Güma´s interaktive Motorradzeitschrift 2021

GiMZ

Drittes Vierteljahr 2021

Juli - September

Diese Motorradzeitschrift erscheint im vierteljährlichen Rhythmus, wird jeweils nach Eingang von Berichten aktualisiert und soll für alle Bundesländer informieren. Mitarbeit erwünscht. Beiträge bitte per eMail zusenden, Bilder als .jpg in der Größe ca. 720 x 540 pixel = ca.1 MB, 25 x 28 cm (Bilder können auch von uns in der Größe geändert werden). Allen Texte müssen der Name und die Adresse des Autors beigefügt sein (an den Beitrag wird nur der Name oder das Kürzel des Autors angehängt). Beiträge werden redaktionell überprüft. Die Haftung für den jeweiligen Beitrag incl. der Bilder obliegt dem Autor.

(Sollte sich dieses Projekt in vernünftigem Rahmen aufbauen, kann ohne weiteres die Grundlage aus dem privaten Bereich herausgenommen und als eigenständig Internetseite  geführt werden!)

Zeitnahe Berichte - von Motorradfahrern

für Motorradfahrer

(Wir können natürlich nicht immer selbst bei allen  Veranstaltungen sein. Deswegen meine Bitte, schickt Text und drei bis sechs Fotos von Veranstaltungen, die ihr besucht habt. Das ist wichtig! Und ihr unterstüzt damit die GiMZ.)

Bitte Eure Berichte mit drei bis sechs Fotos über eMail:

G.Machalett@gmx.de

oder per Post  an:

Redaktion für Motorrad-Infos in Niedersachsen,

Postfach 43, 38316 Hornburg

zusenden

als Betreff bitte angeben: Beitrag für GiMZ (Veranstaltung)

Bilder können durch anklicken vergrößert werden!

Dann sind auch die Bildtitel zu lesen!

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Achtung! Wichtiger Hinweis:

Auf Grund der vielen und umfangreichen Beiträge mussten wir die Ausgabe der GiMZ in 4 Ausgaben  teilen.

Erste Ausgabe ist die GiMZ von Januar bis März, zweite Ausgabe April bis Juni, dritte Ausgabe von Juli bis September, vierte Ausgabe von Oktober  bis Dezember.

Zu den vorherigen Ausgaben der GiMZ (ab 2017) bitte links in der Navigation anklicken!

22.09.2021

Classic Offroad Festival

Zum 23. Classic Offroad Festival hatte der MC Steglitz e.V. Berlin nach seinem MX-Gelände in Wietstock bei Ludwigsfelde eingeladen. Bei dem schönen Wetter und einem Regenguss war auch der lästige Staub gebannt. Es wurden einschlägig mit den „Pantoffelhelden“ 150 Aktive festgestellt, es gab ja immerhin durch die Corona-Pandemie Etliches nachzuholen. Gäste kamen aus Dänemark, Niederlande, Norwegen, Polen, Schweden und Tschechien. Mit von der Partie waren fünf Damen.

Ausgetragen wurde die Vergleichsfahrt auf der 1700m langen hügeligen Sandstrecke mit etlichen Kehren und einem Steilhang in acht Klassen getrennt nach Baujahr, Hubraum, Konstruktion und Interessengebiet, z.B. Hobby. Seit drei Jahren gibt es auch eine Mopedklasse, nun gespickt mit einer 80er Klasse, die nicht oder extra gewertet wird.

Interessante Technik wurde gesichtet. So z.B. die JAWA 350 Einzylinder Type 558 mit 22PS von 1962, damals in allen Geländesportarten eingesetzt. Dann die PUCH 80 oder eine Boxer-BMW mit Kettentrieb.

Am stärksten belegt waren die Klassen Hobby und Twin Shock. Nach der Sandschlacht und Siegerehrung wurde das professionell organisierte Event unter der Klängen der Liveband „Horst with No Name“ abgerundet. Und wer von dem Spektakel am Samstag noch nicht genug hatte, konnte am Sonntag beim freien Training zwischen 10- und 12 Uhr seine noch vorhandenen Kräfte abreagieren.

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19.09.2021

Charity-Ausfahrt Sonnenhofroute

Trotz Corona und damit einhergehender Probleme bei der Organisation hat auch in diesem Jahr der M.C. Hermsdorf e.V. (www.mchev.de) die 17. Sonnenhofroute für die Björn Schulz Stiftung am 04.September 2021 durchgeführt. Bei diesem Motorradkorso durch Berlin und Brandenburg werden Spenden, Sachpreise und sonstige Zuwendungen eingesammelt und gänzlich an den Sonnenhof übergeben. Dieses Jahr wurde für therapeutische Maßnahmen der Geschwister und Eltern der schwerstkranken Kinder gefahren. Auch die betroffenen Familien sind auf Unterstützung angewiesen.

Das Spendenergebnis zur Sonnenhofroute 2021 beträgt Euro 12.882,91, so viel wie noch nie.

Die Organisatoren danken ganz besonders

-den Black Sunday Riders über 2000 €,

-Remo Klawitter über 1111,11 €,

-FQM Fernmeldetechnik für 600 €,

-Autohaus König für 5oo,00 €.

Über 240 Bikes und Trikes mit 300 Personen sind mitgefahren. Im Vorjahr waren es noch ca. 50 Fahrzeuge weniger. Mit dabei Schauspieler Andreas Pietschmann, Botschafter des Sonnenhofes. Das Altersspektrum der Teilnehmer reichte von 4- bis 79 Jahre. Weit angereist waren zwei Teilnehmer aus Österreich.

Nach einem deftigen Frühstück startete die 138km lange Ausfahrt mit Zielen Schloss Glienicke, Spargel- und Erlebnishof Klaistow und der Filmpark Babelsberg.

Die 17. Sonnenhofroute lief gut ab und der M.C. Hermsdorf e.V. bedankt sich bei den zahllosen Helfern aller Couleur, ohne die das Event nicht durchzuführen wäre. Die 18. Sonnenhofroute ist zum 03.September 2022 geplant.

Fotos: Silvi

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19.09.2021

IGE 3 Stunden Enduro Rennveranstaltung

 

der Motorsportclub Schrecksbach (MCS)  veranstaltet am kommenden Wochenende 25.09. & 26.09. 2021

das erste Mal seit 2015 wieder eine 3-Stunden Enduro Veranstaltung

von der IGE Serie.

Es werden am Samstag 3 Rennen (Jugend, Jedermann, Teams) und am Sonntag 2 Rennen (Oldies mit Frauen und die 3 starken Profiklassen zusammen) ausgetragen.

Der Eintritt ist frei.

nähere Infos unter:

Motorsportclub Schrecksbach

Kodenhöferweg 41

34637 Schrecksbach

E-Mail:   vorstand@mcs-schrecksbach.de

https://igeonline.de/

Hinweis der Redaktion GiMZ: Nach der Veranstaltung wird diese Ankündigung gegen den Bericht ausgetauscht!

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15.09.2021

8. Oldtimer-Treffen Geesthacht am 12.9.2021

Nunmehr zum 8. Mal konnte das Oldtimer-Treffen am Bahnhof Geesthacht (Bahnstraße 45) stattfinden. Dieses Treffen ist als „Als technisches Denkmal anerkannt“ und für alle Fahrzeuge, die über 30 Jahre alt sind. Eine Anmeldung war dazu nicht erforderlich und es gab auch keine Teilnahmegebühr und man brauchte als Besucher auch keinen Eintritt bezahlen. Jedoch war die Teilnahme und Besichtigung der dort stehenden Fahrzeuge ausschließlich auf eigene Gefahr möglich.

Die Teilnehmerzahl war nicht gezählt worden, aber nach Schätzung müssen es mehr als 150 gewesen sein, davon etwa 100 zur gleichen Zeit.  Der Parkplatz war extrem hoch belegt worden, er  platzte aus allen Nähten, jeder freie Platz sowie Zufahrstraße wurden mitbenutzt. So kamen zum Beispiel Motorradfahrer mit ihren Oldtimern, z.B. der rot-gelben  DKW  und der blauen 4 Zylinder aus dem Bereich Osterholz-Scharmbeck (bei Bremen), ein Gespann aus dem Bereich Kiel, einige aus dem Bereich Uelzen, ein 88jähriger Fahrer mit einem sehr seltenem Auto, einem Adler.  Insgesamt waren 5 Adler-Fahrzeuge gekommen zum Beispiel von Heide (Nordseeküste) und auch eine Holländerin mit ihrem Auto, einem Renault Fuego, aus Holland zum Oldtimertreffen. Das älteste Fahrzeug war wohl der Ford T, der auf dem Anhänger mitgebracht wurde.


Man konnte auch mehrmals am Tag bei den  Bahnfahrten mit der Dampflock „Karoline“ mitfahren.

Der geplante Einsatz eines Imbiswagens wurde vom Besitzer aus Coronagründen abgesagt und auch die Teilehändler, die ihre Gebraucht- und Ersatzteile anbieten wollten, hatten  aus dem gleichen Grund abgesagt.

In Zusammenarbeit mit der Renault Oldtimer und Youngtimer IG Elbmarsch

Alles in allem war es trotzdem eine gelungene Veranstaltung und alle hoffen, dass es im nächsten Jahr auch das 9. Oldtimertreffen in Geesthacht geben wird.

Weitere Infos dazu bekommt man bei:

Axel Einfeldt 0160-91687819

axelklassik@gmail.com

Text: Güma + Axel

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10.09.2021

Endlauf Classic Trial Inter Nordic Cup

In den Orten Woltersdorf/Rüdersdorf östlich von Berlin wird seit Mitte der 1950er Jahre Motorsport betrieben. Nach Gründung des MC Woltersdorf anno 1957 entwickelte sich dieser zu einer Trial-Hochburg. So blieb es bis zur Gegenwart und am 1.September-Wochenende wurde der Endlauf zum Inter Nordic Cup bei schönstem Wetter für klassische Trialbikes in den Rüdersdorfer Kalkbergen ausgetragen. Leider fehlten bis auf einen Lauf in Dänemark die nordischen Länder durch die Corona-Bedingungen. Hinzu gekommen sind zwei polnische Fahrer in der Twinshocker-Klasse. Es waren 50 Fahrer am Start, der jüngste war 10 Jahre alt und vier Fahrerinnen wagten sich auf die  Strecke. Die von Politikern angestrebte Zahl von 51% weiblichen Personals wurde im hiesigen Falle noch lange nicht erreicht!

Am Start war nach Genesung Triallegende Günter Ruttloff und eine weitere JAWA 350 Twin, von Hans Reiter erbaut, wurde von Olaf Sacht ins Gefecht geführt. Der obendrein den Wanderpokal mit nach Hause nahm.

Parallel zu dem Motorrad-Trial gingen ein Auto-Trial sowie ein Enduro-Training mit zahlreichen Aktiven durch das Gelände.

Die Sektionsbauer hatten auf einer Länge von 5km 30 Sektionen abgesteckt. Mit Hindernissen auf vier Schwierigkeitsspuren leicht bis schwer über Schräg- und Steilhängen, Baumwurzeln und großen Kalksteinbrocken etc. Sie waren professionell ausgesucht und sorgten für ausgewogene Fehlerpunkte. Die Marken der Motorräder reichten von AJS bis Zündapp. Zu den ältesten zählte eine Matchless 350 von 1941. Die stärkste Klassenbelegung war allerdings die der  Zweitakter Pre-65.

Für das leibliche Wohl sorgte ein Stand der Auto-Trialer des MC Woltersdorf. Und Stimmung machte am Samstag-Abend die Liveband BOZ. Es wurde echte Sportkameradschaft gelebt. 

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08.09.2021

20 Jahre Bremen

Classic Motorshow

Veranstaltungsteam plant Präsenzmesse am ersten Februarwochenende in der MESSE BREMEN

Seit 20 Jahren ist dieser Termin für Fans von Oldtimern und Jungen Klassikern nicht mehr wegzudenken: Von Freitag bis Sonntag, 4. bis 6. Februar 2022, feiert die Bremen Classic Motorshow in der MESSE BREMEN ihr großes Jubiläum.

Die Vorbereitungen für den runden Geburtstag laufen bereits. Momentan feilt das Veranstaltungsteam an Sonderschauen, einem international besetzten Oldtimerhandel und dem traditionellen Teilemarkt. „Wir sind zuversichtlich, dass wir trotz Corona wieder an den Start gehen und unser 20-jähriges Jubiläum gemeinsam mit unseren Besucher:innen gebührend feiern können“, sagt Frank Ruge, Projektleiter der Bremen Classic Motorshow.

Im vergangenen Februar noch musste die Klassiker-Messe wegen der Pandemie schweren Herzens abgesagt werden. Dafür hat das Veranstaltungsteam innerhalb kürzester Zeit ein fünfstündiges Online-Event auf die Beine gestellt – in seiner Art eine deutschlandweit einmalige Aktion. „Die Rückmeldungen waren überwältigend. Wir haben viel Lob aus der Klassiker-Szene bekommen. Das hat uns natürlich sehr gefreut“, so Projektleiter Ruge. „Fakt ist aber auch, dass die Bremen Classic Motorshow vom persönlichen Austausch vor Ort und vom Sehen und Anfassen lebt. Das geht nur mit einer Präsenzveranstaltung.“ Nächstes Jahr wird es wieder soweit sein – dann zum 20. Mal.

Mehr Infos: www.classicmotorshow.de

Pt. Messe Bremen

Textüberarbeitung: Güma

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07.09.2021

Gelungenes Zweitakter Treffen

Die Zweitakt Crew Kathendorf lud am 04.09.2021 zum 05. Mopedtreffen ein. Die Crew hat sich aus der Begeisterung für die DDR Zweitakter gegründet und will diese Begeisterung mit Interessierten teilen. Es war nunmehr das 5. Treffen dieser Art in Kathendorf

 

Zum Treffen kamen 348 Mopeds und 20 Fahrzeuge - allesamt DDR-Fabrikate. Bei Ausschank, Gegrilltem und Kuchen wurden Erfahrungen ausgetauscht, es wurde gelacht und das gute Wetter genossen. Neu in diesem Jahr war ein Leistungsprüfstand, bei dem Jeder sein Moped testen lassen konnte.

Gekrönt wurde das Treffen von der gemeinsamen Ausfahrt aller Fahrzeuge. Die gefahrene Strecke war 56 km lang. In den Dörfern fanden sich am Straßenrand immer wieder Schaulustige, die den Fahrzeugen hinterher staunten. Im kommenden Jahr wird es wieder ein Treffen geben. Für weitere Infos sollten die Facebook- und Instagram-Seiten der Zweitakt Crew Kathendorf abonniert werden.

Adresse:

Zweitakt Crew

Dorfstr. 2

39359 Kathendorf

eMail: Zweitaktcrew@gmx.de

Follow us on Instagram:

@zweitakt_crew_kathendorf

Textvorgaben: Zweitakt Crew

Textüberarbeitung: Güma

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07.09.2021

 

 

 

 

 

Motorradfahrer demonstrieren für ihre Interessen in Berlin

Abschlusskundgebung mit Bundesverkehrsminister Scheuer am 28. August 2021 vor dem Brandenburger Tor

Unter dem Motto „Gemeinsam fahren, gemeinsam kämpfen für unsere Rechte“ veranstaltet die Biker Union e.V. (BU), die Interessenvertretung aller motorisierten Zweiradfahrerinnen und Zweiradfahrer in Deutschland, seit 1995 alle zwei Jahre ihre BU-Sternfahrt, um die Politik sowie die Öffentlichkeit auf die spezifischen Probleme der motorisierten Zweiradfahrenden hinzuweisen und für die politischen Forderungen der BU zu demonstrieren. In diesem Jahr mussten die üblicherweise 5-tägigen Demonstrationsfahrten durch ganz Deutschland wegen den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Abschluss-tag in Berlin zusammengestrichen werden. Dafür hatte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer eine Rede auf der Abschlusskundgebung zugesagt.

Statt mit dem gepanzerten Dienstwagen mit Polizeieskorte wurde der Minister als Sozius auf einer Harley vorgefahren. Er machte gleich zu Beginn seiner sehr engagierten Rede deutlich, dass es ihm ein persönliches Anliegen sei, auf der Kundgebung der Biker Union zu sprechen. Denn mit dem Strategiepapier der Bundesarbeitsgemeinschaft Motorrad (BAGMO) mit dem Titel „Motorradfahren in Deutschland – Die Zukunft gestalten – Konflikte vermeiden“ hätten die Verbände deutlich gemacht, dass sie sich konstruktiv an der Lösung möglicher Konflikte beteiligen wollen. Nur im Miteinander und nicht im Übereinander, im Miteinander und nicht im Gegeneinander könnten für alle Seiten tragfähige Lösungen gefunden werden. Mit Blick auf die „„Entschliessung des Bundesrates zur wirksamen Minderung und Kontrolle von Motorradlärm“ sagte der Minister „Ich werde diese Verbotspolitik als Bundesminister nicht umsetzen. Ihr habt das Recht, in der Biker Union Eure Wünsche zu formulieren und die Politik muss Euch zuhören und die Politik muss auch umsetzen. An der Strategie der Verbände arbeiten wir in der nächsten Wahlperiode weiter“, so der Minister.

„Wir waren sehr froh, dass der Minister noch einmal klare Worte gegen die Entschliessung des Bundesrats gefunden und das Strategiepapier der BAGMO, an dessen Entwicklung wir massgeblich beteiligt waren, als konstruktiven Beitrag in der bis dato sehr einseitigen Debatte über „Motorradlärm“ gewürdigt hat“, sagte Rolf „Hilton“ Frieling, Vorsitzender der Biker Union, im Anschluss an die Demonstration. „Mit unserer gemeinsamen Kampagne „Hochschalten – Dialog statt Verbot“ haben wir als Fahrerverbände klargestellt, dass wir bereit sind, unseren Teil der Verantwortung für ein gedeihliches Miteinander zu übernehmen. Der Minister ist übrigens noch vor seiner Abfahrt BU-Mitglied geworden, weil er unsere Arbeit sehr zu schätzen weiss.“

„Die Planung und Durchführung unserer diesjährigen BU-Sternfahrt stellte nicht nur wegen der Corona-Pandemie eine grosse Herausforderung dar“, ergänzte Tedy Bach, Vorstandsmitglied der Biker Union, in der Rückschau. „Bereits im Vorfeld unserer Demonstration mussten wir wegen mehrerer angemeldeter „Querdenker“-Veranstaltungen deutliche Änderungen an unserer ursprünglich geplanten Fahrtroute vornehmen. Kurz vor unserer Abfahrt teilte uns die Polizei dann mit, dass unser Kundgebungsort auf dem Pariser Platz wegen möglicher Störaktionen durch „Querdenker“ nicht zur Verfügung stünde. Deswegen mussten wir mit unserer Kundgebung in Absprache mit der Polizeipräsidentin von Berlin auf die von der Polizei vorsorglich abgesperrte Westseite des Brandenburger Tors ausweichen. Damit fehlte uns aber nicht nur das übliche Publikum aus Berlin sowie der Touristen aus aller Welt. Auch viele Motorradfahrer konnten den Kundgebungsplatz wegen der weiträumigen Polizeiabsperrungen nicht erreichen. Trotzdem sind wir der Berliner Polizei sehr dankbar, dass sie einen geordneten Ablauf unserer Veranstaltung sichergestellt hat.“

Aktuelle Infos zur Biker Union e.V. und zu den Erfolgen unserer Arbeit finden Sie im Internet

unter http://www.bikerunion.de.

Bilder von dem Event (Fotos: BMVI)

Bild 1: Ankunft Minister Scheuer - Foto BU-Hilal Hansen-Ampah

Bild 2: Rede Minister Scheuer - Foto BU-Guido

Pt.: Textbearbeitung: Güma

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31.08.2021

Wilbers-BMW-Racing: Hauptgewinn in der Steiermark

Was war das für ein Wochenende. Beim Comeback der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) auf dem Red Bull Ring jagte im Wilbers-BMW-Racing-Team ein Highlight das andere. Verursacher war Florian Alt. Der Nümbrechter präsentierte sich und die BMW M 1000 RR in Bestform. Lohn der Mühen: Pole Position und zwei Siege in der IDM Superbike 1000. Dazu kommt der Sprung auf Platz drei in der Gesamtwertung der Königsklasse.

Eine halbe Sekunde Vorsprung trennte Alt im Qualifying vom Rest des Feldes. Auf dem Papier sieht das nicht viel aus, auf der Rennstrecke sind es Welten. Im ersten Lauf gewann der 25-Jährige den Start, fiel danach aber fünf Positionen zurück, um von dort erneut durchzustarten. In der siebten Runde seiner Aufholjagd knackte der Wilbers-Pilot auch den Meisterschaftsführenden Ilya Mikhalchik an der Spitze. „Flo“ fuhr zu diesem Zeitpunkt satte sieben Zehntelsekunden schneller als der Ukrainer. Dieser versuchte später noch einen Angriff auf Alt, doch er ging daneben. Nach 16 Runden über jeweils 4,319 Kilometer konnte im Wilbers-Team der erste Saisonsieg gefeiert werden.

„Jetzt sind wir endlich belohnt worden“, meinte ein strahlender Florian Alt. „Der Anfang war spannend. Im letzten Sektor fielen richtig große Regentropfen. Ich hatte mehrere Rutscher und hatte eigentlich auf einen Abbruch des Laufes gehofft, aber das ist nicht passiert. Also musste ich meine verlorenen Plätze wieder gutmachen."

Im zweiten Lauf musste er als Sieger des ersten Laufes nach den Regeln des Reverse Grids von der neunten Position und damit aus der dritten Startreihe losfahren. Kein Problem für Florian Alt. Nach sechs Runden war er mit Schwung an die Spitze gerast. Erneut versuchte Ilya Mikhalchik den Deutschen unter Druck zu setzen, letztlich ohne Erfolg. „Ich musste in den letzten zwei Runden das Tempo aber anziehen“, meinte Alt, der den Pokal seiner Schwester und seinem Schwager widmete. Die Beiden hatten am Samstag ihre kirchliche Hochzeit gefeiert. Alt wäre als Trauzeuge der standesamtlichen Zeremonie auch hier wieder in der Pflicht gewesen. Nach dem Aussuchen des Brautkleides bezeichnete er sich schon als Profi in Sachen Hochzeitsvorbereitung, er hatte auch den Deal mit dem weißen BMW M4 Cabrio als Fahrzeug für das Brautpaar eingefädelt, doch der kirchliche Event überschnitt sich mit den Rennen auf dem Red Bull Ring. Diese gingen jetzt vor. Zum Zeitpunkt der Trauung fand gerade das zweite Qualifying in der IDM Superbike 1000 statt. Alt wurde später per Videokonferenz zugeschaltet und holte an dem Wochenende in der Steiermark alles aus sich heraus.

Dass er jetzt in der Gesamtwertung innerhalb weniger Stunden vom zehnten auf den dritten Platz nach vorn gerückt ist, ändert die Pläne des Wilbers-BMW-Racing-Teams für das große Finale in Hockenheim vom 24. bis 26. September grundlegend. Von seiner Position aus kann Alt nämlich jetzt sogar noch Vize-Meister werden. Das ist das neue Ziel.

In Hockenheim will auch Team-Junior Marco Fetz seinen Kollegen unterstützen. Er hatte sich bei der IDM-Runde in Assen vor zwei Wochen den Oberschenkel gebrochen, möchte beim Finale aber anwesend sein.

Fotos von Wilbers Racing zur Verfügung gestellt:

Foto: Crumbdesign

Ihr Team „Wilbers-BMW-Racing“

Pt. (Textüberarbeitung: Güma)

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30.08.2021

Deutschreiter Party

Zum letzten August –Samstag hat der Dotsch Riders MC in Königs Wusterhausen südöstlich von Berlin zum 29. Bikertreffen eingeladen. Aufgrund der Pandemie wird das 30-jährige Jubiläum auf das nächste Jahr verschoben.

Diesmal glänzte das Event neben der zahlreichen Beteiligung von ca. 30 Motorradclubs durch interessante Technik von Um- und Veredlungsarbeiten. So z.B. eine AWO-Touren, eine Honda Shadow mit vergoldeten Elementen, hergestellt von Marcus Kirsch aus 15732 Schulzendorf, Tel. 0176-800 58 731.

Nicht uninteressant das älteste Bike, eine DKW SB 200, einst genannt das „Bauernmotorrad“ von Baujahr 1936. Dann die Vorführung eines Petroleummotors aus dem frühen 20.Jahrhundert sowie ein Lanz-Geräteträger als Zugfahrzeug für Hänger mit AWO obendrauf, Entfernung von Leipzig ca. 200km bei 15km/h.

Die geplante Ausfahrt am Nachmittag führte zu dem Markgrafen MC in dem Dörfchen Philadelphia bei Storkow. Hier ging ebenfalls ein Motorradtreffen über die Bühne, da waren die Dotsch Riders willkommene Gäste.

Wie gewohnt ließ die Versorgung mit allen „flüssigen und festen Brennstoffen“ bei den Dotsch Riders keine Wünsche offen und auch der Wettergott zeigte Wohlwollen. Eine Liveband am Abend versetzte die Partygäste in Stimmung. Es herrschte eine kameradschaftliche Atmosphäre, in der man sich wohlfühlen musste.

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30.08.2021

Klassiktrial des MSC Schleswig

Der MSC Schleswig hatte zum 28. August 2021 zu einem Klassiktrial eingeladen. Der Veranstaltungsort liegt bei Oeversee, 10km südlich von Flensburg. Der Start war für 13 Uhr geplant. Am Vormittag gab es rundherum viel Regen, so dass die anreisenden Teilnehmer befürchteten, es könnte auch während der Veranstaltung weiterhin so unangenehm feucht sein. Jedoch war es dann aber trocken.

48 Starter waren angereist, davon 7 aus Dänemark, einer aus Berlin und Einige aus dem Bereich Oldenburg/Oldb.

Die vorgeschriebenen 3G Coronaregeln mussten eingehalten werden und auch die entsprechenden Zertifikate dafür mitgebracht werden.

Die Strecke war gut fahrbar und die Sektionen auch sehr gut ausgesteckt. Es wurden fast keine Absperrbänder eingesetzt, die Spuren schön klassisch angelegt und man konnte bei etwas schwierigeren Stellen auch gut mal etwas Anlauf nehmen. Gelegentlich war es an einigen Stellen etwas rutschig, was der vorhergehende Regen verursacht hatte, aber im allgemeinem prima griffig. Auch gab es keine Verletzungen.

Allerdings waren einige der dunklen Pfeile, die zur Orientierung in den Sektionen angebracht waren, im dunklen Wald schwer sichtbar und es gab auch mal dadurch Fahrfehler.

Die Siegerehrung fand dann auch gleich auf dem Gelände statt und es gab wie immer, als Anerkennung für die Fahrer Wurst und Sachpreise.

Weitere Infos:

MSC Schleswig

 

Torsten Seidel
Gartenstraße 12
24837 Schleswig
TEL.: 0177-320 72 32
Mail: info@mscschleswig.de
Web: www.mscschleswig.de

 

 

Über Hanse Classics Meisterschaft:

http://www.hanse-classics.de/

Fotos: Axel

Textbearbeitung und Gestaltung: Güma und Axel

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24.08.2021

PS.Bikertag 2021

Am vergangenen Samstag, 21.08.2021, veranstaltete der PS.SPEICHER in Einbeck den dritten PS.Bikertag. Ehrengast war Motorradrennfahrer Helmut Dähne. Bis heute hält er den Rundenrekord für straßen-zugelassene Motorräder auf der Nürburgring Nordschleife

Fotos: Stiftung PS.SPEICHER

Bei schönstem Bikerwetter trafen sich zwischen 11 und 17 Uhr zahlreiche Motorradliebhaber zu Benzingesprächen auf dem Parkplatz des PS.SPEICHER.

Das Museum präsentierte für die Besucher eine Auswahl besonderer Fahrzeuge aus dem PS.Depot Motorrad sowie eine Sonderschau von historischen Honda-Maschinen der Jahre 1960 bis 1990. Bei Vorlage eines Schnuppertickets konnten Interessierte für 5 Euro die Erlebnisausstellung sowie das PS.Depot Motorrad besuchen. Auch Probefahrten auf aktuellen Honda-Modellen (ab 125cm3) waren im Rahmen der Veranstaltung möglich.

Die Erlöse aus dem Bratwurstverkauf gingen zugunsten der Plankenparty e.V. Der Verein finanziert an gefährlichen Kurven für einen Unterfahrschutz an den Leitplanken. Für die Sicherheit der Veranstaltung sorgte die Firma Kühn aus Hildesheim.

Pt: PS-Speicher

Tiedexer Tor 3a

37574 Einbeck

Textüberarbeitung: Güma

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Foto: Crumbdesign
Foto: Crumbdesign

16.08.2021

Wilbers-BMW-Racing: Pokal, Krankenhaus und eine tolle Geste in Assen

Das vierte Rennwochenende in der IDM Superbike 1000 hatte für Wilbers-BMW-Racing von Jubel bis Betroffenheit alles parat. Florian Alt fuhr mit der BMW M 1000 RR des Teams auf dem TT Circuit in Assen im ersten Lauf der Königsklasse aufs Podium. Marco Fetz musste nach einem schweren Sturz ins Krankenhaus gebracht werden. Diagnose seiner Verletzung: Oberschenkelbruch. Der Bayer fällt für den Rest der Saison aus.

Florian Alt konnte sich auf dem TT Circuit für die erste Startreihe qualifizieren. „Wir haben dafür viel am Setup des Motorrads geändert, sogar mehr als wir wollten“, erzählte der 25-Jährige. „Der Wind war ziemlich stark und ich hatte auch Probleme mit der Fahrwerkseinstellung eingangs der Kurven.“ Der Nordrhein-Westfale hatte deshalb auch Reifentypen mit einer weichen und einer härteren Mischung ausprobiert.

Der erste Lauf wurde wegen eines Unfalls in der vierten Runde abgebrochen. Ein Fahrer war gestürzt und zwei nachfolgende konnten nicht ausweichen, darunter Marco Fetz, der sich dabei schwerer verletzte. Der Bayer erlitt einen Bruch des rechten Oberschenkels. Er befindet sich in der Universitätsklinik von Groningen und wird am heutigen Montag operiert.

Teamkollege Florian Alt behielt die Nerven und wurde nach dem Neustart des auf neun Runden gekürzten Rennens Zweiter. Alt war der einzige Fahrer, der den Sieger Ilya Mikhalchik hätte einholen können, „aber wir hatten uns für einen harten Reifen entschieden, der uns auf der kurzen Distanz nicht entgegenkam.

“Der Start des zweiten Laufes erfolgte nach dem Reverse Grid-Verfahren, bei dem sich die Aufstellung nach dem Ergebnis der ersten neun Fahrer aus dem ersten Rennen richtet. Für Florian Alt hieß das Startplatz acht in der dritten Reihe. Nach einem lebhaften Schlagabtausch mit mehreren Konkurrenten kam der Mann mit der Startnummer „66“ als Sechster ins Ziel. Obwohl er einen vermurksten Saisonbeginn hatte und später in Most wegen seiner Verpflichtungen in der Endurance-WM fehlte, rangiert Alt nun in den Top Ten von Deutschlands höchster Straßenrennsportserie.

Wie geht es mit Marco Fetz weiter? Sein Vater Günther Fetz, die Teamchefs Benny Wilbers und Burkhard Stember sind heute bei ihm in Groningen, um sich vor Ort ein Bild zu machen. Die Universitätsklinik in der historischen Großstadt genießt einen exzellenten Ruf, daher wird Fetz auch gleich in den Niederlanden am Bein operiert.

Ein Nebenschauplatz sorgte auf dem TT Circuit ebenfalls für Aufsehen.

Streckensprecher und Moderator Thomas Deitenbach wurde bei der vorherigen IDM-Runde in Schleiz das Fahrrad gestohlen. Für den Westfalen mit Beinprothese war das ein herber Verlust. Benny Wilbers rief im Internet zu einer Spendenaktion für die Beschaffung eines Fahrrads für Deitenbach auf, aber letztlich griffen Wilbers und Denis Hertrampf, Inhaber des Hertrampf MO Yamaha Racing Teams, selbst in die Tasche. Die befreundeten Teamchefs spendierten dem völlig überrumpelten Sprecher aus langjähriger Verbundenheit ein E-Bike, das so kleine Räder hat, dass es auch ins Wohnmobil passt.

 Wie es weiter geht, wird sich vom 27. bis 29. August 2021 auf dem Red Bull Ring in Österreich zeigen!

Fotos von Wilbers Racing zur Verfügung gestellt:

Foto: Crumbdesign

Ihr Team „Wilbers-BMW-Racing“

Pt. (Textüberarbeitung: Güma)

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13.08.2021

Einstieg eines weiteren Nachwuchstalents im MCA Racing Team

 

 

MCA Racing Team setzt auf Nachwuchsförderung:

Carlos Schröter

Der 9-jährige Carlos Schröter aus Diez bereichert seit dieser Saison das MCA Racing Team. Das kleine Powerpaket fährt seit seinem 3. Lebensjahr Motorrad. Nachdem der elterliche Garten zu klein wurde, wird nun auf einem privaten Gelände und diversen Rennstrecken trainiert.

Bei einem Sichtungslehrgang des ADAC Hessen-Thüringen im Jahr 2020 tauschte er das Blut in seinen Adern gegen Benzin ein. Das junge Talent wird Fahrer im ADAC Minibike Cup. Aufgrund der Corona Pandemie mussten die ersten Renntermine leider abgesagt werden. Carlos hat mittlerweile seine ersten Rennen schon erfolgreich hinter sich gebracht. Die Rennsaison ist nun endlich eröffnet. Der Nachwuchsfahrer wird von MCA Geschäftsführer Stefan Schmidt und seinem 15-jährigen Sohn Julius Caesar Rörig, der selbst bereits in der zweiten Saison beim Northern Talent Cup teilnimmt, auf seiner Honda NSF 100 intensiv gecoacht.

Carlos hat große Ziele und möchte eines Tages auf dem Siegertreppchen stehen. Auf diesem Weg hin begleitet MCA den 9-Jährigen als starker Partner in Sachen Nachwuchsförderung und bereitet ihn auf eine erfolgreiche Rennsaison vor. Dabei kommen Spaß und das große Ziel vor Augen natürlich nicht zu kurz, deutschlandweit und auch in Tschechien unterwegs zu sein, wie seine großen Vorbilder.

Danke an alle Sponsoren, die Carlos unterstützen

MCA GmbH, R&G Faserverbundwerkstoffe GmbH, Winkler Autoteile - Transporte, SchiessSportzentrum Westerwald, F73 Academy, Racefoxx, Motocrumb, ADAC Hessen-Thüringen.

Von Alexandra Pantò

Kontakt:

MCA Racing / Motorrad Center Altendiez GmbH / MCA Limburg GmbH

Alexandra Pantò, Bökelmannstraße 2, 65624 Altendiez

Tel.: 06432 9206-19 / Fax: 06432 9206-10

E-Mail: a.panto@mca-altendiez.de / www.mca-motorrad.de

Pt. Textüberarbeitung: Güma

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10.08.2021

13. Klassiktrial des MSV Preetz

Es ist schon sehr schwer in dieser total verrückten Corona-Zeit eine Veranstaltung genehmigt zu bekommen. Die Auflagen sind teilweise so unübersichtlich, dass sie kaum alle zu erfüllen sind. Und deswegen sind auch von den 10 geplanten HC-Trialveranstaltungen bisher nur zwei durchgeführt worden. Das 5. Klassic-Trial beim MC Heide am 17.07 und nun hatte auch Björn Schmüser vom MSV Preetz noch einmal ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das 13. Klassiktrial des MSV Preetz doch stattfinden könnte – ausdrückliche Auflagen gab es dann auch dazu – z.B. keine Zuschauer, Kontaktdaten angeben, Stellplatz für die Transportfahrzeuge wurde zugewiesen, Verpflegung selbst mitbringen und auch keine Übernachtung auf dem Gelände.

Es gab auch keine Maschinenabnahme, jeder Teilnehmer war für sein Fahrzeug selbst zuständig. Start war um 13 Uhr. Und es geht wie immer bei den Preisen um die selbstgemachte Wurst von Norbert, den Käse von Werner und den Kasten Bier (von Jörg?) für die weiteste Anfahrt und um die sehr schönen Classic Trial Preise von Gerhard Spychala

Insgesamt kamen nur 37 Trialsportler, darunter 5 Trialer aus Dänemark. Ein Trialer aus Dänemark hatte eine Ambassador mit Villiers Motor von 1948, hinten mit Starrahmen, mitgebracht. Der Motor hatte einen guten Klang und lief  einwandfrei gut (siehe Fotos mit Endnummer 485 + 488).

Die geringe Starterzahl ist unterstes Niveau für eine solche Trialveranstaltung.. Die weiteste Anfahrt hatten zwei Trialer aus dem Ruhrgebiet mit ca. 500 km Anfahrtsweg, Michael Ernst und Ralf Görlich, die auch im gleichen Ort wohnen und zusammen den langen Weg gefahren waren. Dafür bekamen sie dann noch als Anerkennung eine Bierkiste Marke Bölkstoff. Auch ein Trialer aus Berlin war angereist.

Das Wetter war als sehr regnerisch angesagt, zeigte sich dann aber bestens-sonnig und etwas wolkig. Erst nach Endes der Fahrzeit kamen Donner und zur Siegerehrung auch noch leichter Regen auf. Die Sektionen waren gut abgesteckt, der Boden leicht feucht, so dass er auch griffig war. Aber bei Regen wäre dieser Effekt weggewesen und die Strecke sehr schwer fahrbar geworden.

Und hier geht der Link zur Ergebnisliste:

https://www.facebook.com/photo/?fbid=4228557103905718&set=gm.3023756121278325

Weitere Infos zum Veranstalter:

Motorsportverein Preetz e. V. im ADAC

Theodor-Storm Str. 35a

24211 Preetz

Kontakt:

Telefon: +49 (0)172/4582688

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Fotos: Axel

Textbearbeitung und Gestaltung: Güma und Axel

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07.08.2021

HERCULES Geschichtsbuch (Buchvorstellung)

   Im Jahr 1886 wurde in Nürnberg die Fahrradfabrik Carl Marschütz & Co. gegründet und 1905 dort das erste Motorrad gebaut. Und in den 1920er Jahren boomte das Motorrad, folglich mehrten sich die Hersteller. Sogar eine LKW- und Kleinwagen-Produktion entstand bei Hercules, deren Fertigung sich bald als unproduktiv herausstellte und daher wieder verschwand.

Über 15 Motorradmodelle mit Zwei- und Viertaktmotoren von 75- bis 500ccm standen in der frühen 1930er Jahren bei Hercules im Programm, meist mit Fichtel & Sachs-Motoren. Seit diesem Zeitraum waren die Hercules-Werke vorwiegend im Geländesport arrangiert und zahlreiche Erfolge wurden eingefahren. Das änderte sich auch nicht nach Übernahme von Hercules und durch Kauf der Zweirad Union (DKW, Express, Victoria) durch Fichtel & Sachs.

Der Autor hat die Geschichte, die Modelle und Technik sowie Personen mit viel Akribie der altehrwürdigen Marke nachgezeichnet. Ein Viertel des Buches beinhaltet den Geländesport, darunter auch ein Trialmotorrad, leider nur als Einzelstück. Immerhin eine Anleitung zum Handeln, siehe Classic-Trialsport heute.

Das rundum gelungene „HERCULES Geschichtsbuch“ wird mit einem Abschnitt der Oldtimer-Szene und Blick in die Zukunft (und nach China) abgeschlossen. Es sollte bei historisch interessierten Motorsportlern im Bücherregal keinesfalls fehlen.

Autor: Keller, Leo; Titel: HERCULES  Motorräder, die Geschichte machten; 224 Seiten; ca. 500 Abbildungen; gebunden; ISBN 978-3-613-04409-8; Ladenpreis: 29,90 Euro (D); Motorbuch Verlag

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03.08.2021

Ein Rückblick auf die Demo in Dortmund und Saarbrücken

am 01.08.2021

Foto: Michael Wilczynski
Foto: Michael Wilczynski

Wie viele von Euch sicher mitbekommen haben, fand am ersten August eine Motorraddemo in Dortmund und anderen Städten statt.

Hier ein kleiner Rückblick und einige Infos dazu.

Vorab einen besonderen Dank an Silke Greuling von BifF, die ja alle Demos angemeldet hat.

Wir haben uns mit mehreren Gruppierungen zusammengeschlossen, um die Demos am 1. August 2021 gemeinsam durchzuführen. Die Demo in Saarbrücken wurde durch unser Mitglied Markus Kiwitter federführend organisiert. Er hatte das ganze Projekt mit Hilfe seiner Mitstreiter fest im Griff und super geplant und durchgeführt. Danke dafür an Markus und seine Helfer.

Bei der Demo Dortmund gestaltete sich alles etwas schwierig. Leider sind zwei Versammlungsleiter kurzfristig eineinhalb Wochen vor dem Termin abgesprungen, da sie die Demos und die Hochwasserkatastrophe als unvereinbar ansahen.

Dafür sind dann Carsten Bender (Kilometerfresser) und Michael Wilczynski (BVDM e.V.) eingesprungen. Natürlich fehlte da etwas von dem Vorwissen aus den Gesprächen mit den Behörden.

Wir möchten uns für eventuelle Unannehmlichkeiten für die Teilnehmer aber auch bei den Ordnern entschuldigen. Die Vorhut war rechtzeitig um 8.30 Uhr vor Ort und begann mit der Präparierung der Parkflächen. Flatterband etc. musste angebracht werden. Bis zum ersten Gespräch mit dem Einsatzleiter der Polizei gingen wir davon aus, dass unsere Ordner wie anderswo üblich die Blockung der Kreuzungsbereiche übernehmen würden. Aber schon im ersten Gespräch wurde uns gesagt, dass dieser Eingriff in den Verkehr ausschließlich Aufgabe der Beamten sein kann und darf. Somit wurden wir etwas entspannter und konnten unsere Ordner anderweitig einsetzen.

Bilder Saarbrücken von Markus Kiwitter

Bilder Dortmund von Carsten Bender (Kilometerfresser)

Da wir eine Demo ohne Kundgebung vor uns hatten, wurde uns immer mehr bewusst, dass eine Ansprache an die Teilnehmer schwierig würde. Also wurden die Ordner über den Platz geschickt, um die Motorradfahrer über einige Sachen zu informieren. Unsere Geldeintreiber (Spendensammler) gingen mit Sammelkanistern über den Platz und verteilten dabei auch den vorbereiteten Trauerflor.

Kurz vor 11 Uhr habe ich dann erfahren, dass die Abfahrt des Korsos auf 12 Uhr verschoben wurde. Dumm gelaufen, ist aber so.

Fast pünktlich ging es dann einige Minuten nach12 Uhr los. Die Motoren wurden gestartet und ruckzuck ging es ab. Mit einem sehr gemächlichen Tempo zwischen 25 und 30 km/h bewegten wir uns durch die Dortmunder City in Richtung Lünen. Im Lünener Industriegebiet sollte in einer Gedenkminute der Flutopfer und der verstorbenen Motorradfahrer gedacht werden.

Als der Konvoi dort zum Stehen kam, wurde ich durch die Polizei informiert, dass es im Korso zu einem Unfall gekommen sei. Näheres dazu wissen wir noch nicht. Der verletzten Fahrerin auf diesem Weg gute Besserung.

Leider ist dadurch der Korso auseinandergerissen worden, so dass der Aufenthalt in Lünen in der Mittagssonne recht lange wurde. Fast eine Stunde dauerte der Aufenthalt bis alle Teilnehmer aufgeschlossen hatten. Danach ging es zügig weiter über B 236 und B 1 bis zum Parkplatz E1/E2.

Es war für mich nicht die beste Veranstaltung, die ich zu meistern versuchte und ich habe wieder dazu gelernt.

1.) Die Infos müssen besser an die Motorradfahrer gebracht werden.

2.) Nur noch eine Demo mit Kundgebung!

3.) Die Kommunikationswege müssen beim nächsten Mal besser werden. Ich war leider nicht in der Lage unsere Ordner, die ja überall im Konvoi waren, zu informieren. Dies wird beim nächsten Mal anders laufen.

Einen besonderen Dank möchte ich den Teilnehmern aussprechen, die sehr gelassen geblieben sind.

Einen weiteren Dank an unsere Helfer und Ordner, die kurzfristig bereit waren mitzuhelfen.

Und besonders der Polizei, die einen richtig guten Job gemacht hat. Hut ab, vor der guten Planung werte Kollegen.

Also vielen Dank an alle und beim nächsten Mal wird einiges besser!

Michael Wilczynski

Textüberarbeitung: Güma

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31.07.2021

Trachops MC Ludwigsfelde 25 Jahre

Der Trachops MC Ludwigsfelde wurde in der Kleinstadt Trebbin südlich von Berlin gegründet. Nach wenigen Jahren bauten sich die Member einen ehemaligen Reiterhof im Ortsteil Großbeuthen zum Clubhaus plus Zeltplatz aus. Zum vorletzten Juli-Wochenende lud der MC die große Bikergemeinde zur Jubiläumsfeier ein.

Zahlreiche Biker aus rd. 60 Motorradclubs nahmen die Einladung wahr. Perfekte Vorbereitung des Gastgebers gepaart mit Kultur durch fünf Livebands und Spielen, allen voran Schweinsaugen-Weitspucken als auch Zeitschätzen beim Automotor-Zerstören ohne Öl und Kühlwasser, ließen die Stimmung brodeln.

Der größte Motorrad-Club bezogen auf die Gästezahl war der Road Eagle MC und die Weitgereisten aus den Ländern Finnland, Schweden und Spanien gehörten zum Tribe of Judah MC.

Natürlich brachten zahlreiche Gäste Jubiläumsgeschenke mit. Das gelungene Event wurde am Sonntagmorgen mit einem Frühschoppen abgerundet. Man trennte sich mit dem Versprechen, beim nächsten Treffen bei den Trachops wieder dabei zu sein.

 Text: Lothar; Fotos: Heiko     

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Foto: Crumbdesign
Foto: Crumbdesign

28.07.2021

Wilbers-BMW-Racing: Stolperfallen und Glücksmomente in Schleiz

IDM-Superbiker Florian Alt zeigte am vergangenen Wochenende auf dem Schleizer Dreieck eindrucksvoll, was sich aus einem Rennmotorrad von Wilbers-BMW-Racing herausholen lässt. Der 25-jährige Nordrhein-Westfale aus Nümbrecht brachte die BMW M 1000 RR trotz großer Stolpersteine aufs Podium in der IDM-Königsklasse. Teamkollege Marco Fetz nahm auf dem Basismodell BMW S 1000 RR sechs Punkte von Deutschlands ältester Naturrennstrecke mit nach Hause.

Reichlich 28.000 Zuschauer ließen sich das Spektakel in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft nicht entgehen. In Schleiz wurde die erste IDM-Veranstaltung ohne Gesundheitsauflagen seit Beginn der Corona-Pandemie ausgetragen. Ohne Masken, ohne Testpflicht, aber mit viel Programm auf und neben der Strecke.  Auf dem berühmten Buchhübel steppte auf den voll besetzten Tribünen der Bär. Florian Alt, der wegen seiner Verpflichtung in der Langstrecken-WM bei der letzten Veranstaltung in Most fehlte, war nun wieder dabei, und hatte im Qualifying mit Bestzeiten geglänzt. Theoretisch qualifizierte er sich für die erste Startreihe in der IDM Superbike 1000, doch die Praxis sah anders aus. Wegen eines technischen Verstoßes wurde der 1,89-Meter-Mann ans Ende des Feldes verwiesen.

Die Begründung: Beim letzten Test in Hockenheim war der Motor kaputt gegangen. Cheftechniker Burkhard Stember hatte den verplombten Antrieb daraufhin geöffnet, um für die Reparatur benötigte Ersatzteile bestellen zu können. In die BMW von Alt wurde der zweite von insgesamt drei der pro Saison erlaubten Motoren eingebaut. Die Vorgehensweise war ein Fehler. Laut Reglement muss der Defekt eines Motors gemeldet werden und die Öffnung erfolgt ausschließlich durch die IDM-Technik-Kommission. Weil das alles nicht stattfand, musste Alt zur Strafe das Feld von hinten aufrollen.

Cheftechniker Burkhard Stember war tief betroffen von dem Vorfall. Ausgerechnet ihm, dem „Mister Reglement“ im Wilbers-BMW-Racing Team war so ein bürokratischer Fehler passiert. Florian Alt nahm sich das nicht ganz so zu Herzen, sondern ließ in den beiden Superbike-Rennen Taten sprechen. Er rollte das Feld von hinten auf und schaffte in einer sensationellen Vorstellung den Sprint auf den vierten Platz. Alt wurde bejubelt wie ein Sieger. Weil sich die Startaufstellung für den zweiten Lauf nach dem erreichten Ergebnis im ersten Rennen richtet, stand „Flo“ nun mit ganz vorn. Trotzdem lief auch jetzt nicht alles glatt. Er wurde am Start von rechts und links eingeklemmt und für ihn ging der Lauf zuerst nach hinten los. Dann musste er im Gerangel notgedrungen in den Acker neben der Piste ausweichen und war Siebter, aber nach 18 Runden über 68,49 Kilometer stand er zum Schluss trotzdem auf dem Podest. „Flo“ hatte das scheinbar Unmögliche wahr werden lassen.

Wegen des verkorksten Saisonauftakts in Oschersleben und seinem Fehlen in Most ist er nicht mehr im Titelkampf beteiligt, glänzt dafür aber mit Einzelergebnissen. „Nächste Jahr sieht das anders aus. Da greifen wir an“, sagt Teamchef Benny Wilbers.

Auch Team-Junior Marco Fetz durfte unter der Sonne auf dem Schleizer Dreieck etliche Autogrammwünsche erfüllen. In den Rennen zeigte sich der 21-jährige Bayer aus Kleinbreitenbronn aber verhalten. Mehr als P14 im ersten Lauf und P12 war auf der extrem schwierigen Strecke nicht drin. Vom 13. bis 15. August 2021 wird auf dem TT Circuit Assen neu Anlauf genommen.

Fotos von Wilbers Racing zur Verfügung gestellt:

Foto: Crumbdesign Fotos: IDM 2021

Ihr Team „Wilbers-BMW-Racing“

Pt. (Textüberarbeitung: Güma)

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20.07.2021

PS.Bikertag 2021

Motorradfans aufgepasst!

Am 21.08.2021 von 11 - 17 Uhr findet der dritte PS.Bikertag am PS.SPEICHER in Einbeck statt. Dann laden wir wieder alle Biker und interessierte Gäste für ein unkompliziertes Treffen nach Einbeck ein. Treffpunkt ist der Parkplatz des PS.SPEICHER am Tiedexer Tor 3 (Zufahrt über Jahnstraße).

Neben der Möglichkeit, sich unverbindlich zu treffen und bei Benzingesprächen auszutauschen, können die Besucher unsere Honda-Meile besuchen und der Moderation unseres Motorrad-Kurators Andy Schwietzer lauschen. Natürlich sind auch die Haupt- und Sonderausstellungen im PS.SPEICHER von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet. Interessierte Gäste können an diesem Tag das PS.Depot Motorrad für einen Sondereintrittspreis von 5 € besuchen. Das Angebot ist nur am Bikersamstag gültig.

Foto von PS-Speicher zur Verfügung gestellt.
Foto von PS-Speicher zur Verfügung gestellt.

Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt. Auch der PlankenParty e.V. -  eine Aktion zur Verbesserung der Verkehrssicherheit für Motorradfahrer – ist wieder Ort. Ein Teil der Erlöse geht dabei an den Verein.

Unterstützung erhalten wir beim PS.Bikertag 2021 wie auch im Vorjahr durch das Unternehmen Kühn Sicherheit aus Hildesheim. An dieser Stelle noch einmal „Herzlichen Dank“!

Noch ein letzter Hinweis: Um die Veranstaltung überhaupt durchführen zu dürfen, wurden natürlich sämtliche Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie eingehalten.

Wir freuen uns, dass dieses Event bereits zum dritten Mal stattfinden kann.

Weitere Infos:

www.ps-speicher.de

Pt. Textüberarbeitung: Güma

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19.07.2021

5. Klassik Trial des MC Heide

Am 17. Juli 2021 konnte der MC Heide auf seinen schönen eigenem Klubgelände mit Hütte in Glüsingerbergen sein 5. Klassik Trial starten. Es war ein schöner Tag mit trockenem Wetter, ca. 24 Grad, frischer Nordseewind liess es aber nicht so warm anfühlen. Zudem war auch genug Baumschatten, unter denen die Veranstaltung ablief.

Auf der Zufahrtstrecke aus Richtung Hamburg hatte man freie Anfahrt - kurz vor dem Gelände eine kleine Umleitung. Insgesamt waren 48 Starter eingetroffen. Der Vorsitzende Thiesen begrüßte sie und es gab auch noch eine Gedenkminute an den kürzlich verstorbenen Trialfahrer und Veranstal-tungsausrichter Werner Siebenhaar aus Bargteheide.

Auf der Trialstrecke gab es 15 fachmännisch-freundlich abgesteckte Sektionen, die in zwei Runden gefahren werden mussten, also insgesamt 30  Sektionen. Der viele lose Sand o.ä. war recht gut fahrbar. Aber alle Fahrer fuhren Punkte ein, die wohl ihren Ursprung durch Trainingsrückstand und Hitze hatten. Einige Fahrer brachen sogar die Teilnahme ab.

Start war wie vorgesehen um 13 Uhr und um 17.30 Uhr war die Siegerehrung und dann konnten alle den teilweise langen Heimweg antreten. Auch drei dänische Fahrer und ein Franzose waren unter den Startern gewesen

Weitere Informationen zum Hanse Classic bekommt man unter:

http://www.hanse-classics.de/

über den MC Heide bei Werner Thießen
Albersdorfer Str. 23, 25782 Tellingstedt

E-Mail: hmc.thiessen@gmx.de

oder Olaf Sacht, 25779 Heide/Glüsing, Schwaaweg,  T. 04351/767254

Textbearbeitung und Gestaltung: Güma und Axel

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09.07.2021

AMI-FLITZER (Buchvorstellung)

So nannten wir als Kinder nach Kriegsende die JEEPs, wie sie von der Sowjetarmee in Ostdeutschland noch in nicht geringer Anzahl genutzt wurden. Für den Kriegseinsatz erfolgreich konzipiert, stand nach 1945 die Frage: Wie weiter in der Zivilproduktion, vorrangig im Einsatz in der Landwirtschaft. Man beachte die Analogie zum deutschen Multifunktionsfahrzeug Unimog! Wie keine andere Automarke wuchs JEEP weltweit zu den berühmtesten Fahrzeugherstellern infolge seiner Einzigartigkeit gepaart mit begeisterter Fangemeinde.

Der Autor beschreibt die lange und wechselvolle Entwicklungsgeschichte der legendären Automarke facettenreich von Anbeginn bis zum jüngsten Tag.

Das gelungene Buch wird mit einem Epilog und einer technischen Datensammlung abgerundet und ist Liebhabern und Nutzern von SUV-Autos wärmstens zu empfehlen.

Auch im Off-Road-Trialsport hat der JEEP Eingang gefunden.

Autor: Joachim Hack; Titel: JEEP  Das Original kennt keine Grenzen; 256 Seiten; 200 Abbildungen; gebunden;

ISBN: 978-3-613-04366-4; Ladenpreis: 39,90 €uro (D)

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08.07.2021

Wilbers-BMW-Racing: Florian Alt am Nürburgring nicht am Start,

Marco Fetz rockt am Ring

Das Wilbers-BMW-Racing muss Spitzenfahrer Florian Alt auch für die IDM-Runde auf dem Nürburgring abmelden, die am 17. und 18. Juli 2021 im Rahmen des Truck-Grand-Prix stattfindet. Die Konzentration des Wilbers-Teams wird in der Eifel ganz auf Nachwuchsfahrer Marco Fetz liegen, der zuletzt zehn Punkte im tschechischen Most holte.

Der 25-jährige Florian Alt kann dem Wilbers-BMW-Racing auf dem Nürburgring nicht zur Verfügung stehen. Sein französischer Teamchef aus der Endurance-Weltmeisterschaft besteht darauf, dass der Deutsche nach dem guten Abschneiden beim Auftakt der Serie in Le Mans auch das 12-Stunden-Rennen in Estoril bestreitet, das am gleichen Wochenende wie die IDM stattfindet.

In der Eifel sollte der Superbike-Vize von 2016 und 2017 eigentlich wieder um den Titel in der Königsklasse kämpfen. Die Pläne haben sich zerschlagen. Der Endurance-Teamchef hat Florian Alt eine Lizenzsperre angekündigt, falls er den Termin in Estoril nicht wahrnimmt. Die Endurance World Championship ist die weltweit höchste Langstrecken-Motorradserie und findet unter dem Dach der FIM statt. Im Falle einer Terminüberschneidung hat das Erscheinen eines verpflichteten Fahrers bei der Weltmeisterschaft Vorrang gegenüber der nationalen Serie, wenn es das Team fordert.

Die Überschneidungen entstanden durch den geänderten Terminkalender in der Endurance-WM, welcher der Corona-Situation angepasst wurde.

Florian Alt sagt: „Die Umstände haben mich viele Nerven gekostet. Aber vertraglich hat die WM Vorrang, obwohl ich auch gerne auf dem Nürburgring gefahren wäre. Die Entscheidung, was jetzt passiert, haben Corona und mein französisches Team getroffen.

“Wilbers-BMW-Racing hält Florian Alt den Rücken frei. „Wir können die Tatsachen nicht ändern und wollen auf keinen Fall eine Sperre für Flo riskieren, dann könnte er auch für uns nicht fahren“, so Teamchef Benny Wilbers. „Um die IDM-Krone spielen wir nun nicht mehr mit, aber das wäre schon nach dem missglückten Auftakt in Oschersleben und dem Fehlen in Most eine mehr als große Herausforderung geworden. Ich habe Florian gesagt, dass wir dann 2022 den Titel gemeinsam holen und im Vorfeld alles regeln, damit er uns immer zur Verfügung steht. Wir haben auch gegenüber BMW eine Verpflichtung.

“IDM-Teamkollege Marco Fetz wird sein Talent auf dem Nürburgring erneut unter Beweis stellen. Der 21-jährige Bayer hat sich schnell an die BMW S 1000 RR gewöhnt und nach den letzten Rennen in Most heißt das Ziel, sich jetzt mit Wilbers-BMW-Racing einen Platz in den Top Ten zu sichern.

Ihr Team „Wilbers-BMW-Racing“

Fotos von Wilbers-BMW-Racing zur Verfügung gestellt, alle Fotos: ©_IDM_2021

Pt. (Textüberarbeitung: Güma)

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04.07.2021

BUNDESWEHR-KRÄDER (Buchvorstellung)

In der Reihe „FAHRZEUG Profile“ hat der Autor die Verwendung von Motorrädern in der Deutschen Bundeswehr seit ihren Anfängen akribisch mit Text und zeitgenössischen Fotos umfassend nachgezeichnet. Die Zeit der schweren Kräder a la BMW und Zündapp aus Kriegszeiten war jedoch vorbei, wenn man von einigen „Schweren“ der Feldjäger und dem Eskorteneinsatz absieht. Alles was sich auf die Kräder der Bundeswehr bezieht, wie z.B. die Geschäftspolitik (wer als Hersteller bewirbt sich, wer bekommt den Zuschlag etc.) steht in diesem Werk. Ohne Gliederung und Inhaltsverzeichnis liest sich das reichbebilderte Heft von vorn bis zum Schluss wie ein spannender Roman.

Unbedingt lesenswert für Oldie-Treiber und -Schrauber insbesondere auf der Klassik-Strecke. Erwähnt sind die Marken Ardie, BMW, DKW, Goebel, Göricke, Hercules, KTM, Maico, NSU, Triumph, Zündapp, Zweirad Union.

Kleine Unkorrektheiten, wie der Vorname von Enduro-Legende Burchard Lenz und die mit BMW R35/3 bezeichneten Maschinen, tun der Qualität des Werkes keinen Abbruch.

Autor: Thomas Reinwald; Titel: FAHRZEUG Profile Motorräder im Dienste der Bundeswehr; 48 Seiten, über 100 Abbildungen; DIN A4-Format; geheftet; 12,80 €uro (D); Unitec Medienvertrieb.

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30.06.2021

Classic-Trialübung

Wiedersehen macht Freude! Nach fast zwei Jahren coronabedingtes „Nichtstun“ hat Adrian Lasch, nunmehr 50 Jahre jung, zu einem Classic-Trialtraining nach der Alten Luftwaffenkaserne Bernau/OT-Ladeburg eingeladen. Geladene Gäste, rd. 20 an der Zahl mit zehn Bikes, nahmen die Einladung wahr.

Zahlreich waren diesmal mit drei Stück die R26 von Papa Steffen zugerichtete BMW. Geübt wurde am Vor- und Nachmittag, dazwischen Mittagspause mit Kuchen, Bratwurst und üblichen Getränken. Die alten Sektionen wurden ohne Begrenzung nach Gedächtnis befahren mit Auswertung für weitere Veranstaltungen.

Die Jüngsten, Nils (4) und Maxime (5) nahmen ebenfalls das Training gewichtig, man beachte den Zehnkilo-Masseausgleich! Spitze Zungen scherzten, das Gerät habe einen enormen Kraftstoffverbrauch.

Am Schluss der Übung übergab Dr. Michael Bremer dem Macher Adrian Lasch nachträglich zu seinem 50.Geburtstag einen vergoldeten Maulschlüssel. 

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30.06.2021

MTAS Nord:

Wie es begann

Es sollte ein Korso als Gedenkfahrt für einen im Harz verunfallten Biker werden – mit einer kurzen Gedenk- Andacht oben am Torfhaus. Erwartet wurden 200 Bikes und der Veranstalter sollte Ordner für die Durchführung stellen… so kam die MTAS NORD „ins Boot“ und begleitete am 16.08.2020 den Korso von Bad Harzburg zum Torfhaus mit 18 Marshals, die nach den Anweisungen der Polizei die Korso- Strecke mit ihren Bikes absicherten.

https://www.facebook.com/events/1714986958676169/?active_tab=discussion

Das Projekt „MTAS“ hat zum Ziel, private Organisatoren – aber auch Behörden wie die Polizei – bei der Durchführung von sich bewegenden Veranstaltungen (Fahrzeug- Korso, Triathlon, Radrennen etc.) im öffentlichen Straßenraum mit dem Einsatz von Motorrädern zu unterstützen.

https://www.facebook.com/MTAS.Nord

Seit Langem arbeiteten die Projekt- Initiatoren Jörg vO., Alex S. und Stefan J. an ihrem Konzept, dass sie zu einem gemeinnützigen eingetragenen Verein weiter entwickeln wollten. Die Gründung des Vereins war eigentlich für den August 2020 geplant, musste aber aufgrund hoher Nachfrage nach den Diensten der MTAS verschoben werden.

Offiziell trat die MTAS NORD das erste Mal bei der Demo Hildesheim am 28.06.2020 auf. Mit fünf Marshals übernahm die MTAS NORD in Absprache mit der Einsatzleitung der Polizei die Absicherung von jeweils drei besonders kritischen Verkehrsknotenpunkten entlang der 80 km langen Korso- Strecke Hildesheim / Hannover / Hildesheim – auf dem Hinweg mit Schwerpunkt entlang des Messegeländes Hannover und auf dem Rückweg mit Schwerpunkt an den Schnellweg- Kreiseln.

https://www.facebook.com/440006543110815/videos/266047071484839/

Bereits eine Woche später am 04.07.2020 begleitete die MTAS NORD die Demo Hannover vom Messegelände in die Innenstadt Hannovers. Mit zehn Marshals übernahm die MTAS NORD, diesmal unmittelbar an der Korso- Spitze hinter der Polizei- Einsatzleitung, die Absicherungs- Ergänzung entlang der 15 km langen Korso- Strecke.

https://www.facebook.com/440006543110815/videos/2720326401400883/

Nach vierwöchiger Pause am 23.08.2020 bei der Wiederauflage der Demo Hildesheim war die MTAS NORD erneut mit diesmal 18 Marshals mit der Polizei im Einsatz, die mit uns ein neues Konzept bei der Absicherung von besonders kritischen Verkehrsknotenpunkten entlang der erneut 80 km langen Korso- Strecke erprobte. Hierzu wurden die Marshals vorab an vorgezogenen Einsatzstellen abgesetzt und nach dem Einsatz von einem Polizei- Krad abgeholt, dass die Marshals der MTAS Nord auf einer gesonderten Strecke zum Zwischenstopp des Korsos eskortierte.

https://youtu.be/c9EBmyc0dy8

Neben dem Einsatz in Bad Harzburg hatten wir auch einen Einsatz bei der Großdemo in Berlin am 12.09.2020, bei der wir die Brandenburger & Berliner Polizei bei der Anfahrt der Teilnehmer zum Korso- Sammelpunkt am Frankenholzer Weg im Osten Berlins unterstützen. Bei diesem Einsatz kooperierten wir mit unserer Partnerorganisation MTBS Berlin – Brandenburg unter deren Leitung.

https://www.facebook.com/MTAS.Motorrad.Staffel/videos/348666282924693

Für die MTAS NORD ist es strategisch entscheidend, dass sich das Marshal- Team untereinander gut kennt und alle Marshals auf einem gleichen definierten Wissenstand operieren. Um dieses zu gewährleisten, führen wir nach Bedarf Marshal- Workshops durch, trainieren gemeinsam auf dem Verkehrsübungsplatz und veranstalten gemeinsame Ausfahrten.

https://www.facebook.com/MTAS.Nord/videos/pcb.1210362712741857/507431727069352

Für Interessierte bietet sich als Einstand in die MTAS Nord unsere Unterstützer- Gruppe an.

https://www.facebook.com/groups/145908760842687/

Unser nächster Workshop findet am 24.07.21 in Hannover statt. Um daran teilzunehmen, bitten wir um eine kurze Selbst- Vorstellung, die hinter dieser Job-Anzeige steckt:

https://www.facebook.com/jobs/job-opening/451911382550628/

FeedBack der Polizei zur MTAS Nord:

„gelungene Zusammenarbeit“, „professionelle Begleitung“, „Veranstaltung problemfrei abgelaufen“, „Zusammenarbeit mit den MTAS-Ordnern hat sich positiv dargestellt“, „Qualität der Ausstattung, Erkennbarkeit … Auftretens heben sich deutlich von … einberufenen, freiwilligen Ordnern ab“, „… dass ich bei wichtigen anspruchsvollen Sperrposten bewusst die MTAS-Ordner habe einsetzen lassen.“

https://www.facebook.com/MTAS.Nord

Text: MTAS Nord

Textüberarbeitung: Güma

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30.06.2021

„Fahrt ins Blaue 4“

Fast wie nach Hause kommen fühlte sich die Weiterreise in die Toskana an. Bei unserer „Fahrt ins Blaue“ hatten wir zunächst nicht damit gerechnet, unser geliebtes Italien zu bereisen.

Strecke: Caorle, Bologna, Livorno, Piombino, Siena, Bologna, Peschiera, Bozen, Brenner, Bodensee, Offenburg,  Neustadt a.d. Weinstr., Westerwald, 1.870 km (Womo), 644 km (Mot.), 37 Tage, 12 Stopps,

Wetter: sonnig, bewölkt, teilw. sehr windig, Gewitter, teilw. Regen, 12 bis 25 Grad

Unserer Reise im Jahr 2020 stand unter dem Motto „Fahrt ins Blaue“. Nachdem wir bei den ersten Etappen überraschend schöne Landschaften wie das Mühl-, das Wald- und das Mostviertel sowie die Steiermark in Österreich gefunden hatten und außerdem das vielseitige Slowenien genießen konnten, schlugen wir nun in Italien eine südliche Richtung ein. Zunächst ging es mit dem Wohnmobil von der nördlichen Adria-Küste über die Poebene in den Apennin. Wir waren nämlich in diesem Jahr erstmals mit dem eigenen Womo plus Anhänger für die Motorräder unterwegs, nicht zuletzt geschuldet der aktuellen Situation. So musste man nicht in Hotels oder Pensionen übernachten. Im Folgenden ein paar Impressionen aus den Gegenden, in die es uns nun verschlug.

Im Apennin fanden wir in Pian del Voglio einen kleinen gemütlichen Campingplatz („International Relax), dessen 80jähriger Inhaber nicht nur ein weitgereister Geschichtenerzähler war, sondern uns auch lukullisch mit heimischen Spezialitäten verwöhnt hat.

Im Apennin entschieden wir uns gemäß unseres Mottos „Wir lassen uns treiben“, an die Westküste Italiens zu reisen, um doch noch einmal in diesem Jahr das Meer zu genießen. Die Toskanische Riviera (hier am Golfo di Follonica) hat für jeden etwas zu bieten: Für die Biker tolle Ausblicke, für die Surfer geeigneten Wind dank des „Vento Etrusco“, für die Schwimmer Abkühlung und die Sonnenanbeter Strandliegen. Und hier gefiel es uns so gut und wir hatten eine solche Menge an Möglichkeiten, dass wir fast drei Wochen Station machten. Dazu kam, dass wir mit dem Stellplatz „Vento Etrusco“ die ideale Ausgangsposition gefunden hatten und die Betreiber Luciano und Cristina für eine enorme Wohlfühlatmosphäre sorgten. Die Beiden sind super freundlich und verwöhnen mehrmals pro Woche die Gäste mit Pizza oder Antipasti.

In der Nähe liegt die Hafenstadt Piombino an der italienischen Riviera, die wir bisher total verkannt haben. Unsere früheren Besuche dienten lediglich dazu, von hier aus die Fähren nach Elba, Korsika oder Sardinien zu nehmen. Ansonsten machte Piombino auf uns nur einen Eindruck: hässlich! Hinter den abgewrackten Industrieanlagen lohnt sich jedoch ein zweiter Blick: Die kleine historische Altstadt hat ein nettes Flair und die molenartige Befestigung mit Leuchtturm überrascht mit extravaganten Frauenskulpturen. Zudem lohnt ein Abstecher in das antike Populonia. 

Ist man schon einmal an der Etruskischen (Toskanischen) Küste in Italien sollte man den Spung auf die Insel Elba wagen. (Ca. 74 Euro Fährkosten für Hin- und Rückfahrt 1 Pers.+ 1 Mot.) Die kleine Insel, auf der Napoleon 1814 für ein Jahr ins Exil ging, bietet wunderschöne Küstensträßchen und Touren über die durchaus höhere Berglandschaft, immer wieder neue fantastische Ausblicke auf´s Meer sowie etliche kleine Hafen- und Badeorte wie Fetovaia, Marina Di Campo oder Porto Azzuro. Allein die Hafeneinfahrt von Portoferraio mit der stolzen Festung ist eindrucksvoll nach der einstündigen Fährüberfahrt von Piombino aus. Lukullisch hat die Insel auch einiges zu bieten, zum Beispiel als Dolce die grünen, zuckersüßen Prinzessinnen-Törtchen.

Eine der schönsten Städte Italiens ist u.E. Siena in der Toskana, insbesondere weil noch einigermaßen überschaubar, mit tollem mittelalterlichem Flair und vor allem mit etlichen lauschigen, leeren Altstadtgassen abseits der Hauptpromenade. Auf der Piazza del Campo kann man sogar die Atmosphäre des Palio schnuppern, des klassischen Pferderennens, bei dem die Reiter aus den zehn Stadtteilen, repräsentiert durch ihre bunten Flaggen, ohne Sattel mit ihren Pferden den schnellsten ermitteln. Nett sind aber auch die vielen kleineren mittelalterlichen Städtchen wie Massa Marittima und andere.

Nach nunmehr drei wundervollen Wochen in der Toskana hieß es allmählich Abschied nehmen und den Weg nach Norden Richtung Heimat einzuschlagen. Schließlich waren wir inzwischen rund zweieinhalb Monate unterwegs und die Corona-Lage wurde leider nicht einfacher. Bisher waren wir immer in sicheren Gebieten unterwegs, doch auch in Deutschland stiegen die Zahlen wieder an. Wir waren beeindruckt, dass noch im September Italien eine Maskenpflicht außerhalb des eigenen Hauses angeordnet hatte und sich die Menschen überwiegend daran hielten. Als Zwischenziel definierten wir noch das Umland des Gardasees und als kurzen Stopp Südtirol.

Nach der langweiligen Fahrt durch die Poebene sind endlich die Alpen in Sicht, die Gipfel bereits weiß gepudert. Ein Abstecher zum Gardasee ist angesagt und hier genossen wir nochmals italienische Lebensart in Peschiera und dem kleinen mittelalterlichen Städtchen Borghetto am Mincio, der übrigens DURCH den Gardasee führt; bis IN den Gardasee heißt er Sarca. Eine Spezialität dieser Gegend sind die selbst hergestellten Tortellinis in allen erdenklichen Sorten.

Bevor es endgültig heimwärts geht, heißt es den goldenen Herbst in Südtirol erleben, ein Traum. Das Laub schillert in allen Gelb- und Rottönen und in den Altstädtchen ist Flanieren noch im T-Shirt möglich, so in Meran mit seinem mondänen Kurviertel, Bozen mit seinen zahlreichen stattlichen Burgen in der Umgebung und Brixen mit seinen Laubengängen. Leider stellten wir fest, dass es in den Großstädten mit der Maskendisziplin nicht so gut aussah wie auf dem Land. Der Betrieb hielt sich jedoch noch einigermaßen in Grenzen.

Dennoch wurde es nun Zeit, die Heimat anzusteuern. Über den Brenner, durch den Arlbergtunnel und am Bodensee entlang ging es in den südlichen Schwarzwald, wo wir den außergewöhnlichsten Stellplatz der Reise erwischten! Wir schliefen nicht unter sondern auf einer Brücke! Direkt daneben eine Brauerei mit Gasthof im Rahmen des Konzeptes „Übernachten bei einer Brauerei“. (Auch mit anderen alternativen Stellplatzangeboten haben wir gute Erfahrungen gemacht so mit „Landvergnügen“ und dem „Winzeratlas“.)

Dem Motto der Reise, Fahrt ins Blaue wegen der nicht festgelegten Route, kam im Nachhinein ja schon (fast) eine weitere Bedeutung zu. Durch den Aufenthalt in zahlreichen Weinregionen kamen wir kaum umhin, die jeweils typischen Tropfen zu probieren: so in der Wachau den Grünen Veltliner, in der Steiermark den Welschriesling, in Slowenien den Rebula, in Venetien den Barolo, in der Toskana den Montepulciano, in Südtirol den Vernatsch und in Baden den Weißburgunder. Jeder Wein war auf seine Weise lecker und schmeckte in der entsprechenden Region noch mal so gut. Dazu gab es jeweils die typischen Gerichte der Gegenden. So kann man ein Problemjahr trotzdem genießen.

Das Fazit der Reise insgesamt: Nach über drei Monaten trafen wir wieder wohlbehalten zu Hause ein. Leider war unser Kreis zu diesem Zeitpunkt schon Risikogebiet. Unterwegs hatten wir es erfolgreich geschafft, den Risikogebieten auszuweichen. Daher war unser Motto „Fahrt ins Blaue“ genau das Richtige gewesen in dieser nicht einfachen Zeit. Dreimal hatten wir ursprünglich geplante Routen über Bord geworfen und entdeckten auf diese Art Regionen, die für uns neu und spannend waren, so Nieder- und Oberösterreich, die Steiermark und Slowenien. Auch mit der Toskanischen Riviera hatten wir ein Ziel erreicht, das positiv überraschte und viele Möglichkeiten bot. Besonders gefreut hat uns die Herzlichkeit von einigen Gastgebern und die nette Bekanntschaft von anderen Womo-Reisenden.

Geschlafen haben wir in den eigenen Betten hervorragend, Kochen und Duschen im eigenen Heim war ebenfalls in Ordnung. Bis auf die letzten drei Wochen konnte man abends gemütlich draußen sitzen, später wurde es drinnen schon etwas eng aber machbar. Man war viel an der frischen Luft, mehr als in einem Hotel. Als mühsam erwies sich das Aus- und Einladen der Motorräder mit entsprechendem Verzurren, so dass diese nur ins Freie kamen, wenn man mehrere Tage an einem Ort verweilte. Das war in gewisser Weise schade. Einfacher war das Benutzen der Fahrräder, die in der Womo-Garage geparkt waren. Daher sind wir auf der Reise relativ viel Fahrrad gefahren – für die Gesundheit auch nicht das schlechteste.

Das Fahren mit dem Gespann war grundsätzlich kein Problem auf Autobahnen und Landstraßen. In engeren Ortschaften war es nicht so prickelnd und bei drei Unterkünften war das Platzieren auf dem Stellplatz schon kompliziert. Da half nur unser Mover aus der Klemme.

Insgesamt aber war die Reise wieder ein tolles Erlebnis – eben ein Erlebnis der anderen Art!

Ulla Kugler

eMail: ukugler@t-online.de

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