peters Komponenten beinhalten.

Noch zu DDR-Zeiten fertigte er Abgasanlagen für Rallye-Trabants und nannte bereits eine BMW K100 sein Eigen.

Nach dem Mauerfall erlangte er Jobs beim Berliner Motorrad Werk sowie Vertretungen und sorgte bei den Berliner Motorrad Tagen und anderen Events für beeindruckende Umbauten, vorwiegend BMW-Bikes.

Peter wird uns sehr fehlen. Alle die ihn kannten werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Uns bleibt die Erinnerung an einen herzlichen Menschen.

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14.6.2021

 

 

 

 

 

Solo-Nummer mit Fetz bringt zehn Punkte

Die zweite IDM Superbike 1000-Runde des Jahres hatte es in sich. Die Crew von Team Wilbers-BMW-Racing fuhr mit halber Besetzung ins tschechische Most und holte zehn Meisterschaftspunkte, die alle auf das Konto des Team-Newcomers Marco Fetz gingen. Stammfahrer Florian Alt fehlte an diesem Wochenende im IDM-Kampf. Er ging seinen Verpflichtungen in der Langstrecken-Weltmeisterschaft nach.

Für Florian Alt war sein Fernbleiben wie der Gang nach Canossa. Doch für seine französische Endurance-Mannschaft waren die 24 Stunden von Le Mans das wichtigste Rennen des Jahres. Wilbers-BMW-Racing akzeptierte die Umstände, auch wenn es für die IDM nicht die beste Entscheidung war. „Flo“ muss in der Königsklasse jetzt alles riskieren und darf sich keinen Ausfall leisten, wenn er noch um den Titel mitkämpfen will.

Die Solo-Nummer des Teams mit Marco Fetz hatte Höhen und Tiefen. Im freien Training wie auch im Qualifying schlug sich der 21-jährige Bayer erstaunlich gut und er hatte als Neunter in der Startaufstellung nur eine Sekunde Rückstand in seiner schnellsten Runde auf die Spitze gehabt Technikchef Burkhard Stember meinte optimistisch: „Meine Erwartungen sind ein Platz in den Top Ten und ein paar Überraschungen zwischendurch. Marco macht einen tollen Job bei uns. Wir sind näher an der Spitze dran als gedacht, aber wir müssen die Ruhe bewahren.“

Nach dem zehnten Platz im freien Training, arbeitete sich Fetz im Qualifying auf den neunten Rang nach vorn. Sein Start ins erste Rennen war miserabel, aber letztlich führte auch die verkehrte Reifenwahl dazu, dass er am Ende als Zehnter gewertet wurde. Der Hinterreifen hatte zur Halbzeit begonnen, seinen Dienst nur noch eingeschränkt auszuüben.

Im Reverse-Grid vor dem zweiten IDM Superbike-Lauf, der sich nach den Ergebnissen der Fahrer aus dem ersten Rennen richtet, hatte sich Fetz nun auf P12 eingereiht. Er war auf einem guten Weg nach vorn, doch ein Fehler in der Schikane kostete ihn Plätze, die nicht mehr einzuholen waren. Am Ende sprang Platz 12 heraus. 

Fetz hat nun insgesamt 15 IDM-Zähler auf seinem Meisterschaftskonto und liegt damit auf dem zwölften Tabellenplatz. Technikchef Stember hatte die Messlatte zwar höher gesetzt, sagt aber: „Natürlich hat das Ergebnis nach den Trainingsergebnissen nicht ganz unseren Erwartungen und Hoffnungen entsprochen, aber nüchtern gesehen, ist es ganz okay.“

Die nächste IDM Superbike 1000-Runde findet vom 16. bis 18. Juli 2021 auf dem Nürburgring statt. Dann fährt die Königsklasse als eines der großen Highlights im Rahmen des Truck-Grand-Prix. Florian Alt ist dann auch wieder am Start, auch wenn im portugiesischen Estoril zeitgleich ein Lauf zur Langstrecken-Weltmeisterschaft ausgetragen wird.

Fotos von Wilbers-BMW-Racing zur Verfügung gestellt

Ihr Team „Wilbers-BMW-Racing“

Pt. (Textüberarbeitung: Güma)

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29.05.2021

Neue Regeln für den motorradfreundlichen Straßenbau

Das MVMot 2021 hat die letzte Hürde vor der Veröffentlichung genommen

Am 06.05.2021 hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) mit dem „Allgemeinen Rundschreiben Straßenbau Nr. 13/2021“ das „Merkblatt zur Verbesserung der Straßeninfrastruktur für Motorradfahrende (MVMot)“, Ausgabe 2021, der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) den Bundesländern offiziell bekanntgegeben und für alle Straßen in Deutschland zur Anwendung empfohlen. Das MVMot 2021 aktualisiert und ersetzt das MVMot 2007, das in den letzten Jahren zu einer deutlichen Verbesserung der Straßeninfrastruktur und damit der Verkehrssicherheit für Motorradfahrende beigetragen hat.

 

Bei der Überarbeitung des Merkblatts hat es nicht nur inhaltliche Anpassungen an den Stand von Wissenschaft und Technik gegeben. Der Anwendungsbereich des MVMot, das bisher im wesentlichen für Straßen mit erhöhtem Motorradaufkommen (sogenannten „Motorradstrecken“) galt, ist zudem auf alle Straßen innerorts und außerorts erweitert worden. Seit dem 27.05.2021 liegt das MVMot 2021 in gedruckter Form vor und kann über den FGSV-Verlag bezogen werden. Wegen der Corona-Pandemie steht im Augenblick noch nicht fest, wann und in welcher Form das neue Merkblatt der Öffentlichkeit vorgestellt wird.

„Das neue Merkblatt ist, wie das bisherige, im „Arbeitskreis Motorradsicherheit“ der FGSV entwickelt worden, in dem wir als Biker Union e.V. (BU) von Beginn an intensiv mitgearbeitet haben“, sagte Rolf „Hilton“ Frieling, Vorsitzender der Biker Union e.V., aus Anlass der Freigabe des MVMot 2021. „Es soll die Arbeit der Unfallkommissionen bei der Bearbeitung von Unfällen mit motorisierten Zweirädern unterstützen und damit zu weniger Unfällen sowie zu einer Minderung möglicher Unfallfolgen führen. Bund, Länder und Kommunen sind jetzt in der Pflicht, die im Merkblatt beschriebenen standardisierten Verfahren anzuwenden und die empfohlen Maßnahmen auf allen Straßen in ihrem Verantwortungsbereich umzusetzen.“

 

„Merkblätter zur Verbesserung der Verkehrssicherheit für motorisierte Zweiradfahrer gibt es in vielen Ländern innerhalb und außerhalb Europas“, sagte Michael „Hoecker“ Musche, Verantwortlicher für das Thema Straßeninfrastruktur bei der BU. „Im MVMot wird aber auch ein Prozeß definiert, mit dem systematisch gefährliche Stellen im Straßennetz gefunden werden können, und das fortlaufend. Zudem wird im MVMot empfohlen, die Motorradfahrerverbände mit ihrem spezifischen Know-How in die Arbeit der Unfallkommissionen einzubinden.“

 

„Die elf Jahre Arbeit am MVMot 2021 als Mitglied des Redaktionsteams waren für uns als ehrenamtlich tätige Organisation ein ziemlicher Kraftakt“, so Frieling weiter. „Das Team hat es aber geschafft, die mit dem MVMot 2007 gesammelten Erfahrungen, aber auch alle Einwände und Verbesserungsvorschläge in der Endfassung zu berücksichtigen. Damit ist sichergestellt, daß sich keiner mehr damit herausreden kann, daß im Dokument beschriebene Maßnahmen im Widerspruch zu geltenden Regelwerken stünden, wie das beim MVMot 2007 zum Teil der Fall war.“

http://www.bikerunion.de

Pt. Biker Union e.V.

Textüberarbeitung: Güma

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27.05.2021

32. Int. ADAC/VFV Schottenring Grand Prix im Jahr 2021 abgesagt

 

Neuer Termin am 3. Augustwochenende 2022

Über viele Wochen und Monate hat sich der Vorstand des MSC Rund um Schotten e.V. im ADAC und VFV Gedanken über die Durchführung des 32. Int. ADAC/VFV Schottenring Grand Prix am 14./15. August 2021 gemacht.

Von vorneherein stand dabei fest, dass der Grand Prix nur mit einer nicht unerheblichen Zahl an Teilnehmerinnen und Teilnehmer und, noch viel wichtiger, mit einer nicht unerheblichen Zahl an Fans durchzuführen sein würde. Daher hat der Verein sehr viel Abwägungsarbeit in den vergangenen Monaten zu leisten gehabt. Einsparpotentiale wurden hier ebenfalls durchgespielt. Eine Veranstaltung muss sich finanziell rechnen, das sind wir alleine schon unseren Mitgliedern schuldig.

Auch wenn die Inzidenzen bezüglich Corona eindeutig in eine positive Richtung zeigen, kommt der Schottenring Grand Prix für eine seriöse finanzielle sowie sportliche Durchführbarkeit im Jahr 2021 noch zu früh. Der Verein kann es sich, wie auch beim abgesagten Bergpreis nicht erlauben, eine Veranstaltung in dieser Größenordnung durchzuführen, bei der am Ende aufgrund zu geringer Zuschauerzahl ein finanzielles Desaster vorhersehbar ist. Einsparpotentiale sind auch nur in sehr geringer Größenordnung möglich, denn die Sicherheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie der Fans muss absolut gewährleistet sein und am falschen Ende darf der Verein hier nicht sparen.

Ebenfalls würden die Regeln zum Schutz vor Corona vorhersehbar so hoch sein, dass sie auf einem solch engen Raum wie in Schotten praktisch nicht umzusetzen wären und auch hier gilt: Ein Ausbruchsgeschehen aufgrund einer von uns durchgeführten Veranstaltung könnten wir uns nicht verzeihen. Der Vorstand des MSC ist daher einstimmig zu der Entscheidung gekommen, den 32. Int. ADAC/VFV Schottenring Grand Prix abzusagen. Eine Neuauflage wird es am 20./21. August 2022 geben

Presseinfo Nr. 02/2021

Text + Ansprechpartner: Timo Neumann

info@schottenring.de

Textüberarbeitung: Güma

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25.05.2021

RUSSENAUTO

(Buchvorstellung)

PKW mit Allradantrieb, meist militärischen Ursprungs, sind nichts Neues. Durch Importe aus osteuropäischen Ländern war das Angebot an PKW für die DDR durchaus nicht einfältig. Wenn auch viele Fahrzeugtypen aus diesen Ländern gar nicht auf der DDR-Importliste standen, in der Regel waren es gerade mal die Grundtypen. So gelangte z.B. der allrad-getriebene Moskvich 410/411 niemals auf ostdeutsches Gebiet. Gegen Ende der 1970er Jahre, als in Westeuropa der Geländewagen-Boom einsetzte, erschien der allradgetriebene Lada Niva zur rechten Zeit. Mehr noch: Er war Schrittmacher dieser Bewegung, der erste erschien im Jahr 1977 und zehn Jahre später waren 2,5 Millionen Stück vom Band gelaufen. Der Wagen verfügt über vernünftige Straßenqualitäten, verzeichnete Erfolge im Rallye-Sport und fand auch Eingang in den Off-Road-Trialsport.

Der Autor zeichnet die Geschichte des Lada Niva vom ersten Tag an bis heute akribisch nach. Zu Wort kommen politische und soziologische Einflüsse auf den Export/Import, auf die Preisentwicklung (in der DDR würde er 40000 Ostmark kosten), auf seinen Stellenwert und Besonderheiten in den jeweiligen Exportländern als auch seine Technik, ohne ein Reparaturbuch zu sein.  

Das Werk wird mit Ausführungsvarianten, einem Abschnitt über interessante Umbauten und einer Datensammlung abgerundet.

Sehr zu empfehlen das Buch für Nutzer wie Arbeiter der Energiewirtschaft, Bergbauern, Förster, Geländesportler, historisch Interessierte, Jäger, Militär, Polizei etc.

Autor: Alexander F. Storz; Titel: Lada Niva  Die Gelände-Legende; 96 Seiten; 135 Abbildungen; gebunden; ISBN 978-3-613-04317-6; Ladenpreis 12,95 €uro (D); Motorbuch Verlag 

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25.05.2021

Berg- und Talfahrt der Emotionen beim IDM-Auftakt in Oschersleben

Der Saisonauftakt von Wilbers-BMW-Racing in der IDM Superbike 1000 hätte durchwachsener nicht sein können. Florian Alt setzte die monatelangen Vorbereitungen des Teams in der Qualifikation mit einer glänzenden Pole Position in der Königsklasse um. Die schwierigen Wetterbedingungen standen einem großen Erfolg am Rennsonntag aber im Weg.

Zuerst hätte es nicht besser kommen können. Florian Alt brannte auf der neuen BMW M 1000 RR im Abschluss-Qualifying eine schnellste Rundenzeit von 1:25.025 min in den Asphalt. Das bedeutete: Pole Position für den 25-jährigen Titelkandidaten. „Flo“ hatte dem nächsten Fahrer 0,097 Sekunden Rückstand aufgebrummt. Damit machte er seinem Teamchef Benny Wilbers ein nachträgliches Geschenk, denn dieser hatte letzte Woche Geburtstag. Die Taktik des Teams war im Training aufgegangen. „Wir haben den richtigen Reifen für das Motorrad ausgewählt und Florian ist damit zum richtigen Zeitpunkt auf die Strecke gefahren“, sagt Wilbers.Team-Neuzugang Marco Fetz machte den Erfolg im Qualifying komplett. Der 21-Jährige aus dem bayrischen Kleinbreitenbronn sicherte sich mit der BMW S 1000 RR, dem Vorgängermodell von Alts Motorrad, den achten Startplatz. Mit so einer starken Leistung bei seinem Einstand in der Königsklasse hatte niemand gerechnet.

Das wechselhafte Wetter warf am Rennsonntag jedoch alle Hoffnungen auf Spitzenplätze über den Haufen. Das Wilbers-Racing-Team entschied sich vor dem ersten Lauf, mit dem Blick zum Himmel und ständigen Wetterabfragen im Internet, für den Einsatz von Regenreifen. Damit waren Alt und Fetz genauso ausgerüstet wie zwei Drittel des Feldes. Alt gelang ein guter Start und der Nümbrechter führte das Rennen mehrere Runden an. Es kam einer Sensation gleich, dass sich auch Fetz eine Runde lang an der Spitze behaupten konnte. Hoch motiviert war der Team-Junior aus der dritten Startreihe nach vorn geschossen. Doch dann passierte es: Die Strecke trocknete immer mehr ab. Die Fahrer, die auf Regenreifen unterwegs waren, gerieten immer mehr in Schwierigkeiten und wurden von der Slick-bereiften Konkurrenz überholt. Nach 18 Runden wurde Alt auf dem 13. Platz gewertet und rettete in der heiklen Situation drei Meisterschaftspunkte. Fetz kam auf der 17. Position ins Ziel und ging leer aus.

 

Im zweiten Rennen war die Strecke überwiegend trocken, für Alt war der Kampf um einen Podiumsplatz aber in der sechsten Runde beendet. Er stürzte auf einer noch nassen Stelle mit einem heftigen Highsider aus dem Geschehen. „Es ist eingangs der Schikane passiert. Ich hatte das Gas schon geschlossen und befand mich in der Rollphase. Dann ist das Hinterrad mit einem Schlag ausgebrochen. Das Wochenende ist ziemlich blöd gelaufen. Ich bin nur froh, dass der Airbag in meiner Schwabenleder-Kombi aufgegangen ist, als ich gestürzt bin. Der Helm hat auch etwas bei dem Crash abgekriegt, aber ich bin okay.“

Fetz wurde Elfter und kassierte dafür fünf IDM-Punkte. Sein Fazit des Wochenendes lautet: „Das Gefühl, das erste Rennen kurz anführen zu können, war schon gewaltig. Ich hätte es gerne länger als nur eine Runde lang genossen. Zum Schluss hat sich das Wetter nicht mit unserer Reifenwahl vertragen, da ging einfach nichts mehr. Im zweiten Lauf bin ich wenigstens angekommen und konnte eine paar Punkte mitnehmen.“

Teamchef Wilbers sagt dazu: „Das ist Rennsport. Wir hatten die Pole Position und waren bester Dinge, aber als Ergebnis zählen nur die Rennen. Diesmal stand uns das Glück nicht zur Seite, aber das geht vielen anderen genauso und es kommen auch wieder bessere Tage. Nach den Leistungen unserer beiden Fahrer in Oschersleben bin ich aber sehr optimistisch, was den Saisonverlauf betrifft. Wir haben gezeigt, wozu wir in der Lage sind und uns ganz vorn präsentiert. Nach der mageren Ausbeute, die wir letztlich in den Rennen hatten, heißt deshalb unser Motto: Aufstehen, Krone richten, weiterfahren.“

Ihr Team „Wilbers-BMW-Racing“

Fotos von Wilbers-BMW-Racing zur Verfügung gestellt

Pt. (Textüberarbeitung: Güma)

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19.05.2021

Helmut Dähne: 'King of the Ring' - Nordschleife - 7.49,71

Benzintalk mit Motorradkurator Andy Schwietzer im PS.SPEICHER

Am Freitag, den 20. August 2021, um 19:00 Uhr trifft sich Rennfahrerlegende  Helmut Dähne zu einem Benzintalk mit Motorradkurator Andy Schwietzer im PS.SPEICHER.

In der Motorradszene kennt ihn eigentlich jeder:

Helmut Dähne, einer der besten Nürburgring- und

TT-Kenner!

Die 21 km lange Nordschleife des Nürburgrings, die so genannte Grüne Hölle, zählt zu den landschaftlich schönsten, technisch anspruchsvollsten und schwersten, aber auch zu den gefährlichsten Rennstrecken der Welt. Unübersichtliche, uneinsehbare Kurven, blinde, tückische Kuppen, starke Neigungen - diese Strecke ist eine wahre Herausforderung an Mensch und Material und benötigt eine Extraportion Mut und noch mehr Erfahrung. Seit 1993 ist der sympathische Münchener Helmut Dähne Rundenrekordhalter auf der Nordschleife mit einer spektakulären Zeit von 7:49,71 Minuten.

Dass kein anderer Fahrer bisher seinen Streckenrekord unterbieten konnte, liegt allerdings nicht nur an seinem rasanten Fahrstil: Schon ein Jahr nach seinem Rundenrekord wird die Nordschleife aus Sicherheitsgründen für Motorradrennen gesperrt.

Doch der Nürburgring ist nicht die einzige Rennstrecke, die Dähne Ruhm und Ehre bringt. Mit einem Sieg bei der 61 Kilometer langen Isle of Man Tourist Trophy (TT) 1976 in der Produktions-Klasse wird er weltweit bekannt. Insgesamt startet er 26 Mal bei dem wohl gefährlichsten Motorradrennen und erhält den Namen "Mister TT".

Über all dies und noch viel mehr wird Helmut Dähne zusammen mit unserem Motorrad-Kurator Andy Schwietzer berichten. Tags drauf ist er als Special-Guest mit dabei beim PS.Bikertag.

Der Eintritt kostet 10,- €; FörderFreunde haben freien Zugang. Tickets gibt es im Vorverkauf im PS.SPEICHER oder an der Abendkasse.

Bitte informieren Sie sich tagesaktuell, ob und unter welchen Bedingungen diese Veranstaltung stattfinden kann.

Interessierte werden unbedingt gebeten, sich im Büro der FörderFreunde unter Tel. 05561 92320 270 bzw. per E-Mail an ursula.raschke@ps-speicher.de vorab anzumelden.

Hinweis zum Fotomaterial: Helmut Dähne

Dr. Ursula Raschke

Büro  | Organisation

FörderFreunde PS.SPEICHER

Tiedexer Tor 3a

37574 Einbeck

E-Mail: ursula.raschke@ps-speicher.de

Tel.:  05561 / 92320270

www.ps-speicher-foerderfreunde.de

Pt.Textüberarbeitung: Güma

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17.05.2021

Streckensicherung - eine Geschichte von perforiertem Leder, einem Sauerstoffzelt und Barney Geröllheimer

Am 14. Mai 2021 konnte MEHRSi zusammen mit dem Landratsamt Ortenaukreis (BW) und zahlreichen Gästen komplett erneuerte Leitplankenanlagen in Betrieb nehmen. Die Kosten von rund zwanzigtausend Euro für die Erneuerung der Leitplanken trägt der Kreis, weitere elftausend Euro für den Unterfahrschutz und die flexiblen Kurvenleittafeln übernimmt MEHRSi. Hier der Bericht:

Rund 70 km vor dem Veranstaltungsort, Höhe Karlsruhe, herrscht bestes T-Shirt-Wetter. 20 Grad, Sonnenschein, herrlich. Im 700 Meter hoch gelegenen Kurvenabschnitt im Ortenaukreis angekommen, sieht es leider ganz anders aus. Es regnet Bindfäden, gefühlte Außentemperatur knapp über dem Gefrierpunkt. Gedanklich beginnen wir schon, Schiffsnamen auf die belegten Brötchen zu schreiben und sinnieren, dass es auf Mallorca doch bestimmt auch viele Kurven zu entschärfen gibt.

Der Parkplatz im Kurveninnenbereich füllt sich derweil, ein Regenschirm nach dem anderen wird aufgespannt. Simone, Hobby-Rennfahrerin und treue ehrenamtliche Helferin von MEHRSi seit vielen Jahren, trifft nach zwei Stunden Regenfahrt mit ihrer R6 ebenfalls ein. Und stellt fest, dass ihr stark perforierter Renn-Einteiler nicht die glücklichste Bekleidungswahl war. Da haben es MEHRSi-Schirmherrin und Bundestagsabgeordnete Ute Vogt und Ehemann Uwe besser, die auf ihren BMWs in Membrananzügen anreisen. Den Preis für die kürzeste Anreise erhält Marcus Glaser vom Straßenbauamt Ortenaukreis – was ja aber irgendwie in der Natur der Sache liegt. Den längsten Weg nimmt Louis-Pressesprecher und Customizer Kay Blanke auf sich – von Hamburg aus sind es immerhin 700 km. Echter Überraschungsgast ist Sabine Schermer, das „Herz“ der Motorradzeitschrift MO.

Exakt 10 Minuten vor Veranstaltungsbeginn reißt Petrus die Wolkendecke beiseite, dreht den Wasserhahn zu und hängt die Sonne auf. Geht doch! Mittlerweile hat sich eine illustre Gesellschaft aus MEHRSi-Mitgliedern und -Förderern, Kommunal- und Bundespolitikern sowie Vertretern aus Gesundheitswesen, Wirtschaft, Gastronomie, Straßenbauamt und -Industrie und der Presse gebildet. Wie gut, dass es der große Parkplatz leicht macht, den immer noch notwendigen Corona-Sicherheitsabstand einzuhalten.

Da wir vier Redner eingeplant haben, geben wir zunächst nur die Getränke frei. Denn mit vollem Magen hört es sich erfahrungsgemäß schlecht zu. Ja, wir können auch fies sein. Denn die belegten Brötchen und Brezeln frisch vom örtlichen Bäcker sind mega-lecker.

Monika Schwill eröffnet die Redner-Runde und lobt die enorme Geschwindigkeit, mit der dieses Projekt realisiert wurde: „Selten hat ein Amt derart schnell reagiert! Erster Kontakt im letzten Herbst, heute weihen wir die ersten entschärften Kurven ein! Mitten im Schwarzwald, wo es tausende „Bedürftige“ gibt.“

Was Roland Gäßler, Leiter des zuständigen Straßenbauamtes, in seiner Rede etwa so kommentiert: „Vor ein paar Jahren wären wir sicher auch finanziell noch nicht so weit gewesen. Aber Monika Schwill hat nun den endgültigen Anstoß dazu gegeben, dass wir das Thema Unterfahrschutz künftig stets vor Augen haben und berücksichtigen werden.“

Ute Vogt, Mitglied des Bundestages: „Der Unterfahrschutz ist und bleibt ungemein wichtig, insbesondere an von Motorradfahrern so hoch frequentierten Strecken wie hier. Wir haben das Thema bereits mehrfach an unseren Verkehrsminister herangetragen, was er auch immer sehr positiv aufnahm. Doch mehr als das ist bisher leider nicht passiert. Wir müssen also weiter dranbleiben.“

Dr. Stefan Gromer, Leiter des Instituts für Katastrophenmedizin und gewerblicher MEHRSi-Förderer, sinniert in seiner Rede über eine wichtige Frage: „Als Arzt werde ich oft gefragt „Wie kannst Du Motorrad fahren?“ Meine Antwort lautet immer: Ich verstehe die Frage nicht. Wenn man sich bewusst ist, was man tut, kann man Risiken einschätzen. Insbesondere solche, die das Leben verschönern.“

Kay Blanke von Louis erzählt über die viele Jahre gewachsene Verbundenheit seines Unternehmens und die zahlreichen Aktionen für MEHRSi: „Im Laufe der Jahre hat sich bei unseren mittlerweile 2000 Mitarbeitern so etwas wie ein MEHRSi-Bewusstsein gebildet – sogar unsere Filialen führen Aktionen zu Gunsten MEHRSi durch. In Kürze starten wir eine weitere Aktion. Und wenn es so läuft, wie wir es uns vorstellen, wird Monika wohl mal wieder ins Sauerstoffzelt müssen.“

Nun darf das Brötchen-Buffet geplündert werden und alle Beteiligten haben sichtlich Spaß an der Veranstaltung. Nach kurzer Zeit liegt die Frage in der Luft, wer einen Grill und Bier organisiert. Doch dazu kommt es nicht, denn Petrus hat schon wieder mächtig Druck auf der Blase.

Was am Rande geschieht: Einer der anwesenden Fotografen, nennen wir ihn einfach mal Barney Geröllheimer, klettert im Hintergrund auf einen etwa zwei Meter hohen Steinhaufen, um eine bessere „Schussposition“ zu bekommen. Die restlichen Teilnehmer vernehmen plötzlich einen kleinen Erdrutsch, wie er hier wohl aber üblich ist. Weiter in der Tagesordnung. Es stellt sich heraus, dass Barney samt Steinhaufen gen Tal und es ihm so peinlich ist, dass er sich unauffällig und blutend wieder unters Volk mischt. Auch das passiert bei sowas. Wir wünschen Gute Besserung. Er hat heute leider kein Foto für uns.

Fotos: Sabine Welte

MEHRSi gemeinnützige GmbH

Rheinstr. 14, 50321 Brühl

Tel.: 02232-2059642

Fax: 02232-2059643

Mobil: 0172-6272418

Email: monika.schwill@mehrsi.org

Web:  www.mehrsi.org

Pt. (Textüberarbeitung: Güma)

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12.05.2021

 

 

 

 

 

Wilbers-BMW-Racing-Team:
IDM Superbike 1000-Titelkandidaten entscheiden sich für Zukunfts-Deal

In zwei Wochen startet die Internationale Motorradmeisterschaft (IDM) in die Saison 2021. Für die geplanten Rennen in der Motorsport Arena Oschersleben stehen die Ampeln auf Grün. Für Florian Alt vom Wilbers-BMW-Racing-Team beginnt vom 21. bis 23. Mai damit auch der Titelkampf in der IDM Superbike 1000. Theoretisch ist dabei jeder einzelne Meisterschaftspunkt für Alt wichtig. Trotzdem wird der 24-jährige schon bei der darauf folgenden Veranstaltung im tschechischen Most fehlen und nimmt stattdessen am 24h-Rennen von Le Mans teil. Der zur Langstrecken-Weltmeisterschaft zählende Klassiker wird ebenfalls am dritten Juni-Wochenende ausgetragen.

Durch die Terminkollision des kürzlich verschobenen Le Mans-Events mit der IDM in Most ist das Wilbers-BMW-Racing-Team in die Zwickmühle geraten. Florian Alt ist für beide Serien gesetzt. Wo aber soll er nun fahren? Teamchef Benny Wilbers hat dafür eine pragmatische Lösung gefunden. Er sagt: „Hinter der Veranstaltung in Most steht ein großes Fragezeichen. Tschechien ist momentan als Risikogebiet eingestuft und es besteht eine Reisewarnung. Le Mans ist als Zielort für uns die sicherere Variante und Florian Alt wird in Frankreich starten.“

Wilbers hat sich vor der Entscheidung mit Werner Daemen, dem Teamchef des EGS-alpha-Van Zon-BMW-Teams, verständigt. Auch der Belgier wird mit Ilya Mikhalchik seinen IDM Superbike-Titelkandidaten in den 24h-Kampf schicken. Wilbers und Daemen planen für die Zukunft eine engere Zusam-menarbeit in der Endurance-WM. An den Details wird bereits gefeilt.

„Natürlich riskieren wir mit dem Deal unsere Titelchancen im IDM-Titelkampf“, weiß Wilbers, „und es tut uns auch für die Konkurrenz leid, in Most zwei Spitzenfahrer aus der Königsklasse zu nehmen, aber als Teams fehlen wir nicht völlig. Für Wilbers-BMW-Racing wird auf jeden Fall Nachwuchsmann Marco Fetz am Start sein. Sollte die Veranstaltung in Tschechien wegen der COVID-19-Situation abgesagt werden, löst sich alles in Luft auf. Ansonsten kämpfen Alt und Mikhalchik später unter gleichen Bedingungen weiter um die IDM Superbike 1000-Krone.“

Fotos von Wilbers-BMW-Racing zur Verfügung gestellt

Ihr Team „Wilbers-BMW-Racing“

Pt. (Textüberarbeitung: Güma)

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07.05.2021

 

 

 

 

 

Follow-Up-Gespräch mit Bundesverkehrsminister Scheuer

Strategiepapier der Bundesarbeitsgemeinschaft Motorrad (BAGMO) übergeben

BIKER UNION überreicht mit anderen Verbänden Strategiepapier an

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer

Erneut hatte der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), Andreas Scheuer, Vertreter der Motorradfahrerverbände und der Motorradindustrie, die sogenannte „Berliner Runde“, in seinen Berliner Amtssitz eingeladen. Am Donnerstag, den 6. Mai 2021 traf man sich jedoch nicht im Sitzungsraum, sondern „artgerecht“ im Innenhof des Ministeriums, wo die Motorräder der Gäste aufgefahren waren. Anlass für diese Zusammenkunft mit anschließender Pressekonferenz war die offizielle Übergabe des seit der letzten gemeinsamen Sitzung erarbeiteten Strategiepapiers der BAGMO mit dem Titel „Motorradfahren in Deutschland - Die Zukunft gestalten – Konflikte vermeiden“.

Minister Scheuer betonte zu Beginn der ca. einstündigen Diskussion mit der Delegation aus Motorradfahrerinnen und Motorradfahrern, an der auch zwei Bundestagsabgeordnete teilnahmen, dass Streckensperrungen nur für motorisierte Zweiräder für ihn weiterhin keine Option sei, auch nicht in besonders von Motorradverkehr betroffenen Gebieten. „Freiheit, Vernunft und Regeln“ sei für ihn der Dreiklang, der weiterhin gelten muss. Das nach seinem ersten Eindruck sehr fundierte und umfassende Strategiepapier der BAGMO käme genau zum richtigen Zeitpunkt. Denn nach der Initiative des Bundesrats wäre das Thema „motorisiertes Zweirad“ auch im Bundestag angekommen, nicht nur durch einen Antrag der Grünen von Ende letzten Jahres. Auch die Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD wären an dem Thema dran.

    Bilder von dem Event (Fotos: BMVI)

(Können durch anklicken vergrößert werden)

     Mit der Übergabe unseres Strategiepapiers, das federführend von der BU und vom Institut für Zweiradsicherheit e.V. (ifz) als Koordinationsbüro der BAGMO zu Papier gebracht und an dem in mehreren Abstimmungsrunden der „Berliner Runde“ und der BAGMO intensiv gefeilt wurde, haben wir einen großen Schritt nach vorne gemacht“, sagte Rolf „Hilton“ Frieling, Vorsitzender der Biker Union e.V., im Anschluss an den Termin. „Die beiden Aspekte nachhaltige und sozialverträgliche Mobilität mit motorisierten Zweirädern wird umfassend behandelt und in den richtigen Kontext gesetzt, und das auf gerade einmal 19 Seiten. Zudem werden viele, seit Monaten kursierende, aber zum Teil ziemlich unsinnige Behauptungen richtiggestellt.“

„Für uns als Verbände enthält das Dokument aber auch eine Selbstverpflichtung, die in den letzten Jahren eskalierenden Konflikte ernst zu nehmen“, so Frieling weiter. „Fehlende Rücksichtnahme auf die Anwohner an stark befahrenen Motorradstrecken ist auch aus unserer Sicht kein Kavaliersdelikt. Die von uns beschriebenen Konfliktlösungsansätze müssen jetzt umgesetzt werden, um zu einem fairen und für beide Seiten akzeptablen Interessenausgleich zu kommen.“

„Wir sind mit dem Minister einig darüber, dass die formelle Übergabe des Dokuments durch Matthias Haasper vom Koordinationsbüro der BAGMO nicht das Ende unserer Bemühungen, sondern ein wichtiger Zwischenschritt ist“, sagte Tedy Bach, BU-Vorstandsmitglied und weiterer BU-Vertreter bei dem Termin. „Wir werden zum einen die gute Zusammenarbeit mit dem Ministerium fortsetzen und über konkrete Umsetzungsschritte für den in der Strategie beschriebenen Maßnahmenkatalog sprechen. Zum anderen werden sich beide Seiten darum bemühen, die Länder als wesentliche Player bei einigen der essentiellen Maßnahmen zur Konfliktlösung an den Tisch zu bekommen. Das „Schwarze-Peter-Spiel“ der Länder muss jetzt endlich ein Ende haben.“

„Aber natürlich werden wir die „frohen Botschaften“ des Papiers unter die Leute bringen“, so Bach weiter. „Zudem stehen wir für die weiteren parlamentarischen Beratungen als sachkundige Ansprechpartner gerne zur Verfügung.“

„Wir sind mit dem Minister einig darüber, dass die formelle Übergabe des Dokuments durch Matthias Haasper vom Koordinationsbüro der BAGMO nicht das Ende unserer Bemühungen, sondern ein wichtiger Zwischenschritt ist“, sagte Tedy Bach, BU-Vorstandsmitglied und weiterer BU-Vertreter bei dem Termin. „Wir werden zum einen die gute Zusammenarbeit mit dem Ministerium fortsetzen und über konkrete Umsetzungsschritte für den in der Strategie beschriebenen Maßnahmenkatalog sprechen. Zum anderen werden sich beide Seiten darum bemühen, die Länder als wesentliche Player bei einigen der essentiellen Maßnahmen zur Konfliktlösung an den Tisch zu bekommen. Das „Schwarze-Peter-Spiel“ der Länder muss jetzt endlich ein Ende haben.“

„Aber natürlich werden wir die „frohen Botschaften“ des Papiers unter die Leute bringen“, so Bach weiter. „Zudem stehen wir für die weiteren parlamentarischen Beratungen als sachkundige Ansprechpartner gerne zur Verfügung.“

Aktuelle Infos zur Biker Union e.V. und zu den Erfolgen unserer Arbeit finden Sie im Internet

unter http://www.bikerunion.de.

Pt.

Textbearbeitung: Güma

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05.05.2021

„Fahrt ins Blaue 3“

Slowenien und Norditalien

Wunderbare Ausblicke fanden wir bei unserer „Fahrt ins Blaue“ in Slowenien. Aber nicht nur das: Dieses Land überraschte uns in vielfacher Hinsicht.

  • Strecke: Maribor, Celje, Ljubljana, Bled, Goriza, Caorle
  • 320 km (Womo), 521 km (Moto)
  • 13 Tage
  • 3 Stopps
  • Wetter: sonnig, bis 33 Grad, teilw. Gewitter, abends kühler

Nun waren wir wirklich am Scheideweg auf unserer „Fahrt ins Blaue“ 2020: Eigentlich wollten wir von Österreich aus Ungarn und Rumänien ansteuern und endlich die Transalpina und die Transfagarasan, zwei wohl tolle Höhenstraßen dort, unter die Räder nehmen. Ging jedoch nicht, weil Rumänien inzwischen Risikogebiet war und Ungarn seine Grenzen dicht gemacht hatte. Der Zentralbalkan kam aus diesen Gründen leider auch nicht in Betracht und in Kroatien, auch noch einem Traumziel von uns, gab es an der Küste immer mehr Hotspots. Daher entschieden wir uns, erst einmal nach Slowenien zu reisen. Hier war die Situation damals noch recht sicher. Anschließend sollte es in unser geliebtes Italien gehen, da auch dort die aktuelle Corona-Situation kein Problem darstellte. Von Slowenien und zunächst einmal Norditalien hier einige Impressionen. Unterwegs waren wir in diesem Jahr übrigens erstmalig mit Wohnmobil, Anhänger und unseren Motorrädern, um übernachtungsmäßig möglichst autark zu sein.

Willkommen in Slowenien, einem oft verkannten, recht vielfältigen Land Ex-Jugoslawiens. Gleich das „Eingangstor“ entlang der Karawanken, einem Teil der Südlichen Kalkalpen, mit kleinen Sträßchen durch entlegene Dörfer ist vielversprechend. Sehr romantisch auch die Fahrt durch die zahlreichen Flusstäler wie Save oder Soca. Immerhin hat Slowenien auch eine 46km lange Adria- Küste. Das Land ist seit 2004 in der EU.

Und auch die Slowenen können genießen: Deftige Balkan-Gerichte wie Cevapcici mit Krautsalat, aber auch süße Verführungen wie die Riesenkrapfen aus Trojane, heimisches Bier und süffiger Wein wollen probiert werden! Wie gut, dass die Motorradhose ein elastisches Bündchen hat!

Ljubljana ist die Hauptstadt Sloweniens und unbedingt einen Abstecher wert! Die Altstadt entlang der Ljubljanica überrascht mit vorwiegend gut sanierten Barock- und Renaissancebauten, dem Dom und der Burg. Ljubljana ist die „Drachenstadt“. So hat hier der Sage nach griechische Held Jason einen bösen Drachen besiegt. Inzwischen gilt der Drache jedoch als lieber Beschützer. Bei einer lohnenden Bootsfahrt auf der Ljubjanica sind wir erstaunt, wir viele junge Leute entspannt am Ufer lesen, studieren oder sich unterhalten.

Fast auf jedem Reiseführer-Cover Sloweniens sieht man den Bleder See mit seiner Burg, Schloss Grimschitz und Titos Seevilla sowie der Insel Blejski Otok mit ihrer Marienkirche. Diese kann man mit einem Holzboot (Pletna) besuchen. Der Ort Bled ist Touristenmagnet der Region. Das Panorama ist unglaublich schön, allerdings erstickt der kleine Ort im Verkehr, da eine Hauptverbindungsstraße genau am Ufer entlang führt. Schade! Leider gab es nur eine Haltemöglichkeit am See, ein Kiosk, als eine Art Bikertreff. Dort hätte ich mir als romantische Untermalung lieber Slowenische Musik anstelle von Hardrock gewünscht.

Nun stand wieder eine Entscheidung an: Sollten wir nach Istien (Kroatien) fahren, an die slowenische Adria-Küste oder gleich nach Italien. So langsam sehnten wir uns nämlich nach Meer und wollten gerne in die hoffentlich noch warmen Fluten springen. Istrien war zu dieser Zeit noch kein Risikogebiet, es war jedoch unsicher, ob man nicht doch später in Deutschland in Quarantäne musste, wenn man aus Kroatien kam. Die slowenische Küste erschien uns zu beschränkt und ggf. zu überfüllt. Daher entschieden wir uns gleich für die italienische Adria, die zu dieser Zeit als sicher galt.

Endlich Meer in Sicht! Als Wasserratten freuten wir uns über den Anblick der Adria zwischen Triest und Venedig und genossen ausgiebig das Baden im Meer bei Caorle. Ein Wermutstropfen: Der Küstenabschnitt ist geprägt vom Massentourismus teilweise unschöner Art mit den Badeorten Jesolo, Caorle, Bibione. In diesem besonderen Jahr hielt sich der Betrieb allerdings in Grenzen. Als Erfrischung war der Stopp okay. Romantik findet man hier weniger.

Dennoch hatte die Lage einen Vorteil: Mit den Motorrädern konnten wir gut den Fährhafen Punta Sabbioni erreichen, von dem man ohne Fahrzeuge direkt nach Venedig zum Markusplatz übersetzen konnte. Hier sieht man nämlich Motos nur als Miniatur in den Schaufenstern. Der Verkehr läuft ausschließlich zu Fuß, mit Sackkarre oder über Wasser, da die Altstadt auf ca. 100 Inseln erbaut ist. 175 Kanäle durchziehen die Lagunenstadt. Wir sind in Venedig  fasziniert von der Andersartigkeit, fasziniert natürlich auch von den prächtigen Gebäuden wie Dogenpalast, Markuskirche, Campanile, Rialtobrücke u.v.m., aber ebenfalls von der relativen Leere wegen der aktuellen Lage. Dann auch Erstaunen über die moderaten Preise (bis aufs Gondelfahren, was wir uns erspart haben). Mir gefielen die fantasievollen Masken und die  bunte Murano-Glaskunst am besten!

Übrigens: Italiener und ihre Zweiräder! Eine heiße Liebe, egal wie groß oder wie alt das Gefährt ist. Da gibt es die Ducati-Fahrer, die am Wochenende gerne in größeren Gruppen Ausflüge mit Stopps an Bars oder Gelaterias einlegen.  Besonders beliebt jedoch die abertausende Roller in allen Farben und von allen Marken, weil sie in die kleinste Lücke passen und im dichten Stadtverkehr slalomartig das stärkste Auto versenken. Mir gefiel ein hellblauer Roller am besten, der sogar ein eigenes Reserverad dabei hatte!

Das Fazit der 3. Etappe: Völlig überrascht waren wir von der wunderbaren Landschaft Sloweniens. Wenig befahrene Bergregionen, idyllische Flusstäler, wunderschöne Seen, eine tolle Hauptstadt und eine herzliche Gastfreundschaft begeisterten uns. Super modern zum Beispiel der Campingplatz in Vransko, nett auch die Möglichkeit, kostenlos bei einem Gasthof in Vogrosko über Nacht zu stehen und für kleines Geld ein leckeres Abendessen zu genießen. Einziger Wehrmutstropfen: Wegen einer falschen Information bezüglich der Maut-Gebühren mussten wir eine saftige Strafe (800 Euro) bezahlen. Ein Höhepunkt war dann ohne Frage der Besuch Venedigs, den wir allerdings ohne die aktuelle Situation (wenige Touristen) nicht getätigt hätten.

Als nächste Etappe hatten wir uns für eine Richtung gen Süden in Italien entschieden, allerdings war noch nicht ganz klar, wie weit und über welche Route. Also blieben wir dem Motto der Reise treu: Fahrt ins Blaue.

Ulla Kugler

eMail: ukugler@t-online.de

Internet: https://www.ex-sozia.de/

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29.04.2021

FAHRWERKSLITERATUR

Wenn auch gegenwärtig das Leben sich zum Großteil auf Basis der Mikroelektronik abspielt, verbleibt den Motorradliebhabern doch eine kleine Insel an Werkbank, Ölkannen und Benzingeruch, Werkzeugen, Schrauben etc. Vorrangig für Straßen- und Sport-Fahrer sowie engagierte Schrauber hat der Autor das gelungene Buch über Fahrwerksoptimierung geschrieben. Dem gebotenen Stoff liegt eine Summe von hunderttausenden Test- und Entwicklungskilometern zugrunde. Mit dem Ziel, die ideale Abstimmung des Fahrwerkes zu finden. 

 

Aus dem Inhalt:

-Grundfunktionen von Rahmen und Federsystemen

-Funktion der Teleskopfedergabel

-Funktion der Hinterradfederung

-Technischer Fahrwerks-Check

-Federung und Dämpfung einstellen

-Fahrhöhe überprüfen und einstellen

-Gabel und Federbein zerlegen und warten

-Rennstrecke, Youngtimer, und andere Sonderfälle

-Semi-aktive Fahrwerke

-Das Profi-Testhandbuch

-Fahrwerksprobleme, Ursache, Lösungen.

Wer auf dem Gebiete der Fahrwerkstechnik Änderungen/Verbesserungen am Motorrad vornehmen möchte, kommt um dieses Werk nicht herum. Darüber hinaus ist es als Ergänzungsliteratur in der Berufsausbildung von Zweirad-mechanikern geeignet.

Autor: Werner Koch; Titel: Motorrad-Fahrwerke  richtig abgestimmt; Tipps und Tricks vom Profi; 256 Seiten; ca. 200 Abbildungen; gebunden; 240cm; ISBN 978-3-613-04374-9; Ladenpreis 29,90 €uro (D); Motorbuch Verlag

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26.04.2021

Der BVDM e.V. und „Silent Rider“: Eine Klarstellung

Einige Motorradfahrer kritisieren, dass der BVDM e.V. Mitglied in der Organisation „Silent Rider“ ist. Insbesondere wird kritisiert, der BVDM e.V. würde alle Positionen von Silent Rider mittragen und so gegen die Interessen der Motorradfahrer arbeiten. Vor diesem Hintergrund möchten wir folgendes klarstellen:

  1. Der BVDM e.V. hat die Funktion eines „Beisitzers“ im Vorstand von Silent Rider. Diese Funktion nehmen wir wahr, um in der Organisation von Silent Rider die Perspektive und die Standpunkte der Motorradfahrer – die sich an die StVO und an die Zulassungsbestimmung halten – sowohl in technischer, wie auch in politischer Hinsicht zu vertreten.
  2. Bis auf einen Punkt (die staatliche Förderung von Motorrädern mit alternativen Antrieben) lehnt der BVDM ausdrücklich alle Punkte des aktuellen „Silent Rider Forderungskatalogs“ vollständig ab. Der BVDM e.V. hat die Ablehnung des Forderungskataloges der Organisation „Silent Rider“ wiederholt mündlich wie schriftlich mitgeteilt.
  3. Der Silent Rider-Vorstand hat mehrheitlich – gegen die Stimme des BVDM – den Forderungskatalog in seiner jetzigen Form verabschiedet.
  4. Zu den Forderungen von Silent Rider hat es am 09.05.20 ein Gespräch zwischen dem Silent Rider-Vorstand und dem BVDM-Vorstand gegeben. Der BVDM hat hierbei erneut seine ablehnende Haltung zu den genannten Punkten geäußert. Der Vorstand von Silent Rider ist dabei nicht auf die Argumente des BVDM eingegangen.
  5. Der Bundesratsbeschluss „Entschließung des Bundesrates zur wirksamen Minderung und Kontrolle von Motorradlärm“ (Drucksache 125/20 vom 15.05.2020) entspricht nicht der Position und der Meinung des BVDM e.V. Wir lehnen diesen Beschluss ab. Leider hat Silent Rider an diesem Beschluss mitgewirkt, ohne unsere Ratschläge zu beachten.
  6. Der BVDM e.V. wendet sich strikt gegen jede Art der Diskriminierung von Motorradfahrern. Deshalb fordern wir (soweit technisch möglich) eine politische Gleichbehandlung bei der Durchsetzung und Entwicklung der Antriebstechnik per E-Motor. Wir fordern aus diesem Grund, dass Motorräder ebenso finanziell gefördert werden, wie PKW. Ein Verbot oder eine Behinderung von Benzin oder Diesel betriebenen Motorrad-Motoren lehnen wir ab.

Rainald Mohr

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24.04.2021

Nachruf

Werner Siebenhaar

*13.06.1938   +18.04.2021

Zur letzten Fahrt ohne Wiederkehr ist

Werner Siebenhaar angetreten, trialaktiv seit den frühen 1960er Jahren.

Zuletzt auf einer NSU 251 OSL seines Jahrganges.

Lieber Werner, die Sparte der Classic-Trialsportler ist durch Dein Ableben zutiefst betroffen.

Wir werden Dir ein ehrendes Andenken bewahren.

Uns bleibt die Erinnerung an einen herzlichen Menschen.

Im Namen Aller

 Lothar Schulze

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24.04.2021

Wilbers-BMW-Racing-Team -  300 km/h-Marke geknackt, neues Design und neue „M“ für Florian Alt, Marco Fetz überzeugt mit der "S"

 

Das Wilbers-BMW-Racing Team ist startklar, aber die ersten beiden Veranstaltungen zur Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) auf dem Lausitzring und auf dem Sachsenring wurden abgesagt. Nun soll die Saison vom 21. bis 23. Mai 2021 in der Motorsport Arena Oschersleben beginnen. Langeweile kommt trotzdem nicht auf. Bei Fahrwerksspezialist Wilbers im niedersächsischen Nordhorn ist schon das nächste Motorrad eingetroffen, das für den artgerechten Einsatz auf der Rennstrecke vorbereitet werden will. Die Corona-Pandemie machte dem geplanten Saisonauftakt einen Strich durch die Rechnung. „Deshalb stecken wir den Kopf nicht in den Sand“, meint Teamchef Benny Wilbers. „Der Veranstalter hat es auch letztes Jahr geschafft, wenigstens ein paar Rennen auf die Beine zu stellen. Hoffen wir, dass es in diesem Jahr mehr sind. Aber das Corona-Problem ist noch nicht vorbei.“

 

 

Das Wilbers-BMW-Racing-Team hat 2021 zwei Fahrer in der IDM Superbike 1000 am Start: Florian Alt, 24 Jahre, aus Nümbrecht, ist ein Titelfavorit in der höchsten deutschen Motorradklasse im Straßenrennsport. „Flo“ fährt eine BMW mit der Bezeichnung „M 1000 RR“, es ist das neueste Modell der Marke. Marco Fetz, 20 Jahre, aus dem bayrischen Kleinbreitenbronn ist die Nachwuchs-hoffnung im Team. Er startet mit dem Vorgängermodell „S 1000 RR“. Der Unterschied zwischen den Superbikes liegt in der Fahrwerksgeometrie und dem elektronischen Zubehör.

Das Motorrad von Florian Alt hat etwa 220 PS bei einem geforderten Mindestgewicht von 170 Kilogramm in der Superbike-Klasse. Das Wilbers-Team hat mit Cheftechniker Burkhard Stember beide BMW-Modelle mit den hauseigenen Fahrwerkskomponenten veredelt. Dazu gehören das hintere Federbein, die Closed Cartridge-Gabel vorn, das blau eloxierte Außenrohr und die schwarz eloxierte Achsaufnahme. Mit diesem speziellen Wilbers-Design können sich auch Hobby-Rennfahrer und sportliche Biker eindecken.

Das Racing-Team absolvierte inzwischen die ersten Testfahrten mit beiden Piloten im spanischen Valencia, in Aragón und Barcelona. Florian Alt wie auch Marco Fetz knackten beim Top Speed die 300 km/-Marke. Vor drei Tagen wurde uns nun auch die zweite BMW M 1000 RR in die Firma nach Nordhorn geliefert“, berichtet Burkhard Stember. „Sie steht jetzt als Gerippe in der Werkstatt und wir sind mit dem Neuaufbau schon in vollem Gange. Außerdem revidieren wir alle Motoren für die Superbikes, damit sie rechtzeitig vor dem Saisonstart verplombt werden können. Wir sind alle heiß auf die Rennen. Die Enttäuschung über den abgesagten Saisonstart war entsprechend groß. Wir hoffen, dass jetzt bald etwas geht.“

Fotos: instagram.com/florianalt66 / instagram.com/marcofetz6

Ihr Team „Wilbers-BMW-Racing“

Pt. (Textüberarbeitung: Güma)

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19.04.2021

Fahrzeugspuren in Chemnitz

Teil 1 (Buchvorstellung)

Der Autor hat die Geschichte der sächsischen Fahrzeugindustrie mit Schwer-punkt der Viertelmillionenstadt Chemnitz seit Anbeginn akribisch nachgezeichnet. Bei der Fülle des Stoffes war die Aufteilung in drei Bänden vonnöten. Das Geleitwort zu dem Werk schrieb Carl H. Hahn. Der Teil 1 beinhaltet die Historie mit Nennung und textlicher Darstellung einer Vielzahl von namhaften Personen und Unternehmen. Nahezu 50 Firmen werden als Wegmarken gesehen: Tuchscherer, Presto, Schüttoff, Diamant, Wanderer, Auto Union, Barkas, Moll, ESWECO, Pöge, Häckel, Riemann, Balaco, VEB Fahrzeugelektrik, Marklin, Alno, Rasmussen, Motap, Oscar Winter, Braunsdorfer Maschinenfabrik, Motorenhaus Köhler, Hofmann & Kühn, Oswald Preußer, Alfred Niebel, Deutsche Dynamo-Werke, Hubert Hottek, Seyfert & Butscher, Heinrich Illgen, Stoßdämpfer-Hofmann, Fa. Wachsmut, Fa. Schaumberger & Hempel, Fa. R. Neubert, Fa. B. Gerstenberger, Fa. Dietrich & Hannak, DKW-Simson, Erich Reif, Fa. Endig, Fa. Thranitz, Hans Franke, Gustl Sieper, RIKS, Ehrlich, Fa. Münch, Fa. Bräunig, VEB Elan. Für Edelbastler aller Couleur dürften die Abschnitte über Hans Creutz (BMW Motorrad) und der Fa. Endig (Rahmenumbau) interessant sein.

Das umfangreiche Geschichtswerk über den sächsischen Fahrzeugbau sollte im Bücherregal eines historisch Interessierten keinesfalls fehlen.

Autor: Frieder Bach; Titel: Fahrzeugspuren in Chemnitz Teil 1 Zur Historie des Chemnitzer Fahrzeugbaues; 216 Seiten; 555 Abbildungen; gebunden; ISBN 978-3-937654-77-5; Ladenpreis 24,90 €uro; Mironde Verlag

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13.04.2021

FAHRZEUGSCHICKSALE (Buchvorstellung)

Wo sind sie geblieben – die schönen ein-, zwei- und dreispurigen Vehikel der 1920er- bis 1950er Jahre? Seit Jahren arbeitet der Autor die Fahrzeug-Geschichte im sächsischen Chemnitz und Umgebung gründlich auf. Und wer das erste Drittel des Buches mit den Unfallfotos vergangener Jahrzehnte und den reichlich mit Ironie gespickten Bildunterschriften verinnerlicht hat, ist den Antworten schon ein Stück näher.

Ein weiterer Teil des Buches ist den Zweispurigen der Nachkriegszeit bereitgestellt: Für PKW/Lieferwagen aus Alt mache Neu bzw. halte Altes instand oder baue was Individuelles waren die Devisen. Dinge, mit denen der DDR-Bürger zu kämpfen hatte. Erfindungsreichtum und Beziehungen waren gefragt und zahlten sich aus.

Das letzte Buch-Achtel kommt den Motorrädern zugute. Deutschland war ein typisches Motorradland. Und während des II.WK kam die Motorradproduktion für den Zivilbedarf zum Erliegen. In Eisenach begann nach Kriegsende die Produktion der BMW R35, allerdings als Reparationsleistungen für die Sowjetunion. Fünf Jahre später wurde die Produktion der AWO 425 in Suhl aufgenommen, sukzessive entwickelte sich der Verkauf bei Motorrädern an die deutsche Zivilbevölkerung. Um den Bedarf abzudecken, wurden zahlreiche Maschinen importiert, allen voran CZ und JAWA aus der ehemaligen CSSR (heute Tschechien).

Daneben gab es ein Wirrwarr von Vorkriegsmaschinen, die man entsprechend dem technischen Stand im Fahrverhalten, im Hubraum, in der Leistung und Optik modernisieren wollte. Stellvertretend seien hier genannt: Adler, AWO, BMW/EMW, DKW/MZ, JAWA/CZ, Junak, Presto, Schütthoff, Stoye (Sw), Tautenhahn (Sw), Triumph, Victoria, Zündapp etc. Zahlreiche Fotos beweisen, mit welchem Geschick Motorräder aufgebessert und nach Geschmack der Eigner verändert wurden. Wie z.B. die Abfederungen der Laufräder durch die zertifizierte Werkstatt von Ing. Walter Endig oder die sehr schöne Victoria V35 und deren Elektronik-Zündung, alles kreiert durch den Erbauer Dr. Dietmar Berghänel. Und nicht zu vergessen den Werdegang des 1000-Kubik-Motorrades mit Wartburg-Motor von Peter Böhme, bereits in den 1960er Jahren auf die Straße getrieben.

jawa (131) (2): „Erstarrte“ Hinterrad-Aufhängung für den Classic-Trialsport (Foto: XY)
jawa (131) (2): „Erstarrte“ Hinterrad-Aufhängung für den Classic-Trialsport (Foto: XY)

Das Werk ist für Kraftfahrzeug-Historiker als auch Restaurateure empfehlenswert.

Was nicht in diesem Buch steht: Gegenwärtig gibt es im Classic-Trialsport Pre-65 eine Rigid-Klasse, d.h. ohne Hinterrad-Federung. Da lassen findige Schrauber das Hinterteil „erstarren“, um in dieser Kategorie starten zu können. Vergangenheit wiederholt sich!

Autor: Frieder Bach; Titel: FAHRZEUGSPUREN IN CHEM-NITZ Teil 2  FAHRZEUGSCHICK-SALE; 216 Seiten; 455 Abbildungen; gebunden; ISBN 978-3-937654-96-6; Ladenpreis 24,90 €uro (D); Mironde Verlag 

 Text: Twostroke, Foto: Hans

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12. April 2021

Norwegens Verkehrssicherheit für Motorradfahrer verbessert sich ständig

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Der norwegische Motorradfahrerverband NMCU arbeitet weiter an der Unfallreduzierung, indem er den Bau und die Instandhaltung von Straßen beeinflusst und die Fähigkeiten jedes einzelnen Motorradfahrers verbessert. Und das alles, ohne dass Motorradfahrer von unvernünftigen oder unnötigen Einschränkungen betroffen sind.

Odd Terje Dovik, Präsident der NMCU, sagt: „Bei der NMCU steht die Verkehrs-sicherheit von Motorradfahrern ganz oben auf der Tagesord-nung. Die Durchführung von Kursen zur Fahrerentwicklung zur Verhinderung von Unfällen und zur Verringerung des Schadensschadens durch noch auftretende Unfälle. Die NMCU arbeitet mit faktenbasierter Kommunikation über Motorrad-unfälle, so dass auf dieser Grundlage mit Verbesserungen gearbeitet werden kann, die tatsächlich Wirkung zeigen, ohne dass Motorradfahrer von unangemessenen oder unnötigen Einschränkungen betroffen sind. “

In Norwegen wurde das Risiko, Motorrad zu fahren, in den letzten Jahren erheblich reduziert. 1980 waren 4,8% der Motorradbevölkerung in einen Verkehrsunfall mit Personenschaden verwickelt. Im Jahr 2010 wurde der Anteil auf 0,34% reduziert und im Jahr 2020 auf 0,26%. Es ist leicht zu verstehen, dass ein Motorradfahrer ein höheres Verletzungsrisiko bei einem Verkehrsunfall hat als beispielsweise ein Auto-Fahrer. Ohne einen Schutzkörper kann eine Kollision, die nur eine Delle im Blech eines Autos verursacht, zu Verletzungen eines Motorradfahrers führen. Dies bedeutet nicht, dass Motorradfahrer ein höheres Unfallrisiko haben, sondern dass wir ein höheres Verletzungsrisiko haben. Tatsächlich sind Motorradfahrer im Durchschnitt weniger in Unfälle verwickelt als der durchschnittliche Verkehrsteilnehmer. Motorradfahrer sind jedoch eine ungeschützte Gruppe von Verkehrsteilnehmern, und außerdem ist ein Motorrad ein Fahrzeug, das ein hohes Maß an Fahrkünsten erfordert. Die NMCU weiß, dass das Motorradfahren bis zu einem gewissen Grad Menschen mit extremem Verhalten anzieht, die einen wesentlichen Teil des Unfallbildes ausmachen. Es ist die Aufgabe der Polizei, diese von den Straßen zu entfernen. Die NMCU kann auch nicht die Verantwortung für jeden einzelnen Motorradfahrer oder für Motorradfahrer als Gruppe übernehmen. Die NMCU arbeitet dennoch langfristig und zielgerichtet daran, allen Motorradfahrern zu einem sichereren Alltag auf der Straße zu verhelfen, indem sie sowohl den Bau und die Instandhaltung von Straßen beeinflusst als auch zu einer Steigerung der Kompetenz jedes einzelnen Motorradfahrers beiträgt.

Diese Arbeit steht jedem frei zur Verfügung, sowohl Motorradfahrern als auch anderen Verkehrsteilnehmern. Das Fachwissen und die Veröffentlichungen der NMCU werden beispielsweise in Verkehrsschulen in der gesamten nordischen Region in großem Umfang genutzt. Laut NMCU - einem Mitglied der FEMA - werden die Einstellungen von Motorradfahrern manchmal in den Medien in Frage gestellt. Es ist nicht ungewöhnlich, dass mangelndes Sicherheits-bewusstsein als Erklärung für die Anzahl der getöteten und verletzten Motorradfahrer herangezogen wird. Diese Aussagen werden jedoch häufig ohne faktenbasierte Analyse getroffen und sind häufig durch Annahmen gekennzeichnet.

Zustimmung für die Textveröffentlichung vom NMCU

Quelle: NMCU Top Foto von Hans Vestre

Textüberarbeitung: Güma

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07.04.2021

 

 

 

Digitales Forum „Wochenendfahrverbote für Biker“ des ADAC Mittelrhein

Die Biker Union e.V. bezieht klar Stellung in der Debatte über „Motorradlärm“

Am 1. April 2021 fand auf Einladung des ADAC Mittelrhein e.V., einem der Regionalclubs im ADAC, eine Podiumsdiskussion zum Thema „Wochenendfahrverbote für Biker- überzogen oder sinnhaft gegen Motorradlärm?“ in Koblenz statt. Die Veranstaltung wurde im Live-Stream auf Youtube, Facebook und Twitter übertragen. Zuschauer konnten sich mit per email gestellten Fragen beteiligen. Hintergrund des Gesprächs war die „Entschließung des Bundesrats zur wirksamen Minderung und Kontrolle von Motorradlärm“ aus dem Mai letzten Jahres, die zu heftigen Reaktionen in der Motorradfahrer-Szene geführt und mit der die zum Teil langjährigen Proteste von Bewohnern an von Motorradverkehr besonders belasteten Straßen deutlichen Auftrieb bekommen hatten.

Neben dem Gastgeber Rudi Speich, Vorstand Verkehr & Technik des ADAC Mittelrhein, nahmen im Studio Frank Puchtler, Landrat des Rhein-Lahn-Kreises, sowie Rolf Frieling, Vorsitzender des Biker Union e.V. teil. Per Video zugeschaltet waren Ulrich Jürgens, Ortsbürgermeister der Gemeinde lsselbach im Gelbachtal, einer von Motorradverkehr stark genutzten Strecke, Rolf Deviscour, Hauptkommissar der Polizeiinspektion Prüm aus der Nähe des Nürburgrings, sowie Marco Schmunkamp, Vorstandsmitglied des Vereins Silent Rider e.V., der mit seinem Forderungskatalog gegen „Motorradlärm“ eine der Grundlagen für die Bundesratsentschließung gelegt hatte.

Zu Beginn der Diskussionsrunde stellte der ADAC seine neue Kampagne für eine rücksichtvolle und geräuscharme Fahrweise von motorisierten Zweirädern vor, die mit dem Aufstellen entsprechender Hinweisschilder Anfang März im Gelbachtal ihren Anfang genommen hat. Man war sich schnell einig darüber, das nur ein kleiner Teil der Motoradfahrer durch ihre Fahrweise und durch illegale Manipulationen an ihren Fahrzeugen für die Probleme sorgt, das diese „schwarzen Schafe“ aber an besonders reizvollen Motorradstrecken gehäuft auftreten. Trotzdem seien Streckensperrungen nur für motorisierte Zweiradfahrer kein geeignetes Mittel zur Lösung der vorhandenen Probleme. Abhilfe könnten gemeinsame Anstrengungen zur Sensibilisierung der Betroffenen schaffen. Besonders hartleibige Zeitgenossen müssten jedoch auch durch eine konsequente Anwendung des vorhandenen Sanktionsrahmens zur Vernunft gebracht werden.

„Mir war es wichtig, auch an diesem Tag deutlich zu machen, das wir als Fahrerverband die Probleme ernst nehmen“, sagte Rolf „Hilton“ Frieling im Anschluss an die Veranstaltung. „Schon lange vor der Bundesratsinitiative sind jedoch Forderungen erhoben worden, die uns nicht weiter bringen. So würden Änderungen an den Zulassungsvorschriften, selbst wenn sie umgesetzt werden könnten, kurz- und mittelfristig keine Entlastung für die Anwohner bringen. Denn die können aus vom Grundgesetz vorgegebenen Gründen nur für Neufahrzeuge gelten. Bei ca. 4,5 Millionen zugelassenen Bestandsfahrzeugen würde es mindestens 10 bis 15 Jahre dauern, bis man eine maßgebliche Veränderung vor Ort merken würde.“

„Helfen kann nur ein Mentalitätswandel unter den Motorradfahrer, die durch gemeinsame Anstrengungen aller Beteiligten erreicht werden kann“, so Frieling weiter. „Zudem ist eine konsequente Anwendung der rechtlichen Sanktionsmöglichkeiten notwendig. Dafür sind die Bundesländer zuständig, die im Rahmen von landesweiten Konzepten die personellen, finanziellen und technischen Ressourcen zur Verfügung stellen müssen, dass dies bisher nicht im erforderlichen Umfang geschehen ist, hat Landrat Puchtler in seinen Diskussionsbeiträgen deutlich gemacht.

Wir sind aber zuversichtlich, dass mit dem neu gegründeten „Runden Tisch Motorradlärm“ in Rheinland-Pfalz Schritte in die richtige Richtung gemacht wurden. Bleibt zu hoffen, das auch andere Bundesländer endlich ihrer Verantwortung gerecht werden und in der Zukunft auf starke, aber leere Sprüche verzichten.“

„Etwas überrascht hat mich, dass der Vertreter des Silent Rider e.V. offenbar erste Absetzungsbewegungen von ihrer unsinnigen Forderung nach einem Geräuschgrenzwert von 80 dB(A) für Motorräder in allen Fahrzuständen gemacht hat. Er sagte im Rahmen der Diskussion auch, „Wir wollten laut werden, damit es leiser wird“. Es gibt den schönen Satz „Wer schreit hat unrecht“. Wir halten Lautstärke für kein geeignetes Mittel zur Lösung von Konflikten. Für uns sind sachlich fundierte Argumente ausschlaggebend, die ich in der Silent Rider Kampagne bisher vermisse“, so Frieling.

Zum Ende der Motorradsaison im Herbst ist eine Fortsetzung des Gesprächs beim ADAC Mittelrhein geplant, um über die Erfahrungen aus der abgelaufenen Saison zu diskutieren.

Foto: Digitales Forum des ADAC (Foto: ADAC).

http://www.bikerunion.de

Pt. Biker Union e.V.

Textüberarbeitung: Güma

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07.04.2021

News von PS-Motorradtraining-Süd

 

Trotz Corona-Einschränkungen und Wetterkapriolen ist der Start des Kurven- und Schräglagentraining Anbieters bestens geglückt!

An den ersten Trainingstagen wurden den Teilnehmern in Theorie und Praxis viele Synapsen hinsichtlich Blickführung, Linienwahl und Körperhaltung neu geschärft und auch die ‚Winterstarre‘ gut beseitigt.

Unter den Kunden waren sowohl Neueinsteiger (junge Mädels und ältere Semester) als auch Wiedereinsteiger und eigentlich erfahrene Motorradfahrer. Es gab somit in jedem Kurs unterschiedliche Erwartungshaltungen und auch Anforderungswünsche! Die Instruktoren Tom und Robert konnten jedoch die Erwartungen durch die Bank weg erfüllen.

Sogar das ‚Hanging-Off mit dem erhofften ‚Knieschleifen wurde bei einigen Teilnehmern als Wunsch erfüllt! Das dies sogar auf nicht unbedingt für ‚Megagrip bekannten Heidenau-Reifen (u. ohne Heizdecken;) möglich war, hat die Jungs und Mädels dann doch sehr erstaunt! Die Wahl für Heidenau-Reifen wurde dabei vom Trainingsteam bewusst getroffen, um den Teilnehmern keine Entschuldigung in Bezug auf die Reifengüte zu geben! Denn was mit Heidenau beim Training geht, geht mit jedem anderen Reifen daheim auch!

In den Feedback-Runden jeweils am Ende der Trainingstage konnten die Teilnehmer ausführlich Kritik und Lob äußern! Fazit: PS-Motorradtraining-Süd erfüllt die Kundenwünsche bereits jetzt schon nahezu zu 100%. Die Gästebucheinträge auf der Homepage www.ps-motorradtraining-sued.de belegen dies eindeutig!

Neben dem für April und Mai bereits gut gebuchtem, oben beschriebenem A-Training stehen zusätzlich auch noch ‚Saison-Warm-Up Trainings sowie ‚Sozia- und Gepäck-Trainings an!

Wen es aus dem Norden noch weiter in den Süden zieht, der wird bei PS-Süd ebenfalls fündig:
      Im Juni und September sind zwei Traum-Bergfahrwochen ins Trentino (Juni) und an den Gardasee (Sept.) geplant und bereits jetzt buchbar.

Mit maximal 10 Motorrädern in jeweils zwei  instruktorgeführten 5er Gruppen werden zauberhafte, wenig gefahrene Routen mit optischen und kulinarischen Leckerbissen erkundet!

Auch hierbei soll auf die besonderen Anforderungen in den Bergen eingegangen werden. Die Instruktoren werden dabei einen häufigen Blick auf jeden einzelnen Teilnehmer haben. Bei Halbpension in schönen Hotels mit Pools lässt es sich dabei trefflich nach tollen Tourentagen entspannen. Alle Infos hierzu findet ihr ebenfalls auf der Homepage!

Alle Buchungen sind ohne Corona-Storno-/Kostenrisiko möglich!

Bei Fragen rund um das gesamte Angebot könnt ihr auch gerne den Tom unter der dort hinterlegten Handynummer. anrufen.

Tom Bartels
Organisation/Trainer/Instruktor
PS-Motorradtraining-Süd
+49 (0)170 1808378
eMail: tom.b@ps-motorradtraining-Sued.de
Internet:
www.ps-motorradtraining-sued.de

Textüberarbeitung: Güma

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05.04.2021

Wilbers BMW Racing in Kooperation mit Hertrampf Racing

Es war nur eine Frage der Zeit, dass die beiden sportlich orientierten Unternehmen Wilbers Products und Hertrampf aus Nordhorn auch im Fahrerlager zusammenarbeiten.

Benny Wilbers und Denis Hertrampf sind im, vom Corona-Virus geprägten, Jahr 2020 zusam-mengekommen, um zu sehen, ob eine Zusammenarbeit im Handel und Sport Sinn macht.

So kam es während des Abschlussrennens 2020 BONOVO in Oschersleben zum Test der Wilbers Fahrwerkstechnik in der Suzuki von Hertrampf Racing.Hertrampf vertreibt mittlerweile Wilbers Fahrwerksprodukte über seinen Web-shop, somit hat die Zusammenarbeit endgültig auf allen Ebenen begonnen.

Wilbers hat derweil erste hochwertige Fahrwerksprodukte für die Langstrecken Ducati V4 und die Yamaha R1 realisiert. Produkte vom Typ „TractionControl“ werden in Kürze auch vom Team „Hertrampf Racing“ getestet. Die „TractionControl“ Produkte wurden in der letzten Saison bereits von unserem Stammfahrer Florian Alt im Team „Wilbers-BMW-Racing“ erfolgreich eingesetzt.

 

Wilbers und Hertrampf freuen sich auf spannende Kämpfe beider Teams!

 Sowohl „Wilbers-BMW-Racing“ als auch „Hertrampf Racing“ sind in der Lage aufs Podium zu fahren. Ein großer Schritt ohne Konkurrenzdenken, gut für den Motorsport in der Königsklasse der IDM Superbike!

Ihr Team „Wilbers-BMW-Racing“

Pt. (Textüberarbeitung: Güma)

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05.04.2021

Kampf um freie Fahrt für Motorräder rund um den

Feldberg/ Hochtaunuskreis

Im Frühjahr 2019 kündigte der Landrat des Hochtaunuskreises Ulrich Krebs (CDU) testweise Sperrungen für Motorräder auf beliebten Strecken im Hochtaunuskreis (rund um den Feldberg) an.

06-2019 BVDM organisiert  machtvolle Demonstration

Der „Bundesverband der Motorradfahrer“ (BVDM e.V.) reagierte sehr schnell. Getreu dem Motto „wehret den Anfängen“ organisierte der BVDM im Juni 2019 eine machtvolle Demonstration von Motorradfahrern, verbunden mit einem Musikerlebnis auf dem Feldberg. „Paddy Goes to Holyhead“ spielte „pro Bono“ für die demonstrierenden Biker.

Obwohl der Landrat versprochen hatte die Ergebnisse der testweisen Sperrung offen zu legen, wurde dies bis heute nicht getan.

08-2020 BVDM startet Aktion „Kaffee statt Knöllchen“

Um guten Willen zu zeigen, startete der BVDM e.V. Im August 2020 eine Aktion „Kaffee statt Knöllchen“, bei welcher der BVDM zusammen mit der Polizei und unterstützt durch den Verband motoradfahrender Polizisten „Rennleitung 110“ das Gespräch mit „auffälligen“ Bikern suchte um diese zu rücksichtsvollem Fahren auf zu fordern.

03-2021 „Biker for Freedom“ organisiert Dialog-Demonstration

„Biker for Freedom“ startete  am 27.03.2021 eine dritte sehr gut organisierte Protestaktion auf dem Feldberg gegen Streckensperrungen. In der Form einer Dialog-Demonstration mit der Politik, betroffenen Bürgern und Motorradfahrern. Bei eisiger Kälte und Schneegestöber war der BVDM e.V. wieder vor Ort vertreten, ebenso wie die „Rennleitung 110“, der „Gastronomie und Hotel Verband“ (DEHOGA) sowie mehrere Vertreter von politischen Parteien der Region. Besonders hervor zu heben ist die Bürgermeisterin von Schmitten, einer betroffenen Anrainer-Gemeinde am Feldberg.

Die Bürgermeisterin Frau Krügers, war leider die einzige „Amtsträgerin“. Vermisst haben wir den Landrat ebenso, wie einen „Amtsträger“ der betroffenen Anrainer-Gemeinde Oberursel.  Mit Ausnahme der Bürgervereinigung „B-now-Schmitten“ waren sich alle Redner einig, dass eine Streckensperrung nur für Motorräder nicht in Frage kommt. „B-now“ fordert die Streckensperrung, allerdings hat diese Bürgerorganisation mit 4 von 31 Sitzen im Stadtparlament keine Mehrheit.

03-2021 BVDM sendet „Offenen Brief“ und „Thesenpapier“ an Landrat und Bürgermeister

Der BVDM (vertreten durch den Autor) schlägt vor einen „Runden Tisch“ zur Problemlösung einzurichten. Diesem Vorschlag folgen alle Beteiligten. Die Bürgermeisterin Frau Krügers sagte zu, sich auf der Kreistagsebene um eine solchen „Runden Tisch“ zu bemühen. Zu diesem Zwecke hat der BVDM-Vorstand ein Thesenpapier mit Lösungsvorschlägen erarbeitet. Der Landrat und die beiden Bürgermeisterinnen der Anrainer-Gemeinden an der beliebten Motorradstrecke (Oberursel und Schmitten) haben am 29.03.2021 einen „Offenen Brief“ mit der Aufforderung einen „Runden Tisch“ einzurichten erhalten. Ebenso ein Thesenpapier mit Maßnahmen. Bei den Maßnahmen handelt es sich bewusst um „Thesen“, das heißt wir (der BVDM e.V.) sind offen für Verbesserungen, Ergänzungen und Kritik.  Zur „Kenntnisnahme“ haben wir diese Dokumente auch an alle im Kreistag vertretenen Gemeinden versendet. Ebenfalls an die Presse.

Hier das Thesenpapier und der „Offene Brief“:

Offener Brief-lz

Thesenpapier Reduzierung Motorradlärm Hochtaunus

Hier zwei aktuelle Pressemeldungen:

https://www.fnp.de/lokales/hochtaunus/motorradfahrer-fordern-weiter-freie-fahrt-zum-feldberg-90265577.html

https://www.usinger-anzeiger.de/lokales/schmitten/dialogaktion-zu-motorradlarm-auf-feldberg-der-grosste-gegner-fehlte_23418151

Dies ist die Strecke, welche von der Sperrung bedroht ist:

Allgemein Feldberg. permalink.

Autor: Rainald Mohr

Textüberarbeitung: Güma

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03.04.2021

Lesen und Losfahren (Buchvorstellung)

Der Autor hat zu seinem Buch OFF THE ROAD ein weiteres hinzugefügt, mit der Titelergänzung TRAVELLING. Beginnend mit wichtigen Hinweisen der Reisevorbereitungen über Fahrzeug, Werkzeuge, Reiseausrüstung inklusive Persönliches und Scheckliste lässt er in 20 Reiseberichten erfahrene Off-Road-Reisende zu Wort kommen: Reiseländer von Albanien über Afrika, Europa, Südamerika bis Zentralasien. Die Weitgereisten erzählen was sie auf den Touren erlebt bzw. kennengelernt haben: Fremde Kulturen, Menschen und atemberaubende Landschaften sowie brenzlige Situationen gemeistert zu haben.

Dazu werden die Besitzer und ihre Fahrzeuge vorgestellt und Insiderinformationen sowie Kartenmaterial zu den besuchten Ländern angegeben. Durch die Anzahl der verschiedenen Berichte findet der Planer durchaus einen (oder mehrere), die seinem Vorhaben am ähnlichsten sind - umso besser.

Wer mit der Hoffnung bei Rückgang der Corona-Pandemie eine derartige Reise plant, kommt um das hilfreiche Buch nicht herum. Es ist auch denjenigen Kandidaten wärmstens zu empfehlen, die „gern“ mal was vergessen.

Autor: Michael Scheler; Titel: TRAVELLING OFF THE ROAD 20 Reiseberichte, die Lust aufs Losfahren machen; 240 Seiten; 360 Abbildungen; 240mm; kartoniert; ISBN 978-3-613-50914-6; 19,95 €uro (D); Pietsch Verlag

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31.03.2021

 

 

Wilbers holt weiter auf! MOTORRAD des Jahres 2021

 

Wir möchten uns als allererstes beim Team MOTORRAD bedanken, dass es am gestrigen Montag trotz Corona eine sehr professionelle, per Video Live Chat gesendete, Veranstaltung „Motorrad des Jahres“ gab. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde gleichzeitig das Ergebnis der Wahl „Best Brand“ vorgestellt.

Dass die neue BMW M 1000RR Motorrad des Jahres wurde freut uns natürlich sehr, nicht zuletzt weil wir genau dieses Motorrad mit Florian Alt in der IDM Superbike einsetzen.

Bei der Wahl „Best Brand“ sind wir stets höchst gespannt auf das Ergebnis und tatsächlich haben wir mit 48% auf Platz 2 weiter aufgeholt.

Das ist für uns eine Bestätigung, dass unsere Individualität sowie das Durchführen mutiger Projekte mit ZF wertgeschätzt werden. Der Harley Nivomat geht gerade in den USA durch die Decke! Um so mehr freuen wir uns, bald den Großenduro Nivomat für u.a. die BMW R1150 GS – R1200 GS – R1250 GS vorstellen zu können.

 

Wir haben Euch hier den Link zum Video der Veranstaltung noch einmal zur Verfügung gestellt:

https://www.motorradonline.de/ratgeber/motorrad-des-jahres-2021-ergebnisse-leserwahl/

Ihr Team „Wilbers-BMW-Racing“

Pt.  (Textüberarbeitung: Güma)

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30.03.2021

RUSSISCH ROULETTE

Ausführungsformen von Zweitaktmotoren gibt es viele. Nach Ende des II.WK demontierten die Sowjets aus dem Zschopauer Motorradwerk alles, was gelinde ausgedrückt nicht niet- und nagelfest war. Konstrukteur August Prüßing (1896 – 1967) erhält von der Sowjetischen Militäradmini-stration in Deutschland den Auftrag, einen Zweitakt-Gegenkolbenmotor zu entwickeln. Dieser Motor war die letzte Neukonstruktion eines aufgeladenen Zweitakters einer glanzvollen DKW-Epoche im Rennsport. Durch das Kompressorverbot der FIM 1950 hatte diese Konstruktion ihre Daseinsberechtigung verloren. Nicht so in der Sowjetunion, dort hatte die Prüßing`sche Konstruktion das Renngeschehen bei Motorrädern bis in die späten 1950er Jahren mitbestimmt.

Die Autoren haben akribisch recherchiert und die Entwicklung facettenreich nachgezeichnet.

Aus dem Inhalt

-Erinnerungen an „Motorrad-Papst“ Karl Reese

-Konstrukteur August Prüßing

-Gegenläufer für die Sowjets

-Konstruktionen von Kurt Bang

-Hermann Weber - ein Leben für DKW

-Konstrukteur Erich Berganer

-ein Leben für`s Motorrad: Herbert Friedrich

-Rennfahrer Kurt Kuhnke.

Das Buch wird mit interessanten Berichten, Schreiben und Konstruktionszeichnungen abgeschlossen. Es ist Zweitakt-Liebhabern, Historikern und Rennfahrern wärmstens zu empfehlen.

 

Autoren: Frieder Bach, Heiner Jakob; Titel: Der letzte Kompressor-Zweitakter mit DKW-Genen  Glanzstück sächsischer Ingenieure; 112 Seiten; 125 Abbildungen; Broschur; VP 14,50 €uro; ISBN 978-3-96063-035-7; Mironde Verlag

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28.03.2021

MOTOR LEGENDEN  JAMES DEAN

Der Schauspieler James Dean gehörte zu den begabtesten Hollywoodstars. Nur drei Filmwerke machten ihn zur Leinewand-Ikone ersten Ranges. Der Autor berichtet von seinen Leidenschaften, sprich Geschwindigkeiten per Auto und Motorrad, aber auch von seinen Filmerfolgen. Das tragische Ende von James Dean steht am Anfang des Buches. Auf der Fahrt zu einem Rennen verunglückt er durch einen Unfall in seinem Porsche Spyder tödlich, gerade mal 24 Jahre jung. Die Bilder von dem zerstörten Wagen zählen zu den bekanntesten der Automobilgeschichte. James wäre in diesem Jahr 90 Jahre alt geworden.

Aus (s)einem Schulaufsatz: Mein Hobby, oder was ich in meiner Freizeit mache, ist Motorradfahren. Ich weiß auch mechanisch eine ganze Menge über ein Motorrad, und ich liebe es zu fahren. Nach einer „Gehhilfe“ mit Whizzer Hilfsmotor im Jahr 1944 bekam er drei Jahre später von seinem Onkel eine tschechische CZ 125 geschenkt. Sie bekam mehrere Spitznamen, wie Bumblebee, Popcycle etc. Immerhin erlitt er mit diesem Bike keine Verletzungen.

1953 tauschte er die CZ gegen eine Royal Enfield, mit der er auf der Autobahn liegen blieb. Während der Reparatur sah er eine Indian Warrior TT, die er gegen die RE eintauschte. Hierbei lernte er auch seinen späteren Kollegen Steve McQueen kennen. Hat dieser ihn zu James Karriere unterstützt?

Seine letzten Motorräder waren Triumph T 110 und TR 5 Trophy. Wo die Bikes verblieben sind, steht in diesem Buch. Falls sie überhaupt noch auffindbar waren.

Er besaß lange nicht so viele Bikes wie Steve (200), sie blieben im einstelligen Bereich.

Von seinen Autos seien genannt: Ford Sedan, Chevrolet, MG TD, Porsche 356 und -550, Ford Country.

Das gelungene Werk wird abgerundet mit Diskussionen von deutschen Porsche-Mitarbeitern, wie deren Autos in den USA fußgefasst haben. Zugleich eine Zeittafel über das Leben des Filmidols James Dean.

Das Buch ist Motorsportlern ebenso wie Verehrern des großen Schauspielers zu empfehlen.   

Autor: Siegfried Tesche; Titel: Motor-Legenden James Dean; 240 Seiten; ca. 180 Abbildungen; gebunden; 29,90 €uro; ISBN 978-3-613-04363-3; Motorbuch Verlag

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31.03.2021

„Fahrt ins Blaue 2“

Bei unserer  „Fahrt ins Blaue“ verschlug es uns in eine besondere Gegend: die Steiermark. Hier kamen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus.

·         Strecke: Mariazell, Eisenerz, Judenburg, Graz, Leibnitz,

Bad Gleichenberg, Spielfeld

·         646 km (Womo), 1.012 km (Moto)

·         23 Tage

·         4 Stopps

·         Wetter: bewölkt bis sonnig, Gewitter, Schauer, 22-33 Grad

Da im Corona-Jahr das Reisen nicht ganz so planbar war wie sonst, lautete das Motto unserer Tour 2020 „Fahrt ins Blaue“. Nach einem Verwandtenbesuch in Bayern, tollen Teiletappen durchs Mühl-, Wald- und Mostviertel in Österreich schlugen wir nun eine südöstliche Richtung ein. Es sollte in die Steiermark gehen.

Was wird uns erwarten in diesem österreichischen Bundesland, das wir zwar ein- bis zweimal durchfahren, aber nie entdeckt haben? Die Insider schwärmen von den verschiedenen Regionen, u.a. der Bergregion, geprägt durch die Alpen, das Weinland, das Thermenviertel und die Region Graz mit der imposanten Landeshauptstadt. Das „grüne Herz Österreichs“ besteht jedenfalls zu über 70 Prozent aus Wäldern und Wiesen. Und es soll zwar touristisch gut erschlossen, aber nicht so überlaufen sein wie Tirol oder Kärnten. Wir sind gespannt, was uns erwartet. Der „Eingang“ ins grüne Herz ist schon vielversprechend! Im Folgenden einige Impressionen aus dieser einmaligen Gegend.

Die erste Motorradtour führte uns ins westliche Bergland der Steiermark. Mitten durch die Niederen Tauern führt der Sölkpass (1.788m), umgeben von etlichen Zweitausendern. Das Beste: In der Woche ist der Pass mit seiner teilweise recht schmalen Straße und einigen engen Kehren nicht überlaufen, sondern angenehm entspannt zu fahren. Auf der Passhöhe laden ein paar Bänke am Kapellchen zum Picknick mit Weitblick ein.  Biker, Radfahrer, Wanderer und Autofahrer scheinen hier recht rücksichtsvoll miteinander umzugehen.

Die Mur ist der Hauptfluss der Steiermark und ein Wahrzeichen der Region. Über den Murtal-Radweg kann man kilometerlang radeln und oberhalb der Mur hat man als Motorradfahrer wunderbare Ausblicke. Aber auch die anderen Flusstäler der Steiermark wie die Täler der Enns, der Gurk, der Mürz oder der Pölzbach bieten Romantik pur. Schon immer war das Murtal ein bedeutender Handelsweg. Der insgesamt 464km lange Fluss weist in Österreich alleine 27 Wasserkraftwerke auf und weitere sind geplant. (Wikipedia)

Kaum eine andere Großstadt hat uns bisher so entspannt fasziniert wie Graz, die Landeshauptstadt der Steiermark, ein UNESCO-Weltkulturerbe. Besonders gefielen uns die verwinkelten Sträßchen der Altstadt mit den bestens erhaltenen Gebäuden aus Mittelalter, Barock und Renaissance mit ihren Hinterhöfen, die große Parklandschaft, die sich um die Altstadt entlang zieht, die wilde Mur mit der künstlichen Murinsel und der Schlossberg, den man außer zu Fuß mit der Seilbahn oder einem Lift erreichen kann. Abwärts geht es durch den Berg mit einer Riesenrutsche! Graz hat so viel zu bieten, dass man unbedingt wiederkommen muss!

Ein Mädchentraum wird wahr, ein Besuch im Landesgestüt Piber in der Steiermark, der Heimat der majestätischen Lipizzaner. Rund 280 Pferde sind hier zu Hause. Stuten gebären ihre zunächst dunklen Fohlen, die Hengste werden eingeritten und für die Wiener Hofreitschule ausgewählt, die Leistungspferde aus Wien genießen auf den Almen in der Umgebung regelmäßig ihre „Ferien“. Die sanfte Zucht und Dressur der edlen Pferde ist ein besonderes Merkmal der Lipizzaner-Philosophie.

Beim Fahren durch die ländlichen Regionen Österreichs, zuletzt der Steiermark, fällt auf, dass es hier eine recht häufige Direktvermarktung landwirtschaftlicher Produkte gibt. So genossen wir im Zirbenland natürlich den Zirbenschnaps (Zirbe = kieferverwandter Nadelbaum, der zwischen 1.500 und 2.000m Höhe wächst) aus dem örtlichen Hofladen und deckten uns mit selbst hergestelltem Käse und Bauernbrot ein. Und als Nachtisch mit Zirbenpralinen! Kaufen regional und direkt beim Erzeuger ist vielleicht etwas teurer, dafür oft gesunder und umweltfreundlicher.

Eine Spezialität der Steiermark sind ohne Frage die Ölkürbisse. Das „grüne Gold“ wird insbesondere in der Oststeiermark angebaut. Hier ist das sonnig-feuchte Klima besonders günstig. Geerntet werden die gelben Früchte von Ende August bis Anfang Oktober. Durch das Rösten der Kerne entsteht ein nussiges Röstaroma im dickflüssigen, dunklen Kernöl. Auf Brot oder Salat und sogar auf Eis ist das spezielle Öl eine Köstlichkeit.

Schöner kann sich Wein nicht präsentieren wie in der Südsteiermark, der „österreichischen Toskana“. Entlang der Schilcher oder Sausaler, insbesondere aber der südsteirischen Weinstraße zwischen Grasnitzberg und Leutschach wird das Auge verwöhnt vom Anblick der unendlichen Rebenhügel rechts und links der kleinen Straßen. Die Klapotetze (große klappernde Holzräder) vertreiben zur Reifezeit die Vögel aus den Weinbergen.  Motorradfahren wird zum Genuss zwischen den unendlichen Weinbergen.

In den  zahlreichen Buschenschänken und Heurigen kann man nach Herzenslust schlemmen und zwar regionale, von den Wirtsleuten und Winzern oft selbst hergestellte Schmankerl. Während in den Buschenschänken die Jausenplatten mit diversen Brotaufstrichen und selbst gebackenes Brot die Spezialitäten sind, gibt es beim Heurigen auch warme Gerichte, besonders beliebt: das Backhendl. Den Wein der Winzer kann man verkosten und für abends ein oder zwei Fläschchen mitnehmen. Als Dessert zu empfehlen: Palatschinken mit Marillenmarmelade.

Imposant erhebt sich die Riegersburg in der Oststeiermark in der Nähe der österreichischen „Route 66“ über die vulkanische Landschaft. Die größte Burganlage der Steiermark diente u.a. im 16. Jahrhundert als Schutz vor den einfallenden Türken und wurde nie eingenommen. Prächtige Fürstenzimmer und eindrucksvolle Waffenkammern laden zur Besichtigung ein. Diese Burg sollte man auf keinen Fall „links liegen lassen“.

In unmittelbarer Nachbarschaft gibt es ein Schokoladenparadies der Superlative. Die Manufaktur Zotter ist weit über die Grenzen hinaus bekannt. Ich liebe Schokolade!  Okay, das familiengeführte Unternehmen ist touristisch stark vermarktet, aber alleine im Shop läuft einem schon das Wasser im Mund zusammen. Über 100 Sorten der handgeschöpften Schokoladen sorgen für eine Qual der Wahl. Dazu Pralinen vom Feinsten! Da kann man nicht widerstehen und MUSS etwas einkaufen! Meine Lieblingssorten sind aus dunkler Schokolade mit Schuss!

Ich bin ein großer Hundertwasser-Fan. Die Bilder, Skulpturen und vor allem die Architektur des österreichischen Künstlers zeugen von Lebensfreude, Individualismus und Fantasie. Nichts ist gerade, alles ist bunt, überraschend, märchenhaft wie aus Tausendundeiner Nacht. In der Steiermark hat Friedensreich Hundertwasser (1928 bis 2000) mit der Kirche in Bärnbach und der Rogner-Therme in Bad Blumau zwei begehbare Kunstwerke geschaffen, die man kaum verlassen möchte. Auch nach vier Stunden hab ich mich in der Hundertwasser-Therme immer noch verlaufen und staunte über neue Ecken und Räume. Kunst, Entspannen und Gesundheitsvorsorge sind hier auf´s Schönste kombiniert. 

Das Fazit 2. der Etappe: Es war ein guter Entschluss, sich endlich einmal ausführlich in der Steiermark umzusehen. Die Erwartungen, die wir hatten, wurden nicht nur erfüllt sondern übertroffen. Motorradfahren, Essen und Trinken sowie eine durchgehend nette Geselligkeit der Einheimischen sorgten für eine wunderbare Wohlfühlatmos-phäre. Übernachtet haben wir auf netten Campingplätzen; herauszuheben sei der Ü-50-Platz in Fisching, auf dem es trotz Hauptsaison angenehm ruhig war.

Nun stellte sich die Frage: Wohin sollte es weitergehen? Was war möglich?

Ulla Kugler

eMail: ukugler@t-online.de

Internet: https://www.ex-sozia.de/

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